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Hoffnung

Memories....the fate....oder....music was my first love ^^

"Ich will nicht perfekt sein, sondern einfach nur glücklich. Wenn Dir etwas wichtig genug ist, solltest Du es versuchen, egal ob das wahrscheinlichste Ergebnis ein Misserfolg ist. Doch da gibt es ja noch das Schicksal.......also los."

Musik war für mich schon immer ein sehr wichtiger Punkt. Spätestens als ich auf dem katholischen Mädchengymnasium war, ist der Funke so richtig übergesprungen. Denn außer Unkraut jäten und Zaubertränke brauen ;-), mussten wir natürlich viel beten und auch viel singen.  Es war weniger die kirchlich-, geistliche Musik, sondern eher das Singen an sich. Auch wenn es nicht immer so nach meinem Geschmack war, was von der Schule so gefordert wurde, war es doch der Grundstein der Musik für mich. Zu Hause war ich beim örtlichen Chor, auch da ging es nicht ausschließlich um die Kirche, sondern eher um aktuelle Dinge. Spaß an der Sache, war immer und auch noch bis heute das Leitbild. Und genau das hat mir immer einen guten Ausgleich geschaffen. Die letzten Jahre, beruflich bedingt, leider nur noch sehr sporadisch. Wir waren oder sind bis heute ein toller Haufen, haben viel Spaß und ich glaube das, was wir bisher auf die Beine gestellt haben, konnte sich immer sehen bzw. hören lassen. Ob ich das jemals wieder so umsetzen kann, ich weiß es nicht, dazu sind wohl meine Lungenmetastasen gerade etwas kontraproduktiv. Naja, aber man zerrt ja an seinen Erinnerungen und manche Dinge gehen einfach irgendwann mal zu Ende. In den Jahren 2007-2009 war ich teilweise in Eisenach und dort im Ensemble des Musicals „Elisabeth – die Legende einer Heiligen“,(nicht zu verwechseln mit Sissi!! die hatte damit so gar nichts zu tun!) eine super kleine völlig unwichtige Nebenrolle im Gesamtensemble, aber es war toll. Richtig toll. Die Zeit war etwas stressig, da ich gerade in den letzten Zügen meiner Facharztausbildung stand, aber ein guter Ausgleich zur Klinik und zum Studium. Ich bin ziemlich viel hin und her gefahren, aber jeder Kilometer und jede Minute war mir das wert. Ich denke so gerne daran und wenn ich mir heute das Musical anhöre, ist es, als tauche ich in eine andere Zeit. In eine Zeit, wo alles doch noch etwas anders war. Nicht schöner, auch diese Jahre hatten für mich ziemlich dunkle Schatten, aber es stand keine große Hürde vor mir (eher hinter mir). Eine Hürde, die ich vielleicht nie überwinden kann. Eine Hürde, die möglicherweise mich überwindet. Solche, für viele ganz sicher unbedeutenden Dinge, geben mir aber gerade doch sehr viel. Manchmal lebt man in den eigenen Erinnerungen, man darf nur nicht vergessen wieder aufzutauchen. Obwohl ich mir gerade im Moment wünsche, aus einigen Träumen nie mehr aufwachen zu müssen.

Manche Erinnerungen tun einfach unheimlich weh. Diesen Schmerz kann einem einfach keiner nehmen. Er ist mal weniger, mal stärker, aber im Unterbewusstsein immer da. Und es kommt auf die Erinnerung selbst an, wie sehr man einen Schmerz zulassen kann. Manche Dinge ändern sich nie, man lernt damit zu leben, aber niemals zu vergessen. Die Entscheidung im Musical mitzuwirken, war für mich in erster Linie eine Flucht (da bin ich ziemlich gut drin). Der Jahresübergang von 2006/2007 war mit der schwärzeste Punkt überhaupt. Ich würde diese negative Erfahrung noch über meine Krebserkrankung stellen. Eine Krankheit kann man evtl. heilen, man kann sich davon erholen und wieder gesund werden, wenn die Umstände stimmen, aber wenn einem aus unerklärlichen Gründen ein Stück Menschenwürde genommen wird und Gefühle zutiefst verletzt werden, ist das einfach unheilbar. Man lernt damit zu leben, ja, man kommt klar. Aber kommt nie komplett darüber weg. Das schlimmste an der Sache überhaupt ist, sich in einem Menschen über Jahre so sehr getäuscht zu haben. Bedingungslos, wirklich bedingungslos vertraut zu haben, um dann eine Erfahrung machen zu müssen, die einen ins Bodenlose reißt. Wenn das Ganze für einen dann noch als Konsequenz der Verlust eines Kindes bedeutet, ist es an Tragik fast nicht mehr fassbar. Aus abgrundtiefem Hass, wird irgendwann Gleichgültigkeit, Abscheu.  Es kommt eine Zeit, in der man sich selbst anzweifelt, hadert, Fehler sucht (niemand ist frei von Fehlern), aber irgendwann lernt man damit zu leben, dass irgendwie zu akzeptieren. Weiterleben ist die eine Devise, Ablenkungen die Andere. Das Musical war meine Hilfe für mich selbst, um nicht völlig durchzudrehen. Es hat funktioniert. Ich habe es geschafft, mich aus dieser Grausamkeit zu befreien, für mich, für mein Kind. Mein Beruf, die Musik und auch mein Bruder, waren mir da stets die Pfeiler, die ich brauchte. Ohne das alles, wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Obwohl das gerade schon wieder sehr lächerlich klingt, in Anbetracht der aktuellen Tatsachen. Die letzten zehn Jahre waren sicher anders. Eigentlich befindet man sich da ja im „besten Alter“, aber irgendwann habe ich für mich beschlossen, glücklich mit mir selbst zu sein. Es hat mir immer gereicht, dass zu haben, was ich hatte. Und mein Tellerrand war da sehr begrenzt. Ich weiß, dass das viele bis heute nicht verstehen, dass ich ganz vielen Menschen vor den Kopf gestoßen habe, bewusst und auch mal unbewusst, aber was anderes hätte ich nicht zulassen können. Vielleicht hätte ich mit offnen Karten spielen sollen, damit man "versteht", mich versteht, aber genau das war mir nie möglich. Aber die Zeit schreitet voran, was geschehen ist, ist geschehen, es bleibt eine böse Erinnerung und nachhaltige Konsequenzen für mich. Ob ich mittlerweile an einem anderen Punkt bin, weiß ich nicht, ob ich mich teilweise in neue Begebenheiten verrenne, weiß ich auch nicht. Aber eins weiß ich sicher, ich glaube, nein, eigentlich weiß ich es, ich bin jetzt an einer Gabelung angelangt, wo ich mich entscheiden muss.... so weitermachen oder leben? Und entschieden habe ich mich für „leben“. Und genau das ist der Punkt, warum ich mich beruflich verändere, warum ich "mich" verändere, warum ich wieder gewisse Dinge zulassen kann, warum ich wieder Gefühle wahrnehmen und zulassen kann. Gefühle, die für die meisten Menschen normal sind, über die ich vor einiger Zeit nicht mal drüber nachgedacht hätte. Es hat alles seinen Grund, warum ich bin, wie ich bin.

Vielleicht hat das grundlegend mit dieser Erkrankung zu tun, gefolgt mit dem Verlust von meinem Bruder. Schlüsselpunkte, die einen selbst schockieren, aber vielleicht auch genau jetzt weiter helfen. Mag merkwürdig klingen, aber irgendwie empfinde ich das so. Wie heißt es doch? „Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine Neue!“ Ich würde dann mal behaupten, meine Tür war gewaltig fest verrammelt, wahrscheinlich zusätzlich noch zugenagelt oder besser, der Schlüssel war anscheinend irgendwie unauffindbar. Aber siehe da, nichts ist hoffnungslos…..;-)

Aber es ist schön, wenn man sich irgendwann wieder selbst spürt, merkt, dass doch nicht alles verloren gegangen ist. Sich selbst wieder wahrnehmen, andere wieder bewusst wahrnehmen, dass tut gut. Manche Dinge sind sicher Wahnsinn und sind wahrscheinlich auch einfach nur eine Ironie des Schicksals, ich weiß es nicht. Aber eigentlich mag ich das Schicksal, denn genau das, hilft mir auch gerade……. Mensch sein, ohne die eigene Menschlichkeit zu verlieren, nur darauf kommt es an! Es ist nichts unmöglich......

Das ist genau mein Weg…………..diese Krankheit zu überwinden, andere neue Wege zu gehen und zu leben. Wieder zu leben und weiter zu leben. Ich glaube zehn Jahre waren eine lange Zeit, um einen Weg zu finden, um erst mal zu kapieren, dass man einen Weg gesucht hat. Wenn mir diese Erkrankung eines gezeigt hat, dann ganz sicher, wohin mich mein Weg führen wird. Vielleicht ist das genau mein Stolperstein gewesen, um zu sehen, "halt" bis hier hin und nicht weiter.....andere Richtung! Ja, kann schon sein! Alles was in den nächsten Wochen und Monaten noch auf mich zu kommen wird, werde ich in Kauf nehmen. Auch wenn ich an manchen Tagen zweifeln und keine Lust mehr haben werde, ganz sicher oft, so wie in den letzten Tagen an meine Grenzen stoßen werde, weiß ich, dass ich es schaffen werde, mit all´ meiner Kraft und meinem Willen in Zukunft "mein" Leben nach meinem Weltbild zu leben. Und ich werde neuen Dingen in meinem Leben eine Basis geben. Egal wieviel Wahnsinn auch dahinter stecken mag. Aber ich mag Wahnsinn…..ich mag Unmögliches…..ich mag besondere Menschen! ;-) und ganz wichtig...ich mag neue Wege!

 

7.3.17 19:04


Leben - Veränderungen - Yes, I can!

Leben – mehr als nur zu überleben
Leben – das ist Ursprung und Ziel
Leben – als kleiner Teil des großen Ganzen
Lebenswert zu sein

Der Nachteil, wenn man selbst Ärztin ist, man meint ja hier und da sich selbst therapieren zu können. Allerdings denke ich auch, nach der Misere von letzter Woche, vielleicht gar keine ganz so schlechte Idee. Ihr merkt, es geht mir besser. Ich fühle mich besser, ich habe mehr Energie, mir ist nur noch sehr selten übel. Also alles in allem, es besteht Hoffnung. ;-) So darf es jetzt bitte erst mal oder am besten für immer weiter gehen.

Heute morgen war ich schon einkaufen, ohne Begleitschutz. Und siehe da, ich bin sogar in einem Stück und ohne Autopanne wieder zu Hause gelandet. Somit gebe ich diesem Tag schon mal einen Pluspunkt. Mittlerweile scheint die Sonne, es ist nicht mehr ganz so kalt (zum Glück, ich brauche es definitiv warm). Ansonsten war es bis jetzt schon ein recht schöner Tag.

Am Nachmittag werde ich dann zu meinem Patenkind auf den Geburtstag gehen. Ja, genau, bei meiner „Siehste-Schwägerin.“ Wäre da nicht mein Patenkind und mein Bruder, wäre ich wohl heute eher spontan verreist, wie mich in die Höhle des Löwen zu begeben. Ich weiß, dass es wieder die eine oder andere Konfrontation zwischen uns geben wird. Aber ich werde mich zusammen reißen, ja genau, Selbstbeherrschung ist alles. Obwohl, wenn es jemand schafft, mich aus der Reserve zu locken, dann sicher Frau „Siehste“. Aber hoffen wir das Beste. – Für alle!! ;-) Als Geschenk, fahre ich mit meinem Patenkind in den Osterferien ein paar Tage nach Amsterdam. Sie hat sich sehr gewünscht mal das Anne Frank Haus zu sehen. Und da dachte ich mir, dass könnten wir mal zusammen machen. Wäre sie ein paar Jahre älter, wäre Amsterdam natürlich noch um einiges attraktiver ;-)) Jedenfalls kann man da so seine Erfahrungen machen. ;-)) Möchte ich jetzt lieber nicht weiter darauf eingehen, ich sage nur 3-Tages Ausflug meines Leistungskurses vor vielen Jahren…..aber auch das gehört halt dazu. (Keine Details!)

Ach ja, am Samstag werde ich auf das Seminar fahren. Natürlich fahre ich ICE, dass ist entspannter und schneller. Autobahn, samstags, braucht ja keiner. Hotel wurde mir ja schon gebucht, somit denke ich wird das mal wieder etwas anderes. Ich muss hier mal raus und ich brauche auch einfach etwas geistige Herausforderung. Außerdem ist es eben auch ein sehr wichtiges nötiges Seminar. Irgendwie freue ich mich darauf, auch wenn ich davon überzeugt bin, dass ich Samstag Abend wohl einfach nur noch erledigt in mein Hotelbett fallen werde. Außerdem handicapt mich mein blöder Daumen auch etwas.

Nächste Woche werde ich mir dann Gedanken machen, wie und was ich im therapeutischen Bereich meiner Erkrankung weitermache. Also so wirklich Lust auf irgendwas, habe ich eigentlich nicht. Gerade wo es mir jetzt im Moment wieder besser geht. Die letzte Woche war wirklich mies und so etwas möchte ich wirklich in dieser Form nicht mehr erleben müssen. Als erstes werde ich mich nochmals eingehender Kontrolluntersuchungen unterziehen, die aktuellen Ergebnisse abwarten und dann neu entscheiden. Definitiv möchte ich keine Chemo! Ich gehe nicht davon aus, dass sich der Befund vom Dezember grundlegend geändert hat, diese vier Immuntherapien werden wohl noch nicht wirklich was gebracht haben, außer dass ich letzte Woche beinahe gar keine Therapie mehr gebraucht hätte ;-) Aber vielleicht hat sich ja doch etwas getan, wollen wir mal hoffen, dass es sich nicht verschlechtert hat. Davon gehe ich aber nicht aus. Nein, davon gehe ich auf gar keinen Fall aus!! Ich möchte diese Scheiße einfach nur hinter mir lassen. Ich möchte das nicht mehr. Meine Schmerzgrenze ist sowas von erreicht. Ich möchte einfach nur mein Leben „leben“ und das in einer ganz neuen Perspektive, Veränderungen aktiv angehen. Wenn mich meine Selbstreflektion der letzten Wochen etwas gelehrt hat, dann das ich was ändern muss, dass ich was ändern möchte. So kann ich nicht weitermachen. Aber Selbsterkenntnis ist ja meistens der erste Schritt zur Verbesserung.

Einen schönen Tag und so ;-))

2.2.17 12:05


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