Marie (adel-verpflichtet) "Unser Himmel ist derselbe"
 
 

Es ist eigentlich ganz einfach......

"Keiner von uns weiß, ob er morgen wieder aufwacht. Trotzdem stellen wir den Wecker. So geht Hoffnung!"

 

 

Die dritte Woche geht so langsam dem Ende zu und ich bin immer noch in Heidelberg. Ich bin überzeugt, dass ich zu Hause bessere Fortschritte machen würde oder könnte. Ja, natürlich behalten die mich hier nicht aus Jux und Dollerei, nein, sie möchten, dass ich natürlich ein wenig besser aus der Wäsche gucke. Und ganz wichtig, dass ich genug esse, dass auch das „wenige“ Essen da bleibt, wo es hingehört und ich dadurch einfach etwas mehr „Durchhaltevermögen“ bekomme.

Aber, mit diesem Essen hier, wird das nicht gelingen. Ich kann das nicht mal riechen. Deckel hoch, Deckel runter, fertig! Ich kann da einfach nicht dran. Zum Frühstück bekomme ich immer einen riesigen Teller vorgesetzt, ich schaffe exakt ein halbes Brötchen und das auch nur sehr mühsam. Aber immerhin. Manchmal sogar noch etwas Joghurt. Ich finde, dass ist doch schon gar nicht so schlecht. Allerdings sehe ich das wohl nur so.

Visite:

„Na, Sie haben ja wieder nichts gegessen!“

„Doch, fast ein halbes Brötchen.“

„Also nichts!“

Und ich finde trotzdem, dass es schon mal ein Anfang ist. Das mich die gekochten oder verkochten Mahlzeiten, nicht wirklich anregen, mehr Appetit zu entwickeln, dafür kann ich auch nichts. Ich denke einfach, zu Hause wäre das deutlich besser zu händeln, zumal ich da ja schließlich auch essen könnte, wonach es mir gerade in den Sinn kommt. Aber hier werde ich ja nicht gefragt. ;-) Nein, manchmal ist es regelrecht undefinierbar, gut dass immer ein Kärtchen dabei liegt, was es sein soll oder sollte. Hach ja, irgendwie bin ich grad mit nichts zufrieden.

Die Aufpäppelversuche meiner Freunde wirken auch nur bedingt. Gabi kommt so oft wie möglich und bringt mir von einer weiteren gemeinsamen Freundin immer die selbstgebrauten Gemüse- oder Obstsäfte mit.  Denn Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, sowie auch Ballaststoffe, sind natürlich in meiner momentanen Lage das „A und O“.  O-Ton von Katja. Das schickt sie mir täglich per Audio-Mitteilung. Nicht, dass ich es vergesse. Gut, sie ist Grundschullehrerin, dass erklärt vielleicht doch einiges. ;-) Zum Teil ist es schon rührend, und ich schätze das durchaus, aber manchmal sind sie auch einfach nicht runterzubringen. Sie beglückt damit auch oft ihre kleinen Schüler. Entweder sind diese dann lebenslang im Bezug auf Obst- und Gemüsesäfte stigmatisiert oder sie mögen das, weil sie es nicht anders kennen. Im Grunde zählt nur die Geste und ich bemühe mich, immer brav wenigstens etwas davon runterzubringen. Gabi passt auf und muss das zum Teil per Bildverlauf dokumentieren. Gabi stammt aus Thüringen, da sag nochmal einer, die Stasi hätte keine Spuren hinterlassen. ;-) Wenn ich jetzt noch weiter meckere, dann wird sie ihre Grundsätze in der Euthanasie wohl nochmal gründlich überdenken. ;-)

Ich glaube, ich kann wirklich froh sein, solche Freunde zu haben und nicht nur im heute und jetzt, sondern auch in den ganzen Jahren vor dem ganzen Krebsdilemma. Immer mal wieder haben sie mich aus meinem Hamsterrad rausgezogen. Mir gezeigt, es gibt noch andere Dinge, als Pflichterfüllung, Arbeit, Beruf und Berufung etc. Es ist schwierig, genau das so manchmal selbst einzusehen.

Gestern war wieder so ein Tag, da dachte ich, dass wird alles nie aufhören und „Aufgeben“ wäre sicherlich doch der bessere, einfachere Weg. Nach dem Kontroll-MRT meiner Lunge, stellte sich heraus, dass von der Operation noch ein nicht ganz unerhebliches Hämatom da rumlungert. Nichts Außergewöhnliches, gibt es ja oft nach Operationen. Allerdings wollen die das da nicht haben. Gut, ich auf Dauer natürlich auch nicht. Allerdings resorbieren sich Hämatome in der Regel von alleine und ich denke eigentlich auch, dass das bei mir auch der Fall sein wird. Die Meinung der Gesamtkonferenz am gestrigen Mittag befand aber, dass es nun schon etwas zu lange dauert und eigentlich nichts mehr zu sehen sein sollte. Das Hämatom hätte schon längst resorbiert werden müssen. Ja, ja, hätte, hätte, Fahrradkette….. ;-)

„Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder wir geben Ihnen Antikoagulantien (Mittel zum Herabsetzen der Blutgerinnung), damit sich das Hämatom dann hoffentlich auflöst oder wir operieren nächste Woche nochmal. Natürlich wäre diese Operation kein Vergleich zur letzten, allerdings Operation ist Operation.“

„Oder Möglichkeit drei, es reguliert sich ganz von alleine. Gut Ding will Weile haben!“

„Das glauben wir nicht, operativ wäre halt eben der genauste Weg und die Sicherheit gegeben,  es komplett wegzubekommen.“

Eins – zwei oder drei…..Du kannst Dich entscheiden…..

Wir haben uns dann auf Möglichkeit Nummer 1 geeinigt. Nun bekomme ich Antikoagulantien und hoffe das sich das Hämatom in Wohlgefallen auflöst. Begleitend dazu muss ich mich natürlich in Watte packen. Keine außergewöhnlichen Aktivitäten, nicht schneiden, nicht stoßen oder ähnliches. Also ungestümen Hündinnen mit Spieldrang, sollte ich möglichst aus dem Weg gehen. ;-) Morgen früh wird nochmal geröntgt, die Gerinnungswerte kontrolliert und dann möchte ich einfach nur noch nach Hause.

Gestern vor einer Woche hatte ich übrigens meine 4. Chemo. Es ging einigermaßen gut. Vorher, währenddessen und nachher gab es wieder entsprechende Infusionen gegen die Übelkeit und ich glaube, dass wir wenigstens da nun einen passablen Weg gefunden haben. Nächste Woche Freitag wäre dann die nächste Dosis an der Reihe, aber bis dahin möchte ich wenigstens ein paar Tage wieder zu Hause gewesen sein.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

So, dass wäre das Eine, dann gibt es noch das Andere! ;-)

Es ist eigentlich ganz einfach......

....Anscheinend gibt es wohl wirklich einen ausschlaggebenden Punkt, warum ich diese ganze Krebsgeschichte überhaupt durchmachen muss. Jaaahhhhaaaa, jedenfalls ist sich da unser Pfarrer wohl sicher und meinte mir das auch unverblümt mitteilen zu müssen. So rief er mich vor zwei Tagen an, schlimmer wäre es wohl noch gewesen, er wäre hier persönlich erschienen. Aber selbst den Anruf fand und finde ich fragwürdig. Und halllloooo, ich soll mich schließlich nicht unnötig aufregen. ;-) Das ging ja schonmal gründlich daneben. Ich versuche unser Telefonat wiederzugeben:

„Hier spricht Pfarrer Ludwig, ich wollte mich, auch im Namen des Kirchenvorstandes, nach Ihrem Gesundheitszustand erkundigen.“

„Oh, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Aber danke der Nachfrage, in kleinen Schritten geht es langsam aufwärts.“

„Das ist schön zu hören. Es liegt ja bereits ein langer, mühevoller Weg hinter Ihnen. Aber Gottes Wege sind manchmal nicht gleich zu verstehen, aber ich denke, dass Sie wissen, warum Sie diesen Weg gehen müssen?“

„Sie meinen „Gott“ wäre verantwortlich für alles, was ich in den letzten Monaten mitmachen musste?“

„Nicht Gott, sondern eigentlich Sie selbst.“

„Sie machen mich neugierig. Wie wäre denn Ihre Theorie, wenn es sich medizinisch schon nicht erklären lässt?“

„Wege, gerade schwierige Wege, sind dazu da, sie zu gehen. Das gelingt nicht immer gleich, aber die meisten Wege lassen sich doch bewältigen und Ihr Weg ist nun mal, durch diese Krankheit durchzukommen.“

„Einen anderen Weg habe ich ja wohl auch nicht, aber Sie sagten, dass es einen Grund dafür gäbe. Das würde mich jetzt schon interessieren.“

„Sie arbeiteten in einem sehr umstrittenen Teilgebiet der Medizin.“

„Was ist an Gynäkologie und Geburtshilfe umstritten?“

„Nicht die Geburtshilfe, sie setzen sich auch für familiäre und soziale Problematiken ein und unterstützen Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch in Betracht ziehen, ebenso sind sie in der Reproduktionsmedizin tätig und unterstützen kontrazeptive Behandlungen, sowie auch Adoptionsfreigaben. Das ist sicherlich alles nicht in Gottes Willen.“

„Das ist jetzt nicht Ihr Ernst?“

„Ich denke, Sie verstehen mich schon.“

„Sie wissen seit Jahren, wie, wo und was ich beruflich mache. Mein Fachgebiet ist die Gynäkologie, mit allen Bereichen, die eben dazugehören und da stehe ich auch ohne jeglichen Zweifel dahinter. Auch wenn ich sicherlich in erster Linie immer für den Schutz des ungeborenen Lebens bin, gibt es eben manchmal Gründe, warum ein legaler Schwangerschaftsabbruch durchgeführt wird oder auch werden muss. Dazu bin ich in beratender Form immer bereit und sehe das auch als meine Pflicht an. Und Kontrazeption ist ja wohl nicht verwerflich, jede 15 jährige, die nicht schwanger wird, ist ein positiver Aspekt. Im Grunde muss ich mir sicherlich von Ihnen nichts vorwerfen lassen, was meinen Beruf und meine Berufsausübung mit allen ihren Facetten angeht. Dazu haben Sie auch viel zu wenig Hintergrundwissen, denn selbst ein Schwangerschaftsabbruch ist eben viel mehr, als mal eben „ein Kind“ wegmachen. Und Sie glauben gar nicht, die meisten betroffenen Frauen, gehen nicht leichtfertig mit dieser Situation um. Sie sind einfach nicht in der Lage, dies zu beurteilen oder wie jetzt gerade zu verurteilen. Und über mich schon mal gar nicht. Unterstehen Sie sich, mich nochmal anzurufen oder unangemeldet vor meiner Tür zu stehen. Ich sehe unser Gespräch hiermit als beendet.“

Tja, was soll ich sagen, ich habe mir wohl den falschen Beruf ausgesucht und bin somit in Gottes Ungnade gefallen und „selbst schuld“. Ganz einfach oder so einfach ist das alles, da wird monatelang nach den Primärtumoren gesucht, dabei wusste der Pfarrer längst die Lösung des Rätsels. Wenn ich das den Ärzten hier erzähle, lassen die mich hier nie mehr raus.

Vorsorglich schaue ich nun vor dem Einschlafen unter mein Bett, nicht das da was kauert und mir auflauert. Mit dem „Christentum“ ist ja nicht zu spaßen, anscheinend. Also wenn ich das jetzt alles richtig interpretiere, dann habe ich mir mein Grab quasi selbst geschaufelt.Mit der falschen Berufswahl. Wie schräg ist das denn bitte? Ein Pfarrer, der sich persönlich durch meinen beruflichen Werdegang, angegriffen und in seinen Grundsätzen gestört fühlt, der auch noch meint, mich auf den rechten Weg bringen zu müssen. Schlimmer kann es ja fast nicht mehr kommen. Da ist ja der Krebs fast noch pillepalle. Aber wenn die Kirche oder ein fehlgeleiteter „Diener Gottes“ nun meint mir meine Lebenssünden aufweisen zu müssen und mich ins Fegefeuer stellt, na da ist jetzt aber eindeutig Schluss mit lustig. Das ganze Verhalten von ihm in den letzten Monaten fand ich schon oft sehr komisch und er stand eindeutig zu oft bei mir auf der Matte. Auch wenn das bei uns im Dorf nicht ganz unnormal ist. Naja, nun ist es wenigstens raus, sein „Problem“!

Speziell über meinen christlichen Glauben sollte ich doch nochmal gründlich nachdenken, eigentlich möchte ich unter solchen Begebenheiten nicht mehr dieser Kirche angehören. Schön wäre es, wenn er zeitnah eine andere Vakanz in einer anderen Gemeinde annehmen würde, denn er ist nicht nur ausschließlich mir, etwas zu Nahe getreten. Die Frage ist nur wer von uns beiden das schwarze Schaf ist, er oder ich??

Natürlich, wie sollte es auch anders sein, belustigt das meine Freunde ungemein. Und mit so Aussagen wie: „Frag´ erst den Pfarrer, ob es ihm recht ist“, muss ich jetzt wohl vorerst leben. ;-) Ja und wie Ihr hier alle immer so sagt, Humor ist eben, wenn man trotzdem lacht. ;-) Anders geht´s wohl wirklich nicht!

 

13.1.18 17:52

Letzte Einträge: Frühling vs. Herbst und der verwunschene Prinz ;-), Im Auge des Hurricans, Ein Kalender zum Advent, Geduld, Ich hab´ein Haus, ein Äffchen und ein Pferd ^^

bisher 8 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Diana (13.1.18 18:06)
hALLO mARIE;
ICH BIN NEUNHIER UND DEIN bLOG IST DER ERSTE DEN ICH LESE:
mIR GEFÄLLT DEIN hUMOR:
dIE kIRCHE IST UNERGRÜNDLICH UND DAS SOLLTE MAL DER pAPST ERFAHREN: LAACH
iCH WÜNSCHE dIR; DAS DEIN hUMOR IMMER SO BLEIBT; DENN DAS IST DAS EINZIGE WAS MAN EINEM NICHT NEHMEN KANN;EGAL WIE SCHWER:
iCH MUSS MICH HIER ERST DURCHFINDEN; DENE aRT ZU SCHREIBEN GEFÄLLT MIR


Helga / Website (13.1.18 18:40)
Liebe Marie,
ich bin ganz schön geschockt über diesen Pfarrer - der tönt wie Deine Mutter ! Ich bin auch vorbelastet solchen Kirchenvertretern gegenüber, denn genau so ein Typ hat meinen Eltern auf der Flucht die Tür vor der Nase zugeschlagen . "Für solches Gesindel hätte er weder Brot noch Wasser geschweige denn einen Schlafplatz. Und was ich selbst mit solchen Menschen erlebt habe, hat mich auch zum Kirchenaustritt veranlasst.
Ein halbes Brötchen ist viel ! Ich selbst bekomme sowas im KH auch nicht runter und bin es auch nicht gewohnt, so früh zu essen.
Nun hoffe ich, daß sich dieses Ding in Deiner Lunge auflöst und nicht schon wieder geschnippelt werden muss.
Hast schon so viel geschafft, da muss es doch mal aufhören.
Ein paar Tage bei Dir daheim würden Dir bestimmt gut tun.
Ich kämpfe gewaltig mit den Nebenwirkungen vom Cortison - möchte endlich mal wieder schlafen können und essen ohne Übelkeit.
GLG Helga


padernosder (13.1.18 19:04)
Hallo Marie,

ich bin mal zweifach hart im Urteil:

1.) Wenn Du das Essen brauchst um "stabiler" zu werden, dann iß so viel wie es irgendwie geht, egal ob es schmeckt! Du weißt, Du tust das nicht für andere! Ich frage mich nur, warum bekommst Du so einen "Fraß" vorgesetzt? Man müßte doch alles tun, damit Du Appetit entwickelst!?

2.) Dein Pfarrer ist ein arrogantes A...! Ein Mensch, der so tut, als wüßte er, welche Absichten Gott hat, was er tut und für richtig hält, der sollte ab sofort wegen anmaßender Dummheit in der Hölle schmoren. ;-) Doch ich denke, er hat ein "persönliches Problem" mit Dir und die "Seelsorge", sein eigentlicher Job, ist schon länger nicht mehr das, was ihn im Umgang mit Dir als Erstes interessiert.

3.) Ich könnte auch vermuten, Deine Mutter steckt mit dem Pfarrer unter einer Decke und die Beiden haben einen Plan... ;-)


mausfreddy (14.1.18 11:04)
Hallo Marie!
Ich kann mich den Vorschreibern nur anschließen.
Als ich es gelesen habe, dachte ich, dass ist jetzt nicht ihr ernst.
Gibt es noch solche Pfarrer? Sind wir im Mittelalter?
Essen solltest du. Schönes gekochtes Gemüse, Salate und wenn es geht Nuesse. Gibt es in Heidelberg keine guten Lokale, wo deine Freunde etwas besorgen können? Sag einfach auf was du gerade Appetit hast.
Sie werden es sicher besorgen. Essen muss Spaß machen, keinen Zwang. LG mausfreddy


Faradei (14.1.18 11:34)
„Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gegangen bist."
Diese indianische Weissheit müsste ich dem „Schwarzen Peter“ in seine Seele meiseln. Was für ein erbärmlicher Seelsorger, müsste gerade doch er wissen, was in seinem biblischen Gesetzbuch über richten und gerichtet werden steht. Leider haben „Theologen“ alles bis zur Unkenntlichkeit verbogen.
Liebe Marie, bleib dir treu und lass dich nicht verbiegen. Diese deine Kraft aus deinem niedergeschriebenen ist unbeschreiblich schön.


Twity-Autor / Website (14.1.18 13:17)
Hallöchen liebe Marie,

statt dir Trost und Hoffnung zu spenden, musst du dir diese beschuldigenden Worte des Pfarrers anhören. Er hat sein Amt völlig verfehlt. Deine Antwort darauf war besonders schlagfertig und genau richtig. Es hätte nur noch gefehlt, dass er dir erzählt hätte, du kommst dafür in die Hölle, weil du dich für hilfsbedürftige Frauen einsetzt. Ganz im Gegenteil, diese Menschen werden dir bestimmt ewig dankbar dafür sein. Und Du,liebe Marie kannst zurecht sehr stolz auf dich sein!

Bei der Stelle mit deiner Gaby aus Thüringen musste ich lächeln.... Nicht wegen dem "Gesundheitssaft," sondern weil ich auch eine Gaby aus Thüringen bin. :-) :-) :-) Und auch ein Gesundheitsapostel.... :-) :-) :-)

Ich muss auch dem Padernoster zustimmen. Du solltest durch mehr Nahrungsaufnahme versuchen deinen Körper zu kräftigen. Auch wenn es schwer fällt. Denn solange du wie ein "Spatz" isst, lassen sie dich bestimmt nicht nach Hause. Wo sollen denn die Selbstheilungskräfte herkommen, wenn du dich nicht mit allen nötigen Vitaminen usw. täglich versorgst? Dein Körper ist sehr geschwächt, da musst du schon etwas nachhelfen... :-) Eine intravenöse Ernährung ist nämlich auch nicht wirklich toll.


Marie (14.1.18 13:28)
Unser Pfarrer ist schon sehr speziell. Viele kommen nicht mit ihm so wirklich klar, wer nur hin und wieder mal in die Kirche geht, dem dürfte es ziemlich egal sein, aber wenn man, so wie ich, etwas mehr engagiert war, z. B. mit den Kindern und auch einige Veränderungen "mühevoll" durch- und umgesetzt hat, dann wird´s schon schwieriger.

Aber eigentlich habe ich mit so etwas weniger ein Problem. Kirche war und ist in unserer Familie und auch in meinem gesamten Lebenslauf schon immer ein großes Thema gewesen. Das bringt wohl die ganze Familiensituation mit sich. Daher bin ich da so einiges gewohnt.

Mit Kritik bzgl. meines Berufes kann ich umgehen und da lasse ich mir auch kein schlechtes Gewissen einreden. Es ist mir klar wofür ich einstehe und da werde ich auch weiterhin jederzeit dahinterstehen. Das es gerade für den Part des Schwangerschaftsabbruches (welchen ich selbst bei Pat. nie durchgeführt habe, sondern immer nur beraten und zugwiesen habe) angeht, da wird es immer Gegner geben. Die Kirche wohl als größten Widersacher, dann kommen die Scheinheiligen ;-)


Marie (14.1.18 13:29)
Jeder Mensch, der sich mit dieser Thematik sachlich auseinandersetzt und dazu braucht es eine ganze Weile, würde für gewisse Konflikte die den Paragraphen 218a angehen, Verständnis aufbringen können. Aber das ist ein breites, umfangreiches und natürlich konfliktreiches Thema. Aber interessant allemal.

Unseren Pfarrer stört daran alles, vorallem das ein "Schäfchen" seiner Gemeinde für so etwas einsteht. Es gehört eben zu meinem Beruf dazu und ich würde es nicht anders wollen.

Die Adoptionssache ist nochmal etwas anders, eigentlich. Ein Kind gehört zur Mutter, so die Kirche. Das ist sicher nicht ganz falsch, aber wenn es schwerwiegende Probleme gibt und eine Frau sich dazu entscheidet, dann ist das für mich eine vernünftige Entscheidung, die ich auch gerne unterstütze. Lieber ein Kind zur Adopotion freigeben nach der Geburt, anstatt es irgendwo in einem Park in einem Müllsack aufzufinden. Aber das versteht leider nicht jeder und die Kirche so gut wie gar nicht.

Es ist ein umfangreiches Thema. Und die Stichelleien des Pfarrers sind für mich eigentlich nicht sonderlich schlimm. Allerdings "scheinheilig" bei mir anzurufen, ohne sich eigentlich wirklich für meinen Gesundheitszustand zu interessieren, dass ist der Punkt, der mich aufregt. Und nun meinen "Beruf" mit meiner Krebserkrankung zu kombinieren und dafür verantwortlich zu machen, als "Strafe Gottes", dass ist einfach unverschämt und nicht zu akzeptieren.

Essen ist momentan einfach schwierig. Ich bekomme fast nichts runter und muss mich wirklich dazu zwingen. Das es zu wenig ist, weiß ich und ich will ja auch, aber es geht irgendwie nicht. Aber ich bemühe mich weiterhin.

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