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Dies und das

 "Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden!" (Mark Twain)

 

Mal sehen wie lange ich es aushalte, am 28.08.2017 erstmal Chemo 4/6, dann sehe ich weiter ;-)


Bis dahin, alles Liebe und Gute, bleibt gesund!

 


 

19.8.17 16:32


So ist es - Dinge, die die Welt nicht braucht

 


 

Der ganze Sinn meines Blogs macht mich gerade etwas nachdenklich und letztendlich habe ich auch noch nicht entschieden, wie ich ihn weiterführe bzw. ob ich ihn überhaupt weiterführe.

Einen Blog zu schreiben, fand ich im Dezember zeitgemäßer, wie ein reines Tagebuch. Vieles läuft digital in der heutigen Zeit. Sicherlich hätte ich das auch einfach auf einer Festplatte speichern können, allerdings habe ich einige gute Freunde, die ich gerne mitlesen lassen wollte. Daher wurde mir dieser Blog vorgeschlagen. Vorher wusste ich nicht mal so wirklich, was ein Blog wirklich ist.

Heute weiß ich es. Im Prinzip ein soziales Netzwerk, mit vielen Charakteren. Sicherlich zum Teil weit entfernt vom realen Leben. Jedenfalls der Eine oder der Andere. Andererseits gibt es natürlich auch die einen, die gerne schon mal rumstänkern und dies mit voller Inbrunst ausleben, dann die einfach Lieben, die immer den sachten Ton treffen und dann die Kritiker, die sachlich und angemessen agieren, sowie die ganz brutalen Kritiker. Es ist nicht immer sinnvoll alles bis ins Kleinste zu zerpflücken, natürlich ist gesunde, angemessene Kritik gut und sollte auch sein. Es belebt das Ganze und ich selbst finde realistische Kritik super.

Jedenfalls fand ich mehr oder weniger aus der Not heraus zum Blog. Anfangs war es wage und sicherlich sehr chaotisch, genauso wie mir der Schnabel gewachsen war, wie ich dachte und fühlte. Nicht sonderlich gut, aber für meinen Zweck den Sinn eben erfüllt.

Jeder Mensch ist anders. Ich bin jemand, der erstmal viel mit sich selbst ausmacht. Kommt allerdings jemand auf mich zu und fragt mich direkt, ist das wiederum kein Problem, offen über meine Erkrankung zu reden. Das geht dann schon, aber von mir aus, würde ich das nicht tun. Dafür schreibe ich und das tut mir gut.

Anfangs wollte ich meinen Blog absolut anonym halten, bis auf ein paar ausgesuchte Freunde, wusste niemand davon. Das habe ich etwas geändert im Laufe der Monate und auch einiges über den Krebs hinaus geschrieben. Auch das tat und tut mir gut.

Mein Schreibstil hat sich immer mal wieder etwas geändert, ich habe viel probiert, mal in der 1. oder 3. Person geschrieben, etc.

Die Einen fanden diesen Stil gut, Andere dann wieder einen anderen. Geschmäcker sind unterschiedlich. Ich selbst war eher unschlüssig. Mal so oder so, wie ich eben Lust hatte oder wie gerade die Stimmung war. Das ergab sich individuell.

Vor ca. zwei oder drei Monaten kam unsere Tageszeitung auf mich zu, ob ich einen Bericht verfassen wollen würde, mit meinen Erfahrungen dieser Erkrankung, bisheriger Therapie, aus der Patientensicht und eben auch aus der Sicht der Ärztin. Diese Anfrage kam bereits zweimal. Ich wollte das nicht, da ich dahinter keinen wirklichen Sinn gesehen habe und immer noch der Meinung war und bin, in die Zeitung gehören wirklich wichtige Dinge und nicht eben ein Bericht, welcher im Endeffekt einer von vielen ist. Ich bin nicht die Einzige, welche Krebs hat, da gibt es hier unendlich viele und nur weil mein Name sich gut dabei macht, ist das für mich nicht plausibel. Das wurde dann nach dem zweiten vergeblichen Anlauf auch so akzeptiert.

Bis vor knapp drei Wochen. Da bekam ich einen erneuten Anruf. Unserer Zeitung gehört ein kleiner Buchverlag an. Dieser verlegt in erster Linie Heimatgeschichten aus der Region, teilweise zurückblickend bis ins 18. Jahrhundert, Kinderbücher, Stadtgeschichten etc. Die Anfrage war wieder, ob ich meine „Geschichte“ in Buchform verlegen lassen wollte. Erst mal in kleinster Auflage, sollte es „gut“ laufen, wäre eine Verlegung über einen größeren Verlag möglich. ;-)

Das kann man jetzt finden wie man will. Ich fand es weiterhin nicht so toll und fand auch mich als eigentliches Buchprojekt nicht wirklich geeignet dafür. Zumal ich bis heute finde, dass ich vom Schreiben selbst keine wirkliche Ahnung habe. Für meine Zwecke reicht es, für mehr bzw. für den großen Durchbruch als Schriftstellerin eben nicht. Und das denke ich auch weiterhin!

Trotzdem ließen die werten Herren nicht locker. Da ich gerne immer bereit bin Neues zu probieren, wollte ich mir die Sache dann doch näher betrachten und somit hörte ich mir das Ganze auch an. Versprochen bekommen habe ich vieles, sämtliche Hilfen, Unterstützung etc. Letztendlich sollte es natürlich auch ein „bestimmter“ Schreib- bzw. Erzählstil sein. Denn es gibt so gewisse Vorgaben, was die Leser wohl lesen wollen, bzw. was Analysen ergeben haben. Genau das fand ich schon wiederum sehr fragwürdig. Sogar jemanden, der für mich geschrieben hätte, wurde mir angeboten.

Wirklich damit anfreunden konnte ich mich nicht, wenn schon ein Buch, dann aber so wie ich es möchte, mit meinen Gedanken und Gefühlen. Vorgelegte Strukturen fand ich dann schon wieder fragwürdig. Aber gut, ich ließ das alles erst mal auf mich zukommen und wirken. Für meine weiteren Fragen bekam ich ein Buchskript eines bereits vor einigen Jahren erschienen Romans zur Seite gestellt. Dazu wurde noch ein Lektor eingeschaltet, der mir vieles über das Schreiben, das Wie und was und überhaupt, erzählte und zeigte. So wirklich einfach ist die Sache nicht.

Im Endeffekt war mir das eigentlich direkt schon klar, „dass ist nichts für mich“. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich vorgegebene Strukturen, gespickt mit meiner Erkrankung und meinen Erfahrungen, welche zum Minimum zusammengeschrumpft werden würden, hätte gut in einem Buch vertreten können.  Ich bin der Meinung, da muss ich wirklich komplett dahinterstehen. Und das wäre glaube ich, nichts geworden.

Dennoch fand ich die ganze „Buchsache“ interessant. Und wie schon gesagt, ich probiere gerne aus und lasse mich auch gerne mal auf was Neues ein. Daher wollte ich einfach mal testen, wie finden das Menschen, 1. Die mich direkt kennen, Freunde etc. 2. Virtuelle „Bekannte“, z.B. hier vom Blog etc.

Um es deutlich zu sagen, es geht hier um die Einträge „Wettlauf mit dem Tod“ und „Wettlauf mit dem Tod 2.0“. Mittlerweile habe ich sie deaktiviert. Der Ausdruck, der Schreibstil und die Wortwahl entstammten Vorlagen, die mit meinem Krankheitsbild und meinen Erfahrungen ausgeschmückt wurden. Zum einen war das ich, zum andern war das ganz weit weg von mir.

Die Resonanz war verschieden. Ich bekam einige Rückmeldungen, wo gleich bemerkt wurde, „das bist doch nicht Du“, bis hin zu „super toll“! Auch kam direkt …. „liest sich wie ein Buch“…. Die persönlichen Mails habe ich gleich beantwortet und das ganze erklärt….wie, warum, etc., die Kompletterklärung mit der Analyse hätte es im Laufe der Woche gegeben im Blog. So der Plan.

Wenn ich jemanden damit verärgert habe, tut es mir wirklich sehr leid. Aber ich bin eben ich und so manche Katastrophen, unüberlegt oder überlegt, kreuzen immer mal meinen Weg.

Egal, das Fazit des Ganzen für mich, ich schreibe kein Buch. Das ist nichts für mich. Die Bedingungen sind nichts für mich. Wenn ich mal schreibe, dann so, wie ich das möchte. Das natürlich von Seiten der Lektoren immer mal was geändert und umgedacht wird, ist klar. Aber das ist eine Sache, damit komme ich nicht gut mit klar. Meine Stärken liegen definitiv im Kreis- oder Op.-Saal.

Und wie heißt es doch nicht unbegründet? "Schuster bleib´bei Deinen Leisten!" 


Danke!


16.8.17 15:14


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