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Katastrophen

Time for change - Time for other ways

„Das Leben ist wie eine Ballonfahrt, manchmal muss man erst Ballast abwerfen, um wieder steigen, fliegen, träumen und lachen zu können!

Es gibt ein Bleiben im Gehen, ein Gewinnen im Verlieren, im Ende einen Neuanfang!“

„Man sieht nur mit dem Herzen gut“ – oder sollte sie das ausschließlich nur auf sich selbst projizieren? Weil viele genau das eben nicht tun, lenkbar und beeinflussbar sind? Ja, ganz sicher. Sehr viele Menschen hat sie schon kennengelernt, die einfach irgendwelchen Leitbildern hinterherdackeln. Dabei ist es gar nicht so schwer, eine eigene Individualität, eine ganz eigene Identität zu entwickeln. Es bedarf so manches, mal etwas Durchhaltevermögen und so eine gewisse Ignoranz, aber sie selbst genießt es, nicht so zu sein wie so viele. Und genau das sind ihre Eigenschaften, an denen sie immer und immer wieder festgehalten hat und eben ganz oft gegen den Strom geschwommen ist, aber im heute und vielleicht auch weiterhin im morgen, ist das genau der richtige Weg für sie. Und ja, es ist schön, manchmal ist es auch etwas seltsam für sie selbst und so ganz oft sicher auch anstrengend für Andere, aber ja, es ist schön, war schön und wird immer schön bleiben. Das ist eben sie, „Marie“.

In manchen Situationen um gefühlte 25 Ecken zu denken, um aber dann doch relativ gradlinig an ein Ziel zu kommen, passiert ihr nicht so selten. Auch das sie manchmal so kleine Katastrophen regelrecht anzieht, passiert doch schon des Öftern. 😉 Das ist ganz sicher für das nahe und auch manchmal etwas weitere 😉 Umfeld schon auch anstrengend, dessen ist sie sich bewusst. In gewissen Situationen versucht sie das unter Kontrolle zu bekommen, aber dann passieren eben immer wieder solche Sachen, unvorbereitet und ohne Willkür. Und ihre Klappe kann sie meistens auch nur ganz schlecht halten.

Die letzten Tage waren mal wieder so typische „Kampftage“, viel zu viel zum einen, aber auch sehr wertvoll und sehr positiv zum anderen.

Das der 1. Mai ziemlich plötzlich kam und dann auch noch ein Feiertag war, kam mal wieder sehr überraschend. Auf solche Dinge hatte sie in den letzten Jahren kaum geachtet. Durch ihren Schichtdienst war es egal, ob Mittwoch oder Sonntag war, irgendwie war jeder Tag gleich und Feiertage gab es nur sehr selten. Ob Weihnachten, Ostern oder sonstige Feiertage, auch das waren immer Tage, wie jeder andere eben auch. Darauf nun etwas mehr zu achten und damit zu leben, ist erstmal neu und ungewohnt.

Diese Schnelllebigkeit, die sie in den letzten Jahren zur Angewohnheit hatte, baut sich in nur sehr kleinen Teilchen nach und nach etwas ab. Zeit war immer ein sehr wertvolles Gut für sie und damit musste sie sehr gewissenhaft und überlegt umgehen. Aber irgendwie funktionierte es, dachte sie jedenfalls bis vor Kurzem. Jetzt, doch eine ganze Ecke mehr Zeit zu haben, ist neu, ungewohnt, aber es fühlt sich gut an. Und sie könnte sich daran gewöhnen, einen geregelten strukturierteren Tagesablauf zu haben.

Gewisse Dinge, die ihr immer mal einfach so passieren, weil sie zum Teil schon etwas unaufmerksam ist und mit ihren Gedanken einfach nicht immer wirklich da ist, wo sie sein sollte, ist manchmal für sie selbst schwierig und bringt sie auch ganz oft in so gewisse „Situationen.“

So wie letzten Samstag, als sie nur noch schnell tanken wollte, an der Tankstelle, wo sie eigentlich fast immer tankte und mit Schwung vor die Tanksäule fuhr, den Tankdeckel entriegelte, ausstieg, sich den Zapfhahn schnappte und in den Tank steckte. Aber leider kam eben kein Benzin aus diesem Zapfhahn, auch nach mehrfachen klopfen, schütteln und schimpfen nicht. 😉 Als sie dann zum Shop gehen wollte, um zu fragen was los war, bemerkte sie dann, dass alles dunkel war und die Tankstelle geschlossen war. Der Insasse eines anderen Autos beobachtete die ganze Aktion ziemlich blöd grinsend und machte dann noch die Bemerkung „mit offenen Augen wäre das nicht passiert und wer lesen kann ist klar im Vorteil.“ Das Ganze wäre ja auch kein wirkliches Drama gewesen, hätte dieser sehr aufmerksame Mensch, sie nicht noch mit seinen blöden Kommentaren belästigen müssen.

Der Feiertag selbst gestaltete sich eher etwas trist, aber das war nicht weiter schlimm, da sie für den Folgetag noch so einiges vorbereiten musste. Am Dienstag ging das Arbeitsleben so langsam wieder los. Eine neue Herausforderung, ein neues Lebensgefühl. Die Fahrt dorthin gestaltete sich schon etwas nervenaufreibend. Autobahn früh morgens und dann noch mit starkem Regen, nicht ganz so lustig. Und ja, da war es von Vorteil, mit den Gedanken bei der Sache zu sein.

An der Uni selbst war erstmal vieles neu und ungewohnt, sie wird dort erst noch ihren Platz finden müssen, aber alles war herzlich und jeder hilfsbereit. Und dann ging es auch schon los mit ihren ersten Studenten. Die Zeit verging schnell und alles verlief relativ gut. Normalerweise hatte sie an der Schwesternschule angehende Krankenschwestern und Pfleger vor sich, wenn sie medizinische Fachkunde unterrichtete, nun an der Uni, angehende Mediziner. Zwei völlig andere Situationen. Mal sehen, wie es in der nächsten Zeit weitergehen wird. In Absprache mit der Uni, konnten die Vorlesungen und praktischen Teile von den Terminen so gelegt werden, dass dies mit der Immuntherapie kompatibel ist. Vorausgesetzt es kommt nicht zu außergewöhnlichen Komplikationen. Ihr neuer Arbeitgeber ist da sehr tolerant und hat ihr da auch von Anfang an den nötigen Mut zugesprochen. Das ist sicher nicht die Regel, aber es gibt ihr auch wiederum einen gewissen stärkeren Rückhalt.

Nachmittags zu Hause hatte sich das Wetter wieder etwas gefangen und gerade nach der langen Autofahrt musste sie einfach nochmal raus. Laufen, durchatmen, bewegen. Es war gestern etwas anders, sie lief nicht ihren gewohnten Weg, sondern bog etwas früher ab und kam unten an den alten Grenzmauern zum Flüsschen, welches auch von vielen Bäumen und Sträuchern umgeben ist. Ständig schwirrte da etwas umher. Das war ungewohnt, bis sie dann sah was es war. An der Mauer entdeckte sie eine Fledermaus, die sich am Gemäuer festkrallte. Für diese Tageszeit eher ungewöhnlich. Auf allen vieren 😉 versuchte sie dann von diesem sehr hübschen Exemplar ein paar Bilder zu machen und das Tierchen ein wenig zu filmen. Jedenfalls so lange, bis eine weitere Spaziergängerin, eigentlich läuft da kaum jemand rum, zu ihr kam und fragte, ob ihr etwas passiert wäre, da sie da halb auf der Mauer lag. 😉Das dies eigentlich nur eine ganz spontane Aktion von ihr war, wollte die selbsterkorene Ersthelferin erst nicht glauben und zerrte dann noch etwas unwirsch an ihr rum, bis sie wieder auf den Füssen war. Das Resultat war dann, dass ihr Handy noch um ein Haar ins Wasser gefallen wäre. Ok, die Geste und der Wille zählte! Aber alles gut und alles gewollt. Aufgrund des Regens, der am Morgen herrschte, sah sie dann natürlich nach der unüberlegten Bodenkunde aus wie die Sau 😉 Aber das war es ihr wert. Auch wenn die ganze Aktion etwas abrupt von der Spaziergängerin beendet wurde.

And now, „Marie“ proudly presents…….“batman“

 


 

 Ja, das sind eben ihre spontanen Handlungen, die immer mal, ohne lange zu überlegen, über sie kommen. Schon immer war das so und zum größten Teil nahm ja fast alles auch immer ein gutes Ende.

Auch wenn es schwer zu glauben ist, so war doch immer sie diejenige, die bei gemeinsamen Unternehmungen mit ihrer Freundin, eher sie die Bodenständigere und „Sachlichere“ war. Nicht weniger chaotisch, aber eben nicht naiv. Die gemeinsamen Urlaube, die manchmal recht spontan entschieden wurden, hatten immer ein wenig den Flair einer rotierenden Zeitbombe. Gerade der Spontantrip in die dominikanische Republik vor gefühlten Jahrhunderten, scheiterte schon fast am Hinflug. Jedenfalls konnten sie damals den Flug erst mit zwei Tagen Verspätung antreten.

Ihre Freundin war schon immer eine super Genaue und super Vorsichtige, aber eben mit einer doch zu dieser Zeit nicht unbeachtlichen Naivität ausgestattet. 😉 Beim Durchleuchten des Reisegepäcks, wurden im Koffer ihrer Freundin kleine Mini-Päckchen, die mit Alufolie eingewickelt waren, sichergestellt. Bei ihr selbst zwar nicht, aber wie das so war, mitgehangen, mitgefangen. Da sie selbst keine Ahnung hatte, was ihr Freundin da geheimnisvolles transportieren wollte, war sie ebenfalls über diese kleinen Päckchen sehr erstaunt.

Die Beiden wurden wie zwei Schwerverbrecher erst mal abgeführt. In einem separaten Raum, unter hochprofessioneller Aufsicht der Bundespolizei, wurden dann die Päckchen ausgewickelt. Darin befanden sich Tabletten. Einzelne noch in Klarsichtfolie eingewickelte Tabletten. Das ergab dann natürlich erst mal so ein richtiges Problem, da sich die Herren und die Dame der Bundespolizei natürlich nur den einen Reim darauf machten, dass da natürlich irgendwelche illegalen Dinge geschmuggelt werden sollten. 😉 Ganz klare Schlussfolgerung! Es war dann auf jeden Fall der erste Drogentest, den die Beiden durchlaufen mussten.

Die Erklärung ihrer Freundin zu den Päckchen, dass sie wegen der zu erwartenden Hitze im Urlaub, ihre Reiseapotheke, wie z. B. Schmerzmittel etc. aus den Blistern gedrückt und diese eben einzeln verpackt hatte, glaubte kein Mensch und schon gar nicht ein gut geschulter Bundespolizist! Und gerade die beiden Herren, die bei den Leibesvisitationen ihrer Sache ziemlich sicher waren, da zwei ganz gewiefte Dealerinnen enttarnt und so gut wie überführt zu haben, ließen sich mit so einer lächerlichen „Ausrede“ natürlich nicht beeindrucken. So wurden die beschlagnahmten „Drogen“ erst mal zur weiteren Identifizierung weggebracht und die Beiden durften eine Nacht unter Aufsicht, am Flughafen bei der Bundespolizei übernachten. Auf eine Benachrichtigung der Familie, haben die beiden aus gewissen, wohlüberlegten Gründen verzichtet. Was hätten sie denen auch erzählen sollen? „Wir sind gerade wegen Drogenschmuggels verhaftet worden?“ Das weitere wäre sich dann selbst dazu auszudenken. 😉

Im Laufe des anderen Tages gab es dann Entwarnung und die Beiden konnten dann, mit etwas Hick Hack, um noch einen passenden Hinflug zu bekommen, ihre Reise mit deutlicher Verspätung antreten. Es gab noch „einige“ gemeinsame Urlaube, die immer ein wenig in Kombination der Beiden, „besonders“ waren.

Heute Nachmittag war dann ein Makler da, damit ihr Haus in naher Zukunft verkauft werden kann. Zum einen wohl eine gute Entscheidung, da das Haus für sie einfach viel zu groß ist. Das alles in der momentanen gesundheitlichen Lage in Ordnung zu halten und sich um alles zu kümmern, ist ein schwieriges Unterfangen. Eigentlich hätte sie das Haus vor 10 Jahren erst gar nicht übernehmen sollen, dass wäre vielleicht der einfachere Weg gewesen, aber irgendwie ist sie da den Weg des geringsten Widerstandes gegangen und wenn es irgendwie dann läuft, dann läuft es eben erstmal. Mal sehen, was die nächsten Wochen für sie bringen. So ein großes Haus ist ja in der momentanen Lage auch nicht über Nacht verkauft. Es eilt nicht, aber es wäre der noch fehlende finale Schlussstrich.

Manchmal ist es einfach Zeit ein altes Buch zu schließen. Es bringt nichts, die Kapitel wieder und wieder zu lesen. Sie ändern sich nicht, sie bleiben wie sie einst geschrieben wurden. Manchmal ist es besser ein neues Buch zu öffnen, eine neue Geschichte zu schreiben, mit neuen Zeilen, neuer Perspektive, neuen Menschen und neuer Hoffnung! Ihr versteht? 😉

Noch nie war mehr Anfang wie jetzt!!

3.5.17 23:13


No risk....no fun ^^

 "Wenn es sich gut anfühlt, tu es einfach!"

Heute ging es mir schon etwas besser, also im Gegensatz zu den letzten Tagen, könnte man sagen, es ging mir gut. Das Essen, ist noch etwas schwierig, war aber heute irgendwie auch besser. Somit hoffe ich, dass ich das jetzt bis zumindest nächste Woche, überstanden habe und jeder Tag jetzt noch etwas besser wird. Aber ich glaube schon.

Den Mut werde ich ganz sicher nicht verlieren. Auch wenn es Tage gibt, die mich zweifeln lassen, wo es mir verdammt schlecht geht oder mir einfach alles zu viel wird. Diese emotionalen Schwankungen sind wohl irgendwo nachvollziehbar.

Ja, und kaum geht es einem einigermaßen besser, dann meine ich für meinen Teil natürlich schon wieder Experimente durchführen zu müssen. Und manchmal denke ich, sollte man mich einfach nicht alleine frei draußen rumlaufen lassen. Aber was soll ich sagen, am Waldrand gibt es einen Waldspielplatz mit einer ziemlich hohen Rutsche. Ja, und ich konnte es mir nicht verkneifen……zu rutschen. 😉 Völlig idiotisch und unüberlegt. Und nun habe ich „Rücken“ und ich glaube eine dezente Steißbeinprellung, weil das Ding ziemlich flott abwärts ging und ich ziemlich viel Schwung hatte. Zum Glück hat es keiner gesehen. Aber ich glaube sonst ist alles heil geblieben, zumindest die Rutsche. 😉

Ja, dass sind dann so Dinge, wo ich mir hinterher denke, was habe ich mir eigentlich dabei gedacht? Tja, gar nichts……es war ja nur eine Rutsche und mein Übermut, dass Meiste immer irgendwie ausprobieren zu müssen ohne über Konsequenzen lange nachzudenken. Manche Dinge ändern sich irgendwie nie.

Trotzdem war es ein sehr schöner Tag, so in allen Belangen. ;-))

Und ich überlege, ob ich mich evtl. am Freitag spontan in den Zug setze, zu meiner Freundin in die Nähe von Hamburg fahre und zwei Tage am Meer verbringe. Ich warte mal den Tag morgen ab, aber der Gedanke ist verlockend und würde mir wohl auch ganz gut tun. Wer weiß, wie das dann nächste Woche wieder wird.

15.3.17 20:09


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