Marie (adel-verpflichtet) "Unser Himmel ist derselbe"
 
 

Die Götter müssen verrückt sein ^^ Teil 2

"Als ich ein Kind war, sprachen die Leute nicht über Wunder, ich war mir nicht sicher, ob ich verstand, was Wunder sind oder ob ich an sie glaubte.

Als Wunder bezeichnet man etwas, das mit den Gesetzen der Natur und der Wissenschaft nicht zu erklären ist. Doch wie erklärt man sie dann? Wie passieren sie? Wer oder was steckt dahinter?"

 Afrika – Zimbabwe Teil 2

Unsere Mission: Neben der Aufrechthaltung der Patenschaft zu Nyanyadzi und der Überbringung von einigen Spenden, die in der Form von Schulmaterialen, Medikamenten, Kleidung und Grundnahrungsmittel bestanden, ging es auch überwiegend um die Vermittlung von Hygiene und Verhütung. Das mit größte Problem dieses Landes.

Die Schulungen, die wir vor unserer Abreise nach Zimbabwe durchlaufen haben, waren umfangreich und sicherlich sehr gut aufgebaut und konnten auch die Problematik authentisch vermitteln. Jedoch war es im Gegensatz zu dem, was wir vorfanden ein kleiner Tropfen auf den bewährten heißen Stein. Die Erwartungen die wir uns in unseren Köpfen ausmalten und das, was wir letztendlich vorfanden und erlebten, war von Gegensätzlichkeit fast nicht zu überbieten. Viele Bilder sind mir heute noch im Kopf und haben sich auf ewig eingeprägt, so, als wäre es erst wenige Monate her. Es macht schon einen Unterschied, ob man als Normalreisender oder eben als Mitglied einer Hilfsorganisation in einem hilfebedürftigen Land unterwegs ist und somit an Stellen kommt, die, wie soll ich es sagen, offiziell nicht existieren. Aber sie existierten und diese Missstände waren und sind nicht von der Hand zu weisen.

Im Groben wussten wir ja, wie sich dieses Dorf zusammensetzte, wie die Häuser aussahen, wie das Leben dort allgemein funktionierte. Eine neue Schule wurde bereits vor einigen Jahren mit Hilfe unserer Patenschaft gebaut. Die Unterrichtung der Schüler funktionierte dort nur ganz viel anders als bei uns. Die neue Schule war nun ein festes Gebäude, welches die Kinder vor jedem Wetter schützte. Und das war so sehr nötig.

Mich selbst erfasst immer das kalte Grauen, wenn ich mal einen Bericht im Fernsehen verfolge, wo „Prominente“ sich mit halb verhungerten Kindern im Staub der Straßen filmen lassen. Ich frage mich, was das soll? Was ist das denn für eine Prestige-Scheiße? Besser wäre es doch, sich einfach mal mit den Missständen auf Augenhöhe zu begeben und sich auch mal die Hände dreckig zu machen, um da anzupacken wo Hilfe Not tut. Aber bitte dann ohne Kameras und Medien. Es läuft so verdammt viel falsch.

Die Kindersterblichkeit lag zu der Zeit, die ich in Zimbabwe verbrachte bei ca. 50%. Das ist ein Wert, den man sich mal ausgiebig verinnerlichen sollte. Übersetzt heißt das also, jedes 2. Kind wird nicht überleben, nicht älter werden als 2-3 Jahre, wenn es denn das Säuglingsalter überhaupt übersteht. Eine Tatsache die unfassbar ist und so einfach nicht sein darf und sollte. Das größte Defizit liegt in der Hygiene und in der Ernährung. Eine Mission die unendlich schwierig ist und die behutsam anzugehen ist. Die Welt konnte und kann ich sicherlich nicht retten, ganz sicher nicht. Auch nicht gemeinsam mit unserer Gruppe. Das war auch nicht das Ziel. Aber ein kleines bisschen etwas an Ort und Stelle bewirken, auch wenn es nur ein winzig kleiner Bruchteil auf dieser großen Welt darstellte, dass konnten wir. Und alleine das war ein Meilenstein, der in diesem Dorf, wo wir die meiste Zeit verbrachten, vieles in eine neue Richtung lenkte.

Aber alles nach und nach……..

Das witzige an so einer zusammengewürfelten Gruppe ist ja die Individualität der einzelnen Personen. Da waren erstmal die beiden Ärzte. Zwei ziemlich lustige und lockere Vertreter. Die beiden waren sehr weltoffen, nicht abgehoben, normale realistische Menschen. Die Krankenschwester war da schon etwas schwieriger. Sie gönnte keinem so wirklich was und hatte wohl ein Auge auf die beiden Ärzte geworfen, was im Laufe der Wochen, immer mal zu merkwürdigen Situationen, bis hin zu lebensgefährlichen Aktionen führte. Kurz gesagt, sie war mit die schwierigste Person in dieser Gruppe. Ich hatte mich zwischenzeitlich immer mal wieder gefragt warum sie überhaupt dabei war, denn so wirklich eine Bereicherung stellte sie nicht da, eher im Gegenteil. 😉 Der Lehrer war so ein ganz netter, aber eben ein Lehrer. Wusste alles besser und konnte alles besser. Aber im Endeffekt kam jeder dann doch ganz gut mit ihm klar. Dann gab es noch die beiden Krankenpfleger. Einer davon, mein seit vielen Jahren wirklich bester Freund. Liebenswert bis zum Mond und wieder zurück, und auch ansonsten ein Pfundskerl. Naja, gut ich sag´s gleich, er ist schwul. Aber er ist nicht so ein Übertriebener, sondern so einer, dem man das nicht gleich anmerkt. 😉 Was auch für dieses Land wirklich besser war, denn Homosexualität wurde dort hart bestraft und verfolgt. Der andere Pfleger war eher ein sehr ruhiger, dem man jedes Wort aus der Nase ziehen musste. Mal selbst Initiative für etwas zu ergreifen, dass gab es eigentlich für ihn nicht. Haste ihm gesagt, was er machen sollte, war das ok. Aber selbstständig, nö, da säßen wir heute wohl noch in Afrika. Ja, und dann war dann halt noch ich. Medizinstudentin, gerade das Physikum bestanden, ziemlich motiviert, ausgebildete medizinische Fachangestellte und Rettungssanitäterin. Dazu noch ziemlich „unpingelig“ im Gegensatz zu anderen Teilnehmern. Ich war schon immer die, die gerne beobachtete, sehr viel mitbekam, obwohl sich so mancher oder manche in Sicherheit wog. 😉 Also so wie immer halt. Ein bunter Haufen Individualisten, jeder auf seine ganz eigene Weise, die Konstellation nicht immer ganz einfach.

Aber nun weiter………………

 


 

Nach unserer doch sehr abenteuerlichen Anreise wurden wir herzlich empfangen. Eigentlich wurden wir wohl schon in den frühen Morgenstunden erwartet, aber der Verlust des Rades ließ uns einige Stunden zurückfallen. 😉 Die Hauptsache war, dass wir überhaupt ankamen, was wohl auch nicht so ganz selbstverständlich war.

Der Empfang war typisch afrikanisch. Eine Gruppe von Männern und Frauen begrüßten uns in der Dorfmitte in ihren traditionellen Kleidern und tanzten und sangen. Kennt man ja so nur aus dem Fernsehen, aber es war wirklich so und es beeindruckte enorm. Ein Freudenstanz zu unseren Ehren. Jedenfalls nahmen wir an, dass sie sich freuten. 😉

Nachdem die ersten Feierlichkeiten vorüber waren, wurde natürlich auch etwas gegessen. Es handelte sich wohl um einen Getreidebrei. Völlig in Ordnung und wir konnten ihn wirklich gut essen. Wie schon erwähnt, über Zubereitung etc. nicht großartig nachdenken, sondern einfach essen. Alles andere ist dann einfach nicht förderlich. 😉 Von unseren mitteleuropäischen Standards der Superlative mussten wir ziemlich spontan und ohne lange zu hadern Abschied nehmen. Funktionierte auch meistens. Oder sagen wir es so, bei den Meisten. 😉

Anschließend bezogen wir dann unser Quartier. Wir hatten alle gemeinsam eine Unterkunft. Dies sollte, bei erwachsenen weltoffenen Menschen, eigentlich funktionieren. Was es auch größtenteils tat. Selbstverständlich gab es in der Unterkunft weder Wasser noch Strom. Es gab sowas wie ein Bett, ja, das war´s. Die Betten entsprachen auch nicht wirklich dem, was wir so unter einem Bett verstehen. Es waren eher zusammengepresste Strohhaufen, die erahnen ließen, das wir darauf wohl schlafen sollten. Jedenfalls wäre dann die Alternative der Naturboden gewesen. Und eins dürfte wohl gewiss sein, der Strohhaufen war definitiv die bessere Variante.

Die Vollkrise bekamen die Krankenschwester und Mr. Pingelig. Total berechenbar und erwartet. Wie die Unterkünfte von außen aussahen wussten wir von Bildern, der Innenbereich war dann für uns alle Überraschung. Die Strohhaufen piekten schon enorm, aber so irgendwie mussten wir uns wohl damit arrangieren. Jeder hatte einen Schlafsack und ich sogar ein Kissen 😉dabei. Die Alternative der Krankenschwester, doch mit dem Boden Vorlieb zu nehmen, fand nach kurzer Zeit ein jähes Ende, als nämlich die Mitbewohner dieses Hauses in Form von Termiten unerschrocken ihren Weg kreuzten. Auch in den Strohhaufen krabbelte es hier und da munter umher. 😉

So ganz geheuer war mir das auch nicht, alles andere wäre wohl auch seltsam, aber es war mir schon klar, eine andere Wahl hatte ich nicht, ich wusste das es nicht einfach werden würde, dass ich an Grenzen stoßen würde, aber doch ganz sicher nicht gleich am zweiten Tag, wegen so ein paar Krabbelviechern. Es war mir schon bewusst, dass da wohl noch ein paar ganz andere Dinge kommen würden, die durchaus schwieriger werden würden.

In erster Linie galt es, sich irgendwie mit den Begebenheiten zu organisieren. Wasser gab es nur am Ortsrand des Kerndorfes, welches von einer Quelle umgeleitet und an drei Stellen im Dorf gesammelt wurde, einen kleinen Brunnen gab es noch oder dann eben der Fluss. Also mussten wir erstmal sehen, wie das mit dem Waschen so gehandhabt wurde. Zweimal duschen am Tag, war dann schon mal nicht mehr drin. 😉 Ich gebe offen zu, dass war anfangs mein aller größtes Problem. Idiotisch, aber da tat ich mir schon schwer. Gerade im Sommer bin ich so der Morgens-nach-dem-Aufstehen und Abends-nach-der Arbeit-Duscher. Wasser ist dort absolute Mangelware. Gerade in der Dürrezeit. Daher hätte es auch keiner von uns gewagt, da ausgelassen Wasser zu verplempern. Somit ging es tapfer einmal am Tag zum Fluss runter und da wurde sich eben dort gewaschen. Irgendwie halt. Und es funktionierte. Es war immer ein etwas mühsamer Fußmarsch und alleine sollte sowieso keiner von uns unterwegs sein.

Die Toilette war natürlich auch so ein Ding. Weit entfernt von unseren Toiletten oder dem, was wir darunter verstehen. Erdloch wäre wohl der passende Ausdruck. Kleiner Bretterverschlag drum herum. Fertig. Gefühlten 5 Milliarden Fliegen gefiel das unheimlich gut. 😉 Natürlich war das alles ein ziemliches Stück von den Häusern entfernt. Das Festival der Fliegen erklärt es. Somit wurde auch ein Toilettengang zu einer logistisch geplanten Angelegenheit. Zwei unserer Mitbestreiter weigerten sich überhaupt auf die Toilette gehen zu müssen. Fand ich interessant. Es gibt Dinge, da kommt wohl wirklich keiner gegen an. Und es war eben nur diese bestimmte Frage der Zeit. Ja und siehe da, kaum ein paar Stunden später benutzten auch die letzten Beiden unserer Truppe dieses Naturklo, ebenfalls unter ständiger Beobachtung von 10 Milliarden Augen. 😉

Die erste Nacht im Bus war schon wirklich sehr anstrengend, jedenfalls hatte ich das bis dahin so angenommen. Die zweite Nacht in der Unterkunft, toppte dies allerdings nochmal deutlich. Strom hatten wir nicht, somit war es dann irgendwann komplett dunkel. Und dunkel, war auch dunkel. Nicht nur ein bißchen, nein, es war wirklich rabenschwarze Nacht.

Als erstes hatte sich die Krankenschwester verkalkuliert und musste dann nochmal austreten. Glücklicherweise waren wir zu diesem Zeitpunkt alle noch im Besitz einer Taschenlampe. Da ja keiner alleine darum irren sollte und auch nicht wollte, musste ich also mit. Dieses Unterfangen gestaltete sich etwas mühsam und die Krankenschwester stellte sich auch weiterhin gewaltig an, zumal sie jetzt nicht mal sah, was da auf der Toilette noch so rumlungerte, aber da konnte ich ihr dann auch nicht helfen.

Von unserem Ausflug wieder wohlbehalten in der Unterkunft zurück, ging das nächste Drama los. Es krabbelte und surrte eben überall was. Das beunruhigte mich selbst auch etwas. Aber irgendwie war ich dann einfach nur noch erledigt und es war mir ziemlich egal, was für einen Zirkus die anderen da noch veranstalteten. Meinem „Freund“ konnte ich ja schon mal sagen, dass er sich nicht so anstellen sollte, da wir uns schon Ewigkeiten kannten, aber bei der Krankenschwester war ich anfangs schon noch etwas vorsichtig. Anfangs! 😉 Den Ärzten und den beiden anderen war es ziemlich egal, obwohl der Lehrer immer mal wieder einige schlauen Erkenntnisse kundtat. Davon suchten die Krabbeltiere auch nicht das Weite. Egal, ich wollte einfach nur noch schlafen, sollte es krabbeln wie es wollte.

Zwei Stunden später waren dann nach einem grellen Schrei alle wieder wach. Nachdem dann irgendeiner von uns es schaffte eine Taschenlampe in Betrieb zu nehmen, um nachzusehen was denn nun wieder los war, mussten wir, bis auf zwei, einfach nur noch lachen. Drei Ziegen hatten sich ihren Weg in unsere Unterkunft gebahnt und eine lag mit ihrem Kopf neben der Krankenschwester. Es trifft dann halt auch immer die Richtigen! Ich find´s heute noch sehr lustig. 😉 Die war allerdings dermaßen panisch, dass sie dann nur noch heulte, mein „Freund“ saß da und starrte nur noch irre in eine Ecke. Was für ein Anfang! Die Ziegen schliefen wohl normalerweise auf den Strohhaufen, wo wir uns nun drauf breit gemacht hatten. Das fanden die dann wohl auch nicht so ganz toll. Nachdem wir die Ziegen wieder rausgescheucht hatten, was gar nicht so einfach war, versuchten wir noch wenigstens ein bisschen Schlaf zu bekommen.

Wir waren gerade zwei Tage in diesem Land, unter dem Namen einer international bekannten Hilfsorganisation und stellten uns zum Teil an wie die letzten Vollidioten. 😉 Dabei waren wir dorthin gereist um zu helfen, zu unterstützen und um Prävention in einigen Bereichen zu erwirken. Ich frage mich heute immer noch, warum solche Personen, wie z. B. die Krankenschwester, überhaupt solche Missionen begleiteten. Ich blick´s bis heute nicht! Mein „Freund“, gut, der wurde dann mit der Zeit entspannter und lacht heute noch mit seinem Mann 😉 sehr oft darüber, wie er sich anfangs zum Affen gemacht hatte. Denn eigentlich ist er schon relativ unerschrocken und für jeden Scheiß´ zu haben.

Die erste Nacht im Dorf haben wir dann natürlich wundersamer Weise doch alle überlebt, trotz Krabbeltieren und Ziegen die ihr Heim verteidigen wollten. Zum Frühstück gab es dann wieder den Getreidebrei. Brot und solche Dinge, kennen die gar nicht in der Form, wie wir es kennen.

Am Vormittag übergaben wir dann die Hilfsgüter an die Schule und dem Arzt im Dorf. Es war beklemmend, als wir im Kreise der Kinder saßen, die sich wirklich freuten und uns mit unserer hellen Haut sehr seltsam fanden. Einige kamen und versuchten die helle Farbe abzuribbeln. Das war dann der Startschuss für unseren Lehrer. 😉 Der erklärte dann fleißig und in einer unendlich ausdauernden Hingabe, dass es eben verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben auf der Welt gäbe. Die Kinder waren wirklich begeistert.

Zum Abschluss spielten wir dann noch so etwas wie Fussball und natürlich wollte jede Mannschaft ein paar weiße Spieler dabei haben. 😉 Wenn die Welt doch überall so simpel gestrickt wäre. Ich glaube ganz sicher, auch wenn die Lebensumstände dort wahnsinnig schwer und teilweise schrecklich sind, die Menschen sind dort im gesamten sehr viel glücklicher und zufriedener.

Diese Fussballspiele fanden dann natürlich öfters statt. Am Nachmittag fuhren wir dann zu einem etwas abgelegeneren Ort, wo die Kranken behandelt wurden. Dort ging dann unsere Arbeit erst richtig los.

Fortsetzung folgt………….

 

6.6.17 23:27

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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


padernosder (7.6.17 06:45)
Hallo Marie,

der Wahnsinn geht weiter! ;-) Also ich bin ja froh, "so etwas" einmal aus "erster Hand" erzählt zu bekommen. Was ich dazu im Einzelnen denke, ist vielfältig, aber weniger wichtig.

Jedenfalls wird mir klar, daß der Grundsatz "Hilfe zur Selbsthilfe" der richtige ist, wenn es darum geht, die Lebensbedingungen in einer uns "fremden Welt" zu verbessern.

Wer einen Blick auf ein kleines Dorf wirft, sollte aber auch ein Auge für das Land als Ganzes haben. Wie sollen solch arme Länder je "auf die Beine" kommen?

Ein Volk, das nicht verhindern kann, daß die Hälfte seiner Kinder wegstirbt, hat das überhaupt eine Chance?


Mausi / Website (7.6.17 07:46)
Moin liebe Marie,
ich habe schon immer diese Promis angezweifelt, wenn sie sich als "mildtätig" präsentieren. Durch Dich weiß ich jetzt wirklich Bescheid, danke!
LG Helga


ide02 / Website (7.6.17 09:02)
Das ist genau das, was ich gestern schon in meinem Kommentar meinte: Du hast die Menschen und deren Kultur "richtig" erlebt. Warst dabei. Hast für eine zeitlang in ihrer Welt gelebt. Das sind Erfahrungen, die einem keiner nehmen kann. Unbezahlbar sowas.
Von Weitem vermutet würde ich auch sagen, dass mein größtes Problem wohl in den Hygienebereichen (Klo, Dusche) gelegen hätte. Aber, ich selbst hätte irgendwann festgestellt: Das Leben geht trotzdem weiter. Man stirbt z.B. nicht davon, dass Millionen von Fliegen auf dem Klo auf einem warten. Davon ab: Früher gab es das ja auch hier. Die Plumpsklostories finde ich jedenfalls auch immer erschreckend, aber gleichzeitig auch irgendwie lustig. Jedenfalls, in anderen Worten: Man gewöhnt sich daran und stellt fest, dass es doch geht.
Hast du für dich festgestellt, nachdem du zurück warst, dass du vieles hier anders wahrgenommen hast? Auch mehr wertgeschätzt hast? Oder es dann sogar als falsch empfunden hast?


Mirco / Website (12.6.17 08:37)
Das sind wahnsinnig interessante Zeilen.
Du beschreibst es so wunderschön, dass man sich nahezu nach Afrika versetzt fühlt.

Freu mich schon auf Teil 4...

Liebe Grüße aus Ningbo

Mirco

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