Marie (adel-verpflichtet) "Unser Himmel ist derselbe"
 
 

Und wiedermal wird es Weihnachten....

"Die Geburt Jesu ist keine einmalige Geschichte, sondern ein Geschenk, dass immer bleibt." (Martin Luther)

 

So ein kleines Lebenszeichen möchte ich nun doch in den letzten Tagen des Jahres von mir geben. Ich weiß das ich gerade etwas schludere. Natürlich wird es zum Jahresende auch noch einen Jahresabschlussbericht geben. ;-))

Es gibt mich noch, bis auf eine Grippe, geht es mir den Umständen entsprechend gut. Meine Arbeit kostet mich viel Kraft und sehr viel Zeit, den Rest raubt dann noch meine Familie. Also alles in allem, alles wie immer. ;-)

Ich wünsche Euch allen von Herzen ein gesegnetes, frohes, stressfreies und hoffentlich gesundes Weihnachtsfest. Lasst es Euch gut gehen, schlagt nicht zu sehr über die Stränge. ;-)

Als kleine Erinnerung aus dem letzten Jahr, nochmal meine ganz persönliche Weihnachtsgeschichte. Ich dachte mir so, dass Rad brauche ich dieses Jahr nicht neu erfinden und somit nochmals viel Spaß damit.

Dieses Jahr wird meine Geschichte als Krippenspiel hier in unserer Gemeinde umgesetzt. Ich bin schon sehr gespannt.

Alles Liebe, Marie!

 

 Erzähler:

Wie an jedem Tag, versammelten sich die Engel, um in die Welt geschickt zu werden, und um dort als Schutzengel ihre Arbeit bei den neugeborenen Kindern aufzunehmen. Jedes Kind, das geboren wird, bekommt seinen eigenen Schutzengel. Jeder Engel, der sich auf den Weg machte, wusste wohin er musste. Petrus rief immer jeden einzelnen der Engel zu sich und erklärte ihm seine künftige Aufgabe. Natürlich waren die Aufgaben der Engel unterschiedlich, denn jedes Kind ist anders, manche sind laut, manche sind leise, manche sind stürmisch oder schüchtern, aber es gibt auch manchmal kranke Kinder. Die einen Engel haben alle Hände voll zu tun und wiederum andere langweilen sich ein bisschen. Und dann gab es noch Jonathan. Er war erst vor kurzer Zeit wieder zurückgekehrt ins Wolkenland, da sein Kind, welches er beschützte so sehr krank war, dass es starb. Darüber war er sehr traurig, aber er hoffte, dass er bald wieder einem Kind ein guter Begleiter sein konnte.

Nach und nach flogen die meisten Engel davon. Jonathan wartete noch immer, er galt immer als etwas stur und eigensinnig und meistens verschlief er, wenn es im Wolkenland etwas zu tun gab.

Aber dann hörte er das „Klingeling“, und genau bei diesem „Klingeling“ wusste er, nun ist Eile geboten und er musste schleunigst zum Himmelstor, da eine neue Aufgabe auf ihn wartete.

 

Im Zwiegespräch Jonathan und Petrus:

Petrus: „Jonathan, heute habe ich eine besondere Aufgabe für Dich. Es ist noch nicht ganz klar, wo das Kind geboren werden wird, für das Du ab sofort verantwortlich sein wirst.“

Jonathan: „Aber Petrus, wie soll ich dann rechtzeitig am richtigen Ort sein, wenn das Kind auf die Welt kommt?“

Petrus: „Keine Sorge, dort hinten siehst Du einen großen hellen Stern mit einem langen Schweif. Folge ihm. Er wird langsamer und langsamer werden und wenn der richtige Zeitpunkt und der richtige Ort erreicht ist, wird er stehen bleiben.“

Jonathan: „Warum bekomme ich so eine schwierige Aufgabe?“

Petrus: „Weil ich mir sicher bin, dass Du es kannst und das genau Du der richtige kleine Engel für diese Aufgabe bist. Dort wird ein König geboren, der den Menschen Glaube, Hoffnung und Liebe schenken wird.“

Jonathan: „Ein König? Ich bin nur ein kleiner Engel, wie soll ich auf einen König aufpassen?“

Petrus: „Es ist ein kleiner König, genau richtig für einen kleinen Engel, Du wirst sehen, dass Du der Richtige dafür bist. Und nun mach Dich auf den Weg.“

 

Erzähler:

Der kleine Engel schritt durch das Himmeltor, kletterte ein Stückchen die Himmelsleiter hinunter und flog dem hellen Stern entgegen. Anfangs hatte dieser Stern ein ganz schönes Tempo drauf, aber dann wurde er etwas langsamer und siehe da, plötzlich blieb er stehen.

Jonathan war erst unsicher und wusste nicht so recht weiter. Aber dann fasste er sich seinen ganzen Mut zusammen und schwebte langsam auf die Erde hinunter.

 

Jonathan: (im Selbstgespräch)

„Na sowas“, dachte Jonathan laut. „Nirgends ein Schloss oder ein Palast. Es war doch von einem neuen König die Rede. Sowas blödes, jetzt habe ich mich doch wieder verflogen und bin am Ende dem falschen Stern gefolgt. Besondere Aufgabe, dass ich nicht lache.“

 

Erzähler:

Jonathan war traurig und auch ein bisschen wütend auf sich selbst. Nichts konnte er gut genug machen. Er setzte sich auf einen Felsen, verschränkte die Arme und schaute ratlos in den Sternenhimmel.

Auf einmal bemerkte er neben sich eine kleine Maus.

 

Im Zwiegespräch Jonathan und Fridolin (Maus):

Jonathan: „Wer bist Du denn?“

Maus: „Ich bin Fridolin und wer bist Du?“

Jonathan: „Ich bin der kleine Schutzengel Jonathan, Du bist eine Maus, warum machst Du keinen Winterschlaf?“

Fridolin: „Ach weißt Du, irgendwie konnte ich nicht in den Schlaf finden, meine Mäusefamilie liegt hier unter uns eingekuschelt zusammen und schläft und ich kann einfach nicht einschlafen. Da bin ich nach oben gekrabbelt, habe mich ein bisschen in der Gegend umgesehen und dann habe ich mir die Sterne betrachtet.“

Jonathan: „Du hast es gut, Du hast Deine Mäusefamilie und weißt wo Du hingehörst, aber ich, ich soll einen König finden und künftig an seiner Seite sein. Aber siehst Du hier irgendwo einen kleinen König, ein Schloss oder einen Palast?“

Fridolin: „Nein, dass sehe ich nicht. Hier gibt es nur einfache Häuser und Hütten, dort vorne ist eine kleine Gastwirtschaft und hinten im Hof ein paar ärmliche Ställe. Wo soll denn Dein König sein?“

Jonathan: „Ja da fragst Du mich was. Wahrscheinlich hat Petrus mir das gesagt, aber ich kann mir das immer so schlecht merken und weiß nur noch, dass ich dem großen hellen Stern folgen sollte und wenn er stehen bleibt, sollte dort mein König geboren werden.“

Fridolin: „Warte, dort vorne in den Ställen wird gerade ein Kind geboren. Aber ich glaube nicht, dass das Dein Königskind ist. Die Eltern sind arm und kamen auf einem Esel aus einem weitentfernten Dorf.“

Jonathan: „Das ist aber komisch, dann wird sicher hier noch ein kleiner Schutzengel unterwegs sein.“

Fridolin: „Ich konnte keinen sehen, weißt Du was, wenn Du Deinen König nicht findest, dann beschütze Du doch einfach dieses Kind. Es darf doch nicht sein, dass ein Kind ohne Schutzengel auf die Welt kommt.“

Jonathan: „Das ist gar keine so schlechte Idee, dann lass uns mal zum Stall laufen und falls doch ein anderer Engel eingeteilt wurde, kann ich ja immer noch verschwinden.“

 

Erzähler:

Die Beiden liefen zum Stall hinüber und schauten durch zwei große Astlöcher in den Stall. Dort sahen sie den Esel und einen Ochsen im Stroh liegen. Nicht weit davon, lag einer kleiner Junge in einer notdürftig zusammengezimmerten Krippe. Daneben saßen Josef und Maria.

Plötzlich wurde der große Stern noch heller und drei Könige aus dem Morgenland kamen in den Stall. Sie brachten dem kleinen Kind Gold, Myrrhe, Weihrauch und viele Früchte, verbeugten sich und küssten seine kleinen Händchen.

Jonathan und Fridolin staunten nicht schlecht. Rundherum auf den Feldern standen die Hirten mit ihren Schafen und schauten hinauf zu dem hellen großen Stern. Dann kamen auch sie zu dem Stall und brachten dem Kind all` ihre Sachen, die sie bei sich hatten, Wasser, Brot, Käse und Milch. Dann knieten auch sie nieder.

 

Im Zwiegespräch, Fridolin und Jonathan:

Jonathan: „Du Fridolin, ich glaube, ich bin doch nicht dem falschen Stern gefolgt. Ich glaube das hier ist mein kleiner König. Ein König, der den Menschen Glaube, Hoffnung und Liebe bringen soll, sie darin bestärken und auch belehren wird.“

Fridolin: „Jawohl, das ist Dein kleiner König und Du bist nun sein Schutzengel, ich bin so stolz auf Dich, Jonathan.“

Jonathan: „Ich ganz alleine darf ihn beschützen. Nie hätte ich gedacht, dass ich so eine aufregende große Aufgabe bekomme. Ich danke Dir Fridolin, für Deine Hilfe und wünsche Dir nun einen gesegneten Winterschlaf.“

 

Erzähler:

Jonathan flog langsam und behutsam in den Stall und wich ab sofort dem kleinen Königskind, welches den Namen Jesus bekam, nicht mehr von der Seite.

Fridolin war sichtlich berührt und tapste auf seinen kleinen Mausepfötchen zurück zu dem großen Felsen. Dann schlüpfte er durch das Mauseloch in den kleinen engen, etwas matschigen Gang und kroch weit unter der Erde, in das Mäusenest zu seinen Eltern und Geschwistern. Es dauerte nicht lange und er schlief tief und fest ein.

Im nächsten Frühjahr, als die Sonne langsam die Erde erwärmte, wurde er wieder wach. Er kroch nach oben, blinzelte in die Sonne und war sich gar nicht mehr so sicher, ob das alles nicht einfach nur ein wunderschöner Traum gewesen war.

Frohe Weihnachten!

 

©Marie Luise

 

19.12.18 16:35

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bisher 7 Kommentar(e)     TrackBack-URL


gebsy (19.12.18 20:50)
Liebe Marie, eine gnadenreiche Zeit der Menschwerdung!


padernosder (20.12.18 10:39)
Hallo Marie,

anhand Deines Beitrags kann ich meine Meinung auf den Punkt bringen: Weihnachten ist ein Geburtstagsfest. Kein Mensch wußte "damals", was kommen wird, daß der liebe Kleine in der Krippe mal als "Staatsfeind" ans Kreuz geschlagen wird.

Weihnachten hat seine größte Faszination für Kinder, solange sie die Geschichte vom Weihnachtsmann und dem Christkind glauben können. Ich hingegen will von guten Wünschen absehen. Diese "verklärte Weihnachts-Stimmung" kommt mir doch zu verlogen vor, angesichts des menschlichen Elends, z.B. im Jemen (Hunger und Krieg) und im Libanon (Flüchtlinge).

Dennoch hoffe ich, daß Du gut über diese manchmal "langen und stillen" Tage hinwegkommst, die vielleicht auch Deinen Tatendrang "einbremsen". ;-)


Maccabros (20.12.18 13:09)
Wieder sehr schön und es das mit der Umsetzung ist schön

es ist nicht verlogen, selbst im Hinblick auf die Kriesen der Welt, wenn ich Dir und Deiner Familie erholsame und schöne Feiertage wünsche, egal wie Ihr sie auch begehen mögt...

LG

Maccabros


Indianwinter (20.12.18 14:22)
Hallo Marie,

ein schöner Eintrag von dir, auch das Zitat von Martin Luther gefällt mir gut.

Elend und Leid gab es schon immer und-es wird es immer geben.
ich denke, es ist nur zu verständlich, dass man sich zu gewissen Zeiten einfach auch mal ausklinken und für sich selbst ein Stück weit Ruhe und Frieden und etwas Besinnlichkeit erfahren möchte- besonders ausgeprägt natürlich in dieser Weihnachtszeit.
Und das sollte man sich auch gönnen, denn es gibt Kraft für den weiteren Weg. Sich selbst Gutes zu versagen, hilft leider keinem Anderen.

Ein friedliches und erholsames Weihnachtsfest für dich und deine Familie wünsche ich dir
bis dann, LG :D


Faradei (21.12.18 22:44)
Liebe Marie, es ist das Licht der Weihnacht welches in dir und aus dir wirken, leuchten und sein möge. Damit soll dir ein gutes neues Jahr gelingen. Es entspräche meinem herzlichen Wunsch.


Waffelmann / Website (22.12.18 05:43)
Dein Krippenspiel gefällt mir sehr gut!

Ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundheitlich durchweg positives 2019 wünsche ich Dir!

Herzliche Grüße!


pally (1.1.19 14:23)
Hallo Marie, ich wünsche Dir auf diesem Wege ein gutes, zufriedenes und hoffentlich gesundes Jahr 2019. Die Weihnachtsgeschichte als Krippenspiel überarbeitet finde ich toll. Als meine Kinder noch klein waren, habe ich mich auch dazu hinreißen lassen. Jetzt gibt´ s leider keine Gelegenheit mehr dazu. Nun wollen wir mal sehen, was das neue Jahr für Überraschungen für uns bereit hält. Machen wir das Beste daraus!
In diesem Sinne, lG. Pally

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