Marie (adel-verpflichtet) "Unser Himmel ist derselbe"
 
 

Die Gedanken sind frei....Handlungen nicht immer ^^

 

Und plötzlich weißt du:
Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen
und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.

 
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 Es gibt Zeiten, da läuft alles weitgehend gradlinig, jedenfalls im überschaubaren Anteil des täglichen Lebens. Der Wecker klingelt, aufstehen, Zähne putzen, duschen, Kaffee trinken, zur Arbeit fahren, arbeiten, arbeiten, arbeiten, nach Hause fahren, duschen, schlafen. Doch dann gibt es auch wieder diese Tage, die einem extrem viel abverlangen, diese Tage, welche schon beim ersten Klingeln des Weckers zu einer Zumutung werden.

Mein Leben ist turbulent. Nicht erst seit gestern. Es hat sich nicht in den letzten Monaten oder Jahren so entwickelt, nein, im Grunde ging das wohl schon recht früh los. Meine Eltern, unterschiedlicher hätten sie wohl nicht sein können, lebten mehr oder weniger ihr Eigenleben. Erziehung wurde zwar sehr großgeschrieben, oblag aber meistens Fremden, Nannys, Hauslehrern in den Ferien und und und. Das hatte natürlich diesen gewissen Vorteil, dass man superleicht Erziehungsdefizite dem Personal in die Schuhe schieben konnte.

Der grundlegende Nachteil für mich selbst war immer eine greifbare Bezugsperson. Dennoch hatte ich meine Patentante fest an meiner Seite und im Laufe meines Lebens, bis zu ihrem Tode, wurden wir, in vielen unzähligen Momenten, zu Verbündeten. Sie war Schwester, Freundin, Mutter und Oma für mich zugleich. 50 Jahre trennten uns, dennoch stand sie immer fest im Leben und war nie weltfremd. Eine der Optionen, welche sich meine Mutter hier und da mal hätte auf die Agenda schreiben können.

Nicht nur unsere Seelen befanden sich im Einklang, nein wir trugen auch noch einen identischen Namen. Ich glaube das war zum Zeitpunkt meiner Geburt einfach und meine Eltern hatten sich wohl vorab nicht sonderlich viele Gedanken darüber gemacht, dass eines der Zwillinge tatsächlich ein Mädchen hätte sein können. Jungs standen hoch im Kurs und waren grundlegend erwünscht, ein Mädchen fiel grob gesehen durchs Raster. Jedenfalls erklärt mir dies bis heute, warum das Verhältnis zu meiner Mutter immer besonders mühsam und kompliziert war. Mein Vater hatte sowieso nie sonderlich viel zu sagen oder zu entscheiden und so wurde es eben der Name meiner Patentante.

Eigentlich kam ich mit meinem Namen immer gut zurecht, es hätte mich definitiv schlechter treffen können. Ein wirklich sehr befremdlicher Moment war die Beerdigung meiner Patentante, als dann dort, auf dem Grabstein, mein Name stand. Es hatte etwas seltsam, ungewöhnliches und bescherte mir ein unbehagliches Gefühl, zumal ich da gerade noch an einem sehr undurchsichtigen Punkt meiner Krebserkrankung stand. Ab diesem Zeitpunkt war ich dann noch die einzige „Marie Luise ……“

Ich erinnere mich noch genau daran, als ich, gestützt von Frank und Gabi, als letzte zu ihrem Grab ging. Ohne Blumen. Denn sie konnte Blumen nicht leiden. Genau wie ich liebte sie Bäume, Wälder, Berge, Felder, Wiesen, wilde Gärten und Pflanzen, Kakteen und alles was die Natur auf natürliche Weise so mit sich brachte, aber in einer Vase oder einem Grab irgendwelchen Blumen beim verwelken zuzuschauen, dass mochten wir beide nicht.

Sie fehlt mir noch bis heute. Bis zum Schluss hatten wir uns in regelmäßigen Abständen getroffen und selbst als meine Krebserkrankung ans Licht kam, war sie immer an meiner Seite. Manchmal lachten wir, aber ganz oft weinten wir auch zusammen. Sie gab mir Kraft und den Halt, welchen ich mir sicherlich von meiner Mutter bis heute manchmal wünschen würde, aber leider nie hatte.

Die Sache mit dem Heiraten lag ihr immer ein wenig auf der Seele. „Denk daran Marie, nicht gleich ja sagen, wenn Du einen Antrag bekommst! Immer ein bisschen Bedenkzeit einräumen, dass macht die ganze Sache magischer!“ Natürlich, die Heiratsanträge kamen ja schließlich in regelmäßigen Abständen bei mir ins Haus geflattert oder wurden auch hin und wieder mit einem Boten hoch zu Ross überbracht. ;-) Da konnte ich ja auch schon mal den Überblick verlieren. Aber sie war sich sicher, irgendwann würde es soweit sein. Ja, dann will ich mal abwarten, was die Prinzen in den fernen Burgen so mit mir vorhaben! Möglicherweise kommt mal einer daher, sieht mich und denkt sich: „naja, ach Gott, warum eigentlich nicht?“ ;-)

Diese Heiratssache, „wir heiraten wenn wir Kinder bekommen“, wäre alterstechnisch bei mir schon mal vom Tisch. Somit scheidet die Eizelle gegen Ring Variante schon mal aus. Somit hoffe ich, für den Fall der Fälle, dann doch auf die wahre Liebe und ggf. eine Heirat aus Liebe und weil es sich gut und richtig anfühlt.

Meine Freundin war bei ihrem Heiratsantrag alles andere als entzückt, da es eine sehr formale Sache war. Ich bin mir auch nicht so ganz sicher, ob dies nicht letztendlich doch eine kalkulierte Sache ihres jetzigen Ehemannes war, denn die Geschäfte liefen genau in diesem Jahr recht günstig und ich würde nichts darauf verwetten, dass nicht genau dies ein klitzekleiner Grund gewesen sein könnte, um evtl. eine etwas günstigere Steuerklasse zu erhaschen. Aber psssst, das bleibt dann mal unter uns.

So ganz dahintergekommen, ob die beiden mittlerweile, mit einem Kind und zwei Hunden, wirklich glücklich sind, bin ich noch nicht. Selbst bei unseren unzähligen Rotweinabenden, bin ich noch keinen Schritt weitergekommen. Dabei würde es mich schon interessieren.

Ihre Theorie und leider auch Praxis einer guten Ehe: Kind, Hund, Ehemann und eine Affäre für die geheimen Wünsche. Kind, Hund, Ehemann kann ich gedanklich noch unterstützen, bei der zusätzlichen Affäre bin ich dann raus. Nicht nur gedanklich, sondern auch rein aus Überzeugung für mich selbst. Ich weiß das schon länger, mit der Affäre und wurde auch schon oft als Alibi genutzt oder benutzt?? Passend wäre wohl beides. Allerdings gibt es eine goldene Regel zwischen uns, sie kann tun und lassen was sie möchte, allerdings würde ich nicht lügen, käme es darauf an. Das weiß sie und nimmt dieses kleine Restrisiko in Kauf. Wahrscheinlich auch ein kleines Puzzleteil einer glücklichen Ehe. ;-)

Solche Tatsachen machen es mir nochmal etwas schwerer, an den Zauber und die Magie einer Ehe zu glauben, aber wie das so ist, die Gedanken sind frei und manchmal könnte sogar ein kleiner Zierkohl schon Grund genug sein, über eine gemeinsame Zukunft gewissenhaft nachzudenken und diesem: „sie lebten glücklich und zufrieden bis zu ihrem gemeinsamen Ende“, eine realistische Chance einräumen. Mal sehen wie und wohin die Würfel fallen werden ;-)

In diesem Sinne, wünsche ich Euch einen guten Beschluss für das nun fast vergangene Jahr. Reflektiert die vergangenen Monate für Euch und versucht auch aus negativen Erlebnissen und Erfahrungen noch etwas Gutes zu ziehen. Manchmal gibt es ganz unerwartet einen kleinen Sonnenstrahl, der einem zeigt, es geht alles weiter, nicht immer gleich, manchmal einfach etwas anders. Für das neue Jahr wünsche ich Euch nur das allerbeste, Gesundheit an erster Stelle und immer einen gesunden Blick für das Wesentliche!


***Alles Liebe, Eure Marie***

7 Kommentare 28.12.19 15:13, kommentieren

Frohe Weihnachten....und etwas von mir...^^

"Die Geburt Jesu ist keine einmalige Geschichte, sondern ein Geschenk, dass immer bleibt." (Martin Luther)
 
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Wieder ist ein Jahr vergangen und gerade in diesem Jahr empfinde ich den Lauf der Zeit als unheimlich zügig. Nun, zum Jahresabschluss möchte ich doch eine kleine Zusammenfassung machen:
 
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Das erste halbe Jahr gestaltete sich nach wie vor etwas turbulent. Chemos und kleinere Operationen folgten in regelmäßigen Abständen. Die Chemos forderten immer wieder viel Durchhaltevermögen von mir, eine Eigenschaft die wohl irgendwo in mir lag, aber sich doch nicht immer auf den Plan rufen ließ. Aber letztendlich wurde dann doch im frühen Sommer die vorerst letzte Chemo eingeläutet.
 
Zusätzlich musste ich mich Ende Mai noch einer größeren Operation unterziehen, wobei nochmal ein verdächtiger Bezirk meiner noch vorhandenen Niere, sowie ein Teilstück meines Magens entfernt wurde. Leider hatte sich ein nicht unbeachtliches Ulcus im Magengrund gebildet. Seitdem ist Essen eine Herausforderung geworden und verlangt mir immer wieder, bis heute so einiges ab. Aber dazu mal präziser in einem separaten Eintrag. Während des Sommers erholte ich mich dann doch recht gut von dieser Operation, machte einen wunderschönen Sommerurlaub mit meiner Tochter und fing auch wieder an regelmäßig und im vollem Umfang zu arbeiten.
 
Alles lief recht gut, es gab ganz gute, aber ich denke, wie bei jedem anderen auch, mal weniger gute Tage. Natürlich wich Heidelberg mir nicht von den Fersen, allerdings fing ich auch ein wenig an zu schludern. Leider haben sich meine Blutwerte bis heute nicht wesentlich gebessert, so dass die Tumormarker weiterhin Alarm schlagen und somit meine Ärzte in Sorge sind. Ja gut, ganz beruhigt bin ich selbstverständlich auch nicht, wie denn auch, schließlich waren die letzten drei Jahre voller Katastrophen und es wurde immer wieder irgendwas gefunden.
 
Es fällt schwer zu glauben das alles gut sein könnte. Dennoch klammere ich mich an den kleinsten Strohhalm und leider stecke ich auch nicht allzu wenig den Kopf in den Sand. Im Januar wird dann die nächste größere Untersuchung anstehen und dann sehen wir mal weiter. Mein Arbeitsalltag ist in den letzten Wochen relativ umfangreich geworden und manchmal nimmt mein Hamsterrad aus der Zeit vor meiner Erkrankung wieder Gestalt an.
 
Mein Privatleben befindet sich gerade im Umbruch und ich glaube das ist eine gute Grundlage, jedenfalls gibt mir dies Kraft und Halt. Danke dafür!
 
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Ich wünsche Euch von Herzen ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest, mit der nötigen Ruhe für Euch selbst und die wirklich wichtigen Dinge welche Euch gut tun. Zeit ist kostbar und was vergangen ist, lässt sich nicht mehr aufholen. Aber, am allermeisten wünsche ich Euch Gesundheit und die Kraft, alltägliches zu meistern, ob gut, ob schlecht. Startet gut in das neue Jahr und beginnt es mit einem guten Gefühl, dass alles gut wird!
 
Bis bald, Eure Marie
 
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Hier nochmal meine kleine Weihnachtsgeschichte, auch in diesem Jahr wird sie wieder in unserer Gemeinde als Krippenspiel vorgetragen. Naja, und wie sollte es anders sein, bin ich natürlich dieses Jahr wieder im Boot.....
 
Erzähler:
 
Wie an jedem Tag, versammelten sich die Engel, um in die Welt geschickt zu werden, und um dort als Schutzengel ihre Arbeit bei den neugeborenen Kindern aufzunehmen. Jedes Kind, das geboren wird, bekommt seinen eigenen Schutzengel. Jeder Engel, der sich auf den Weg machte, wusste wohin er musste. Petrus rief immer jeden einzelnen der Engel zu sich und erklärte ihm seine künftige Aufgabe. Natürlich waren die Aufgaben der Engel unterschiedlich, denn jedes Kind ist anders, manche sind laut, manche sind leise, manche sind stürmisch oder schüchtern, aber es gibt auch manchmal kranke Kinder. Die einen Engel haben alle Hände voll zu tun und wiederum andere langweilen sich ein bisschen. Und dann gab es noch Jonathan. Er war erst vor kurzer Zeit wieder zurückgekehrt ins Wolkenland, da sein Kind, welches er beschützte so sehr krank war, dass es starb. Darüber war er sehr traurig, aber er hoffte, dass er bald wieder einem Kind ein guter Begleiter sein konnte. Nach und nach flogen die meisten Engel davon.
 
Jonathan wartete noch immer, er galt immer als etwas stur und eigensinnig und meistens verschlief er, wenn es im Wolkenland etwas zu tun gab. Aber dann hörte er das „Klingeling“, und genau bei diesem „Klingeling“ wusste er, nun ist Eile geboten und er musste schleunigst zum Himmelstor, da eine neue Aufgabe auf ihn wartete.
 
Im Zwiegespräch Jonathan und Petrus:
 
Petrus: „Jonathan, heute habe ich eine besondere Aufgabe für Dich. Es ist noch nicht ganz klar, wo das Kind geboren werden wird, für das Du ab sofort verantwortlich sein wirst.“
 
Jonathan: „Aber Petrus, wie soll ich dann rechtzeitig am richtigen Ort sein, wenn das Kind auf die Welt kommt?“
 
Petrus: „Keine Sorge, dort hinten siehst Du einen großen hellen Stern mit einem langen Schweif. Folge ihm. Er wird langsamer und langsamer werden und wenn der richtige Zeitpunkt und der richtige Ort erreicht ist, wird er stehen bleiben.“
 
Jonathan: „Warum bekomme ich so eine schwierige Aufgabe?“
 
Petrus: „Weil ich mir sicher bin, dass Du es kannst und das genau Du der richtige kleine Engel für diese Aufgabe bist. Dort wird ein König geboren, der den Menschen Glaube, Hoffnung und Liebe schenken wird.“
 
Jonathan: „Ein König? Ich bin nur ein kleiner Engel, wie soll ich auf einen König aufpassen?“
 
Petrus: „Es ist ein kleiner König, genau richtig für einen kleinen Engel, Du wirst sehen, dass Du der Richtige dafür bist. Und nun mach Dich auf den Weg.“
 
Erzähler:
 
Der kleine Engel schritt durch das Himmeltor, kletterte ein Stückchen die Himmelsleiter hinunter und flog dem hellen Stern entgegen. Anfangs hatte dieser Stern ein ganz schönes Tempo drauf, aber dann wurde er etwas langsamer und siehe da, plötzlich blieb er stehen. Jonathan war erst unsicher und wusste nicht so recht weiter. Aber dann fasste er sich seinen ganzen Mut zusammen und schwebte langsam auf die Erde hinunter.
 
Jonathan: (im Selbstgespräch) „Na sowas“, dachte Jonathan laut. „Nirgends ein Schloss oder ein Palast. Es war doch von einem neuen König die Rede. Sowas blödes, jetzt habe ich mich doch wieder verflogen und bin am Ende dem falschen Stern gefolgt. Besondere Aufgabe, dass ich nicht lache.“
 
Erzähler:
 
Jonathan war traurig und auch ein bisschen wütend auf sich selbst. Nichts konnte er gut genug machen. Er setzte sich auf einen Felsen, verschränkte die Arme und schaute ratlos in den Sternenhimmel. Auf einmal bemerkte er neben sich eine kleine Maus.
 
Im Zwiegespräch Jonathan und Fridolin (Maus):
 
Jonathan: „Wer bist Du denn?“
 
Maus: „Ich bin Fridolin und wer bist Du?“
Jonathan: „Ich bin der kleine Schutzengel Jonathan, Du bist eine Maus, warum machst Du keinen Winterschlaf?“
 
Fridolin: „Ach weißt Du, irgendwie konnte ich nicht in den Schlaf finden, meine Mäusefamilie liegt hier unter uns eingekuschelt zusammen und schläft und ich kann einfach nicht einschlafen. Da bin ich nach oben gekrabbelt, habe mich ein bisschen in der Gegend umgesehen und dann habe ich mir die Sterne betrachtet.“
 
Jonathan: „Du hast es gut, Du hast Deine Mäusefamilie und weißt wo Du hingehörst, aber ich, ich soll einen König finden und künftig an seiner Seite sein. Aber siehst Du hier irgendwo einen kleinen König, ein Schloss oder einen Palast?“
 
Fridolin: „Nein, dass sehe ich nicht. Hier gibt es nur einfache Häuser und Hütten, dort vorne ist eine kleine Gastwirtschaft und hinten im Hof ein paar ärmliche Ställe. Wo soll denn Dein König sein?“
 
Jonathan: „Ja da fragst Du mich was. Wahrscheinlich hat Petrus mir das gesagt, aber ich kann mir das immer so schlecht merken und weiß nur noch, dass ich dem großen hellen Stern folgen sollte und wenn er stehen bleibt, sollte dort mein König geboren werden.“
 
Fridolin: „Warte, dort vorne in den Ställen wird gerade ein Kind geboren. Aber ich glaube nicht, dass das Dein Königskind ist. Die Eltern sind arm und kamen auf einem Esel aus einem weitentfernten Dorf.“
 
Jonathan: „Das ist aber komisch, dann wird sicher hier noch ein kleiner Schutzengel unterwegs sein.“
 
Fridolin: „Ich konnte keinen sehen, weißt Du was, wenn Du Deinen König nicht findest, dann beschütze Du doch einfach dieses Kind. Es darf doch nicht sein, dass ein Kind ohne Schutzengel auf die Welt kommt.“
 
Jonathan: „Das ist gar keine so schlechte Idee, dann lass uns mal zum Stall laufen und falls doch ein anderer Engel eingeteilt wurde, kann ich ja immer noch verschwinden.“
 
Erzähler:
 
Die Beiden liefen zum Stall hinüber und schauten durch zwei große Astlöcher in den Stall. Dort sahen sie den Esel und einen Ochsen im Stroh liegen. Nicht weit davon, lag einer kleiner Junge in einer notdürftig zusammengezimmerten Krippe. Daneben saßen Josef und Maria.
 
Plötzlich wurde der große Stern noch heller und drei Könige aus dem Morgenland kamen in den Stall. Sie brachten dem kleinen Kind Gold, Myrrhe, Weihrauch und viele Früchte, verbeugten sich und küssten seine kleinen Händchen. Jonathan und Fridolin staunten nicht schlecht.
 
Rundherum auf den Feldern standen die Hirten mit ihren Schafen und schauten hinauf zu dem hellen großen Stern. Dann kamen auch sie zu dem Stall und brachten dem Kind all` ihre Sachen, die sie bei sich hatten, Wasser, Brot, Käse und Milch. Dann knieten auch sie nieder.
 
Im Zwiegespräch, Fridolin und Jonathan:
 
Jonathan: „Du Fridolin, ich glaube, ich bin doch nicht dem falschen Stern gefolgt. Ich glaube das hier ist mein kleiner König. Ein König, der den Menschen Glaube, Hoffnung und Liebe bringen soll, sie darin bestärken und auch belehren wird.“
 
Fridolin: „Jawohl, das ist Dein kleiner König und Du bist nun sein Schutzengel, ich bin so stolz auf Dich, Jonathan.“
 
Jonathan: „Ich ganz alleine darf ihn beschützen. Nie hätte ich gedacht, dass ich so eine aufregende große Aufgabe bekomme. Ich danke Dir Fridolin, für Deine Hilfe und wünsche Dir nun einen gesegneten Winterschlaf.“
 
Erzähler:
 
Jonathan flog langsam und behutsam in den Stall und wich ab sofort dem kleinen Königskind, welches den Namen Jesus bekam, nicht mehr von der Seite. Fridolin war sichtlich berührt und tapste auf seinen kleinen Mausepfötchen zurück zu dem großen Felsen. Dann schlüpfte er durch das Mauseloch in den kleinen engen, etwas matschigen Gang und kroch weit unter die Erde, in das Mäusenest zu seinen Eltern und Geschwistern. Es dauerte nicht lange und er schlief tief und fest ein.
 
Im nächsten Frühjahr, als die Sonne langsam die Erde erwärmte, wurde er wieder wach. Er kroch nach oben, blinzelte in die Sonne und war sich gar nicht mehr so sicher, ob das alles nicht einfach nur ein wunderschöner Traum gewesen war.
 
Frohe Weihnachten!  
  
    © Marie Luise v. .. *********************************************

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