Marie (adel-verpflichtet) "Unser Himmel ist derselbe"
 
 

Ich hab´ein Haus, ein Äffchen und ein Pferd ^^

„Noch habe ich mehr Träume in meiner Seele, als die Wirklichkeit mir zerstören kann.“

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Manchmal ist es schon so, man liest in einem anderen Blog und wird durch den einen oder anderen Schlüsselpunkt zu einigen tiefgründigen Gedanken animiert. In ein paar Wochen werde ich 44. Eigentlich ein Alter, dass noch nicht so ganz entfernt von „Gut und Böse“ sein sollte. Der Standard geht in diesem Alter wohl dahin, dass in einer regulären Familienplanung, mit Haus, Mann und Kindern, dass Gröbste wohl geschafft wäre und nun der etwas entspanntere Teil des Familienlebens auf dem Plan stände. Ja, normalerweise, bei normalen Menschen, aber mit der Normalität hatte ich ja schon immer meine Schwierigkeiten. Außerdem gäbe es dann noch eindeutig zu definieren, was ist eigentlich „normal“ und was wiederum nicht?

Viele Freunde und Bekannte leben in und mit diesem Schema. Das ist auch alles schön und gut, wenn es denn funktioniert und ich verteufele ganz sicher diesen Grundsatz, der wohl für viele gelten mag, nicht. Allerdings verlief mein eigenes Leben schon immer ein wenig anders. Sei es, da ich zu einer etwas „anderen“ Familie gehörte, da der Storch da schon nicht ganz bei Trost war und die Kurve nicht gekriegt hat oder weil ich es immer wieder schaffte, einigen Dingen etwas mehr Schwung zu verleihen.

Mein Onkel hat mir ja schon immer eine gewisse Boshaftigkeit nachgesagt. Aber ich glaube das lag und liegt an seiner Hilfslosigkeit mit gewissen Situationen angemessen umgehen zu können. Aber gut, so manches Mal wollte ich auch nicht in seinen Schuhen gesteckt haben. Und gibt es wirklich böse Kinder? Ich glaube, nein, eigentlich bin ich davon überzeugt, dass Kinder das vorgelebte Leben ihrer Bezugspersonen bis zu einem gewissen Grat wiederspiegeln und natürlich mit ihren Möglichkeiten auch mal versuchen, eine andere Wendung zu erreichen. Klappt nur meistens nicht und wer hört schon auf ein kleines Kind, dass nur „Dummheiten“ im Kopf hat. ;-)

Allerdings gibt es dann auch jene Kinder, die nicht alles mit sich machen lassen, eine hochgradige Sensibilität in sich tragen und ganz deutlich merken, dass da was gewaltig schief läuft. Im „kleinen Mädchenalter“ wollten meine Freundinnen immer zu mir kommen, weil es ja natürlich toll war, in einem „Schloss“ zu wohnen. Das „Schloss“, welches im Endeffekt ein großes Hofgut mit einer alten Burg war und bis heute ist, hatte nur recht wenig mit einem Märchenschloss zu tun. Es gab unzählige Misthaufen, einen riesigen Hühnerstall, der auch nicht immer sonderlich fein gerochen hat, außerdem konnten die Hühner ganz schön fies picken und die Hähne waren meistens auch sehr angriffslustig. Das dazugehörige Gestüt war dann schon eher etwas hochherrschaftlich, allerdings wurde da auch recht gut aufgepasst. Es gibt so viele Ecken und geheime Orte dort, die viele unzählige Erinnerungen mit sich tragen. Wenn ich heute dort ab und zu mal bin und durch den Park und die alten Mauern gehe, genieße ich jeden Augenblick. Zum einen ein Leben, welches sicher in vielen Dingen nicht schöner und freier hätte sein können, zum anderen ein Leben, welches unter vielen Zwängen und Pflichten stand und zum Teil bis heute noch steht. Jedenfalls dieser Teil, den ich wohl manchmal aus Routine unbewusst zu lasse.

Meine Abenteuerwelt die nur dort existierte, würde ich nur ungern austauschen, obwohl ich mich als Kind ganz oft nach einer ganz normalen Familie, mit Eltern, Bruder und Hund im kleinen Einfamilienhaus sehnte und ich da, auch wenn es kaum vorstellbar ist, auch manchmal neidisch auf meine Freundinnen war, die genau das hatten. Ja, lange ist es schon her und durch den vorhin gelesenen Blogeintrag, ist mir bewusst geworden, dass ich wohl einen Großteil meines Lebens bereits gelebt habe. Ich glaube nicht, dass ich 80 Jahre alt werde. Das halte ich derzeit für unrealistisch, selbst wenn ich diesen Krebs besiege. Aber ich glaube schon, dass ich einige gute Dinge erreicht habe, auch wenn eben mein Leben deutlich vom Standard abgewichen ist.

So heimlich musste ich ja schon immer etwas in mich hineinschmunzeln, als bei einigen meiner Freunde die gezielte Familienplanung losging. Erst wurde geheiratet, Haus gebaut, solide sichere Jobs erstrebt und als i-Tüpfelchen sollten dann noch die Kinder dazu auf den Plan gerufen werden. Was dann natürlich auf Kommando meistens nicht auf Anhieb klappte. ;-)

„Ich hab ein Haus, ein Äffchen und ein Pferd!“ ;-)

Und in diesem Punkt ist ja der Mensch recht einfach gestrickt, die Überzeugung, „einmal“ Sex und schon gibt es Nachwuchs, haben viele, allerdings sieht das die „Natur“ ganz oft anders. Und wie das so mit Zwängen und Erzwungenem ist, läuft da dann auch mal ganz schnell gar nichts. Als mein Freundeskreis meinte, im besten Zeugungsalter zu sein, war meine eigene Tochter bereits 11 oder 12 Jahre alt und da ich ja auch beruflich „vom Fach“ war bzw. ja irgendwo auch noch bin, war und bin ich natürlich Beratungsfachfrau Nummer 1. ;-)

Ich bin schon relativ offen, was das Thema Sex und alles was dazu gehört angeht. Ist ja mehr oder weniger ein nicht unerheblicher Teil meines Fachgebietes, allerdings fand ich es immer irgendwie amüsant, wenn die Frage kam, wie ich das mit meiner Tochter „und so“ damals hinbekommen habe, wie da die Planung genau bei mir war. Ja, ziemlich chaotisches Kapitel in meinem Leben, würde ich da sagen. Hinbekommen habe ich erstmal gar nichts, genauso wenig wie ich auch nur eine Sekunde an irgendeine Familienplanung gedacht hatte, so vor 18 Jahren. Mitten im Studium, 1A Zeitpunkt würde ich da mal sagen. Da wünscht man sich natürlich unbedingt und auf der Stelle ein Kind. ;-) Das einzige was eigentlich zu diesem Zeitpunkt perfekt war, war wohl mein Alter. Meine Lebenspläne und mein Studium waren es jedenfalls zu dieser Zeit nicht. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein nicht ganz einfaches Studium und ein Säugling nicht wirklich kompatibel sind. Wenn ich dann noch meine eigene anfängliche Überforderung mit dem Kerngedanken, „Ich + Kind“ dazurechne, war das nicht immer lustig. Und da der Vater meiner Tochter mit seiner Vaterrolle sowieso nie kompatibel war und es nie wirklich schaffte auch nur mal eine Stunde alleine auf sein Kind aufzupassen, wundert es mich manchmal schon, dass wir alle irgendwie doch überlebt haben.

Ja, aber was sagst Du da, wenn Freunde dich fragen? "Unverhofft kommt oft?" „Souvenir vom Zuckerhut“? Die Wahrheit will halt in dem Moment keiner wirklich wissen. Es verstehen bis heute die wenigsten, dass es für mich damals nicht unbedingt der glücklichste Moment in meinem Leben war, als ich von meiner Schwangerschaft erfuhr. Für Paare, die gerade in der Familienplanung stecken und darin völlig aufgehen, unvorstellbar. Für mich selbst war das damals ein richtiger Schock. Klar, wer Sex hat, kann im zeugungsfähigen Alter auch schwanger werden, dass wusste ich damals auch schon. Und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich mich über diese neue Tatsache direkt gefreut hätte. Dauerte auch ein wenig, bis ich überhaupt realisierte, welches Ausmaß meine Südamerika-Rucksacktour, angenommen hatte. Auf die Frage, wie ich den „richtigen“ Zeitpunkt gefunden habe, antworte ich nun immer wahrheitsgetreu „irgendwo zwischen Caracas und Rio“ und das wohl eher ganz ungeplant nicht mal mit passendem Schlüpper und BH. ;-)

Natürlich unterscheide ich deutlich in der persönlichen eigenen und meiner beruflichen Befragung und Beratung meiner Freunde. ;-) Medizinisch sachlich sieht die Angelegenheit natürlich etwas anders aus und meine eigenen erlebten Erfahrungswerte stehen gerade in dieser Beziehung hinten an. Trotzdem ist es schon etwas seltsam, wenn gute Freunde mich um „Tipps“ zur Vervielfältigung bitten. Es gibt auch immer wieder Dinge in meiner Gedankenwelt, die will ich mir einfach bei gewissen Menschen nicht vorstellen. ;-) Und wenn Sex nur noch wenig mit Genießen und Spaß zu tun hat und dann irgendwann in Stress ausartet, dann wird’s blöd. Und ganz nach der Devise, Manieren gehören an den Tisch (ein kurzes Gedenken an meine ganzen Kinder-Knigge-Kurse, die mir viele Ferien verdorben haben) und nicht ins Bett, funktioniert die Reproduktion dann bei vielen auch wieder etwas entspannter.  Aber gut, die meisten Paare um mich herum, haben ihre „Projekte“ mittlerweile erfolgreich abschließen können. Also, geht doch! Gut Ding will eben Weile haben. ;-)

Ich liebe meinen Beruf schon ziemlich, auch wenn viele immer erstmal ein wenig pikiert schauen, wenn ich dann mit meinem Fachgebiet noch eins draufsetze. Meine Mutter hatte mir sogar mal verboten meine Fachrichtung zu erwähnen, sollte ich auf einer Feier von „Fremden“ danach gefragt werden. Das habe ich allerdings ignoriert.

„Ach, Sie sind Ärztin?“ „So ist es, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe“ „Das ist ja interessant.“ „Das sehe ich bis heute auch so!“

Nichts, aber auch gar nichts peinliches dabei.

Der andere Punkt wäre dann immer noch diese Heiratsgeschichte. Nicht das meine Mutter da bis heute unangefochten auf Platz 1, immer noch auf der Lauer läge, so verstehen es eben auch einige „Andere“ bis heute nicht. Keine Ahnung was daran so schwer zu verstehen ist, aber das Heiraten war nie wirklich eines meiner Lebensziele. Und die Sache „bis das der Tod euch scheidet“, ist auch so ein Ding, dass eben gründlich überlegt sein sollte. Man soll ja nie „nie“ sagen. Da versuche ich mich auch bestmöglich dran zu halten. Ich glaube das ist schon ein sehr schwieriges Thema, da driften die Geister wohl weitgefächert auseinander. Ich habe da meine Meinung dazu und wenn ich höre, „wir heiraten wegen der Steuerersparnis, Lebensversicherung oder was auch immer“, dreht sich bei mir alles. Mal sehen, vielleicht gefällt mir ja ein Nachname irgendwann mal so gut, dass ich ihn gerne hinter meinen Vornamen stehen hätte. Dann könnte es evtl. doch noch was mit dem Heiraten werden. ;-)

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Vom Höhenflug der letzten Woche, bin ich dann wieder im Sturzflug der Chemo 8/12 erlegen. Diesmal durfte es wiedermal etwas mehr sein. ;-) Vor der Chemo wurde dann nochmal die Nierenbiopsie wiederholt. Ich habe mich dann halt doch nochmal dazu breit schlagen lassen, obwohl ich ja eigentlich nicht wollte. Aber so ein ganz gutes Gewissen, hatte ich dann halt doch nicht. Und wenn mich mein „Arzt des Vertrauens“ schon mit einem langgezogenen „Naaaaaaa????" begrüßt, heißt das nie was Gutes, bzw. weiß ich, dass gleich eine Schelte folgt. Übersetzt heißt „Naaaaaaa“ bei ihm:

„Anscheinend scheinen Sie gerade vergessen zu haben, dass Sie noch lange nicht gesund sind und sich schleunigst bemühen sollten, die nötigen Untersuchungen durchführen zu lassen. Auch wenn es nicht immer schön und dass Leben ohne diesen Kram sicherlich viel angenehmer ist.“

Ja, bevor ich mir noch mehr „Naaaaaaa´s“ anhören musste, habe ich es dann eben machen lassen. Ja, „autsch“, schön ist anders. ;-) Die Chemo folgte dann kurz darauf und ja, die hat mal wieder all ihre Grausamkeiten zu Tage befördert. Und natürlich blieben meine kleinen Ausflüge in Wald und Flur auch nicht ganz ohne Folgen und bescherten mir eine beginnende Lungenentzündung. Bei der Auswertung meines Röntgenbildes, kam natürlich gleich wieder ein „Naaaaaaa, da hat aber gleich wieder jemand ausgiebig über die Stränge geschlagen.“ Ich erspare mir mittlerweile irgendein Konter. Ganz so viele "Naaaaa´s" vertrage ich derzeit auch nicht so gut! ;-)

Mit viel Überzeugungskraft, Augenklimpern hilft mir da leider nicht, durfte ich mich dann heute Nachmittag abholen lassen. Natürlich mit einem strengen Verhaltensplan und einem straffen Medikationsplan für die nächsten Tage. So ist es. Ich finde es wäre jetzt mal deutlich an der Zeit für die gute Fee, die mir meine drei Wünsche erfüllen könnte. Da liegt schon noch ein nicht unerheblicher Weg vor mir, auch wenn ich es mir manchmal definitiv schöner rede, als es in Wirklichkeit ist.

6.3.18 00:04

Letzte Einträge: Frühling vs. Herbst und der verwunschene Prinz ;-), Im Auge des Hurricans, Ein Kalender zum Advent, Geduld

bisher 11 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Helga / Website (6.3.18 08:16)
Moin liebe Marie,
dieser Arzt durchschaut Dich ganz gut , aber Hauptsache, Du hast Vertrauen zu ihm. Mt Heiraten und so hatte ich nie viel am Hut und wegen ungewollter Schwangerschaft habe ich nervlich einiges durchgemacht - heute kann ich sagen, daß ich gewaltiges Glück hatte oder bin unfruchtbar . Bin nur froh, keine Kinder zu haben, hätte Angst, daß sie auch diese verdammte MS in sich tragen. Ich darf mich bei meinem Vater dafür bedanken.
Nun hoffe ich, daß die nächste Chemo wieder besser verträgst, ich denke mit Schrecken an mein Mitoxantron zurück .
GLG Helga


padernosder (6.3.18 12:12)
Hallo Marie,

Deine Ausführungen über die Lebensplanung der Menschen und über Dein eigenes "Schicksal" las ich gestern abend, fand alles sehr "inspirativ", schrieb meine Meinung dazu und dachte, wenn Du diesen Kommentar jetzt wegschickst, dann kommst Du in "Teufel´s Küche". ;-)

Also schlief ich eine Nacht "darüber" und will mich sehr zurücknehmen, denn das was ich denke, ist ja auch nicht sooo wichtig. Nur ein Satz: Wenn ich mit 25 Lebensjahren gewußt hätte, welche Überzeugungen ich mit 60 haben werde, dann hätte ich so gut wie alles anders gemacht. ;-)

Schön, daß Du wieder zu lesen bist. Ich wünsche mir hier bei Dir natürlich alles Andere als einen "Lebensberatungs-Blog" und hoffe, daß Du an guten Tagen auch mal rauskommst, allerdings ohne Lungenentzündung. Ansonsten gehe ich jeden Tag ein paar Schritte mehr, damit Du auch was davon hast! ;-))


Marie (6.3.18 14:33)
Ach was, ich glaube nicht, dass Du in Teufel´s Küche gekommen wärst und Du weißt ja, ich finde eine angemessene Meinungsäußerung absolut in Ordnung. Und wenn ich Dich inspirieren konnte, ist es doch gut.

Aus unseren Lebenserfahrungen lernen wir, manchmal mehr oder weniger und ich denke, auch manch´ ungeplante Fügung, ist nicht immer unbedingt schlecht. So jedenfalls meine Erfahrung. Zum Glück sind wir alle auf unsere Weise anders, im Denken, im Fühlen und im Entscheiden oder im "Leben" an sich.

Ich werde oft nach meiner Meinung zu "gewissen" Thematiken oder Problemen gefragt. Natürlich gibt es da immer zwei Seiten, meine private selbst erlebte Seite und meine theoretische, sowie auch praktisch- berufliche Seite. Das Optimum wäre immer, beides zu vereinen und daraus das Beste zu machen. Klappt nicht immer.

Ich bin vor Weihnachten von einer Zeitung interviewt worden zum Paragraphen 218a StGB. Das ist natürlich eine weitreichende Debatte. Und genau da fließt eben die persönliche Erfahrung und meine berufliche Erfahrung und Überzeugung mit ein. In erster Linie kann ich nur sachlich und auch davon überzeugt argumentieren, wie sich eine Frau entscheidet, ist natürlich nie vorhersehbar, aber die Möglichkeit, aus welchen Gründen auch immer, ist gegeben und rechtens vertretbar.
Ich stand vor knapp 19 Jahren selbst vor dieser Entscheidung, aber es war letztendlich für mich keine Option, auch wenn die Umstände mehr wie ungünstig waren. Und ich bin froh, so entschieden zu haben.
Und wann, wie und wo, ja, dass muss jeder für sich selbst entscheiden, manche bekommen es halt ganz unverhofft entschieden, so wie z. B. ich. ;-) Für mich war das, auf mich selbst projiziert, das Beste was passieren konnte.


Pascale (6.3.18 21:58)
Viele Grüße mal wieder:-)


mausfreddy (7.3.18 07:49)
Hallo Marie!
Ich hab deine Geschichte weitergelesen.
Es ist sehr schön geschrieben. Ich hoffe du kannst uns noch viel berichten. Hoffe das du die Chemo wieder besser verträgst.
Viele LG mausfreddy


ide02 (7.3.18 09:15)
Wegen der Geschichte wann ist der richtige Zeitpunkt für Kinder (davon ab dass es den richtigen Zeitpunkt meines Erachtens gar nicht gibt...):Während des Studiums hätte ich mich auch nicht mit Kind gesehen.Während der Doktorei-Phase meinten dann aber alle Profs um mich herum zu meinen,dass der beste Zeitpunkt während des Studiums sei.Da habe ich mir nur gedacht:Ja klar,ihr seid ja auch alles Männer,die sich Frauen ausgesucht haben,die keine großen beruflichen Ziele hatten.In anderen Worten:Ihr seid alle Männer,die sich weiterhin auf ihre Karriere konzentrieren konnten,während Zuhause die Frau mit Kind saß.Ihr wisst doch gar nicht richtig,was das bedeutet:Kind groß zu ziehen und „nebenbei“ noch zu studieren.Also diesen „Ratschlag“ habe ich bis heute nicht begriffen.Und ich ziehe den Hut vor dir,dass du das so gut gemeistert hast!Da kannst du stolz auf dich sein!


Dorehn (7.3.18 21:03)
...viele planen "Familie", wie wenn's um Haus u.a. materiellen Wünsche geht - "Besitz" ist das maßgebliche Zauberwort, was auch vorm Kinderwunsch nicht haltmacht u.möglichst "ideal" in Erfüllung gehen soll...aber den idealen Zeitpunkt gibts ja nicht - da ist sich wohl Theorie und Praxis sogar mal einig... Die kleinen Wesen setzen in ihrem Werden Energien im Körper frei, die keinen Studienabbruch herbeiführen, wenn man ein Kind als "Geschenk" annimmt, was mit Herausforderung verbunden ist... musste echt schmunzeln über den "Kinder-kriegen-Bericht". Alles Gute und hoffentlich weiteres bergauf in der Genesung!


gebsy / Website (7.3.18 21:41)
Danke für die aufschlussreiche Darstellung, Marie!
"Ungewollt schwanger" ist eigentlich eine Feststellung, die mit Liebe nichts zu tun hat ...
Auch will niemand nur ein Zufallsprodukt ausgelassener Triebhaftigkeit sein ...
Einen guten Genesungsverlauf wünschend, gebsy


Frank (7.3.18 22:25)
Triebhaftigkeit
Was ist das denn für ein Vogel?

Liebe Marie, mehr Liebe geht nicht und deine Maus weiß das.
Also, künftig immer schön die Hände über die Decke, nicht das es wieder zu Beschwerden kommt. ;-)


Mirco / Website (10.3.18 13:57)
Da wollen wir doch hoffen, dass die Chemo 9/12 wieder etwas sanfter verläuft, was die Nebenwirkungen betrifft. Dann solltest Du ja bereits ein Dreiviertel geschafft haben und dies ist doch schon ganz ordentlich.


Lg aus Ningbo

Mirco


mausfreddy (11.3.18 20:35)


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