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Mach´die Augen zu und träume den Traum

„Es gibt Momente im Leben, da steht die Welt für einen Augenblick still und wenn sie sich dann weiter dreht, ist nichts mehr wie es war.“

 

Es gibt Menschen in diesem unendlichen Universum, die sie immer wieder an den Rand des Wahnsinns treiben. Mittlerweile sollte sie sich daran gewöhnt haben, nach so vielen Jahren, wo sich einfach nichts geändert hat. Aber es gibt wohl einige Dinge, da wird sie sich nie daran gewöhnen, vielleicht aber auch, weil sie sich einfach nicht daran gewöhnen möchte.

Ein Familiensystem, eine Rangordnung, die so an manchen Tagen, ach nein, eigentlich „nie“ zu verstehen ist. Eine Geschichte, die so, wohl ewig bleiben wird. Die seit Jahrhunderten andauert und wohl auch noch so einige überstehen wird.

Der härteste Brocken ist nach wie vor „der Baron“. Ein Buch mit sieben Siegeln. Resistent wie so ein hartnäckiger multiresistenter Keim. Überall da, wo er nicht zu gebrauchen ist, ach nein, eigentlich ist er komplett überflüssig. Eindeutig ein Fall für die „WHO“! 😉 Was wäre es doch so schön, wenn sie diesen Keim einfach unter dem Mikroskop oder in der Petrischale unschädlich machen könnte. Doch ganz so einfach ist die Sache leider nicht. In wirklich schon fast berechenbarer Regelmäßigkeit versucht er sich in seinen Intrigen und Nötigungen durchzusetzen. Bisher vergeblich, da er einfach keine Handhabe gegen sie hat und das wohl auch nie haben wird.

Nachdem es mit der Praxis nun etwas ruhiger geworden ist, da sich ein potenzieller Nachfolger gefunden hat, dies zwar nicht so ganz im Sinne der Allgemeinheit steht, aber sich wohl keine andere Möglichkeit erschließen wird, muss das wohl vom Gremium der höchsten Instanz so hingenommen werden. 1:0 für sie!! Das Ganze war und ist bis heute, ein großer Kraftakt und sie müsste lügen, wenn sie nicht in den letzten Wochen ganz kurz so einige Male davor war, klein bei zu geben und ins straucheln kam. Einfach nur um endlich Ruhe zu finden. Aber letztendlich hat sie es doch geschafft, sich selbst treu zu bleiben.

Nun steht der nächste Kraftakt an. Ein Akt, der nicht nur mit Durchhalten zu tun hat, sondern einfach auch ihr ganz persönlicher wunder Punkt ist. Vor ein paar Jahren wurden ihr und ihrem Bruder ein Gutshaus zu gleichen Teilen von einer Tante vererbt. Eine Angelegenheit, die dem Baron von Anfang an, ein Dorn im Auge war. Die Klausel des Erbes bestand darin, dass beim Tod von einem der Beiden, dessen Teil dann auf den anderen übergeht. Dies ist dann vor ein paar Wochen, nach der Testamentseröffnung auch geschehen. Nun ist es so, dass der Baron mit dieser Begebenheit so ganz und gar nicht zufrieden war und ist. Er kann daran wohl nichts ändern, aber er hätte gern, dass sie ihr Testament, entsprechend zu seinen Gunsten, im Bezug auf dieses Gutshaus ändert. Was ihr die ernüchternde Erkenntnis verleiht, dass er wohl definitiv damit rechnet, dass sie vor ihm sterben wird. 😉

So ein bisschen entpuppt sich diese ganze Sache, als Erbe des Grauens. Eigentlich gab es mit diesem Haus, von Anfang an nur Stress. Von der Denkmalschutzbehörde mal ganz abgesehen. Ihr Bruder hatte ja mit seiner Familie dort gewohnt, bis eben der Unfall dazwischen kam und vorher schon Frau „Siehste“ Hals über Kopf das Weite suchte. Wenn sie ehrlich ist, würde sie dieses Haus am liebsten aus ihrem Gedächtnis streichen. Es wird ihre Tochter irgendwann mal erben, aber ganz sicher nicht der Baron. Ein Verkauf ist, wegen Familien-tralala, nicht möglich. Es ist wirklich wunderschön, aber eben mit einem Familienfluch belegt. Ach herrje, alles Sachen, die sie im Moment so gar nicht gebrauchen kann.

Gestern erst der Auftritt des „Barons“ und dann heute morgen noch Frau „Siehste“, eine Kombination in kürzester Zeit, die wohl das stärkste Mammut umhauen würde. Heute morgen traf es dann ein, dass Ungeheuer vom Chiemsee, „Frau Siehste“. Eigentlich wollte sie nicht wirklich viel mit ihr reden, aber so ganz ließ es sich dann doch nicht vermeiden. Zumal sie als erstes bei ihr aufschlug und wiedermal Knall auf Fall in ihrem Haus stand. Auf der Agenda stand ja nur, dass sie endlich mal ihre Sachen aus dem Haus holen sollte, was aber wohl noch nicht so schnell erledigt sein würde. Frau Siehste ist ein Kapitel für sich, eigentlich genau so eins, welches schnell überflogen und ein- für allemal vergessen sein sollte. Ist es aber nicht. Diese Klugscheißerei ist einfach nicht zu ertragen. Ja, gut, sie selbst hat auch immer mal ganz gerne das letzte Wort, wohl auch ein Grund warum sich diese Konstellation immer wieder entzündet. Aber doch, sie ist schon sehr viel ruhiger geworden, hört sich diese elenden Klugscheißervorträge an und spart sich jeden, naja, fast jeden Kommentar. So ganz geht es dann doch nicht. Die Belehrungen waren wieder zermürbend. Und wow, war schon echt knapp, beinahe hätte es sie sogar interessiert. 😉 Intelligence will never stop being beautiful!!

Selbstverständlich liegt die Lösung einer Krebserkrankung in einer Klangschalentherapie und einer veganen Ernährung. Wenn die Lösung so einfach auf der Hand liegen würde, hätte diese Welt wohl einige Probleme weniger. Vielleicht sollten sie mal Frau Siehste zum G20-Gipfeltreffen in vier Wochen nach Hamburg einladen. Sicherlich lassen sich mit "trommeln" so einige gravierende Probleme dieser Welt lösen.

Selbstbeherrschung ist alles und darin ist sie mittlerweile ganz gut geworden. Ironie gegen von sich sehr selbstüberzeugten Personen einzusetzen, könnte sie machen, bringt aber nichts. Daher war ihre Strategie mit Augen zu und durch, wohl die humanste, wenn auch nicht wirklich die befriedigenste. Aber gut, manchmal steht eben doch der Selbstschutz an erster Stelle und genau das war es ja, worauf sie nun vermehrt achten wollte und weiterhin sollte. Als sich dann die Haustür des Guthauses hinter Frau Siehste schloss und sie wieder auf hoffentlich lange Zeit in den Untiefen des Chiemsees verschwinden würde, brachen erstmal alle Dämme. Menschen, die immer sofort wissen in welcher Kalenderwoche und in welcher Mondphase sie sich bewegen, waren ihr schon immer etwas unheimlich. 😉

Dieses Haus, diese Familie, dieses Leben. Ein Krux des Lebens. Ihres Lebens. Genau das musste sie los werden, um irgendwann einfach nur noch sie selbst sein zu können. Diese Erinnerungen in diesem Haus, an ihren Bruder, an eine Zeit, wo noch alles etwas anders war, ist nach wie vor unerträglich. Eine Selbstverständlichkeit, dass er vor einigen Wochen noch dort war, genau dort. Seine Sachen, überall. Nein, sie hatte es bisher noch nicht über sich gebracht, irgendetwas davon wegzupacken oder wegzugeben. Alles war noch genauso, wie es eben immer war. Aber ihr war klar, dass dies nicht so bleiben konnte. Die Kraft fehlte ihr einfach, genau das zu tun. Die Endgültigkeit noch ein weiteres Mal das Unbegreifliche zu akzeptieren. Unfähig alleine dieses Haus wieder hinter sich abzuschließen.  Es dauerte noch eine ganze Weile, bis sie wieder nach Hause fahren konnte. Es tut weh, sich an Dinge zu erinnern, die es so nie mehr geben wird. So oft heißt es doch, alles im Leben passiert aus einem bestimmten Grund, so manchmal würde sie gerne wissen, was der Grund für gewisse Dinge war oder ist.

Zu allem Übel hatte sich seit zwei Tagen eine heftige Erkältung bei ihr eingeschlichen. Genau das, was sie am allerwenigsten gebrauchen konnte und was immer etwas kontraproduktiv für die ganze Lungensituation ist. Aber so etwas ist auch kaum aufzuhalten, das sehr geschwächte Immunsystem, ist eben für solche Sachen, dann einfach nicht gerüstet. Das dann noch gekoppelt mit dem Zirkus der letzten beiden Tage, nicht wirklich so gut.

Am Montag, war sie wieder bei ihrer wöchentlichen Nachuntersuchung und zur Nachbefundbesprechung. Glücklicherweise arbeitet ihre Niere fast vorbildlich und scheint sich von der Operation Schritt für Schritt zu erholen. Zwar in kleinen Schritten, aber selbst der kleinste Schritt, ist ein Schritt nach vorne. Auch Schnecken kommen irgendwann ins Ziel.

Dafür gab es aber auch eine richtig erfreuliche Erkenntnis. Die Metastasen haben sich deutlich verkleinert. Sie stand selbst vor den Bildern und hatte nachgemessen. 😉 Vertrauen ist gut, Kontrolle dannn doch der besssere Weg! Und siehe da, wirklich geschrumpft. So schön, dass sich die Strapazen in gewisser Weise für sie gelohnt haben. Auch wenn die letzten drei Wochen schon ein ziemlicher Rückschlag waren. Welche Gefühle sie da durchlebt hatte, sind für sie kaum in Worte zu fassen.

Emotionen und Reaktionen, die sicherlich für viele nicht nachzuvollziehen sind, die sie selbst wohl auch nie verstanden hätte, wäre sie nicht in dieser Situation gewesen. Was fühlte sie, genau in diesem Moment, als sie das 2. Mal in wenigen Monaten gesagt bekam, dass wieder ein Krebstumor gefunden wurde? Eigentlich kann sie das gar nicht beschreiben. Im ersten Moment hatte sie das Gefühl, alles friert ein. Und sie fragte sich wie so oft, wie kann das verdammt nochmal sein? Wie? Es muss doch einfach mal aufhören mit dem ganzen Mist. Und nun bleibt ihre Angst noch viel intensiver bestehen, jetzt wo nochmal etwas gefunden wurde. Und was wenn es immer noch nicht das Ende war/ist? Es wird wieder Wochen dauern, bis sie etwas sicherer mit der ganzen Situation und mit sich selbst umgehen kann. Kaum hatte sie die Antwort der letzten Monate für sich gefunden, änderte das Leben einfach die Frage. Wie sollte sie da noch mitkommen?

In wenigen Wochen beginnt die etwas umstrukturierte Therapie. Nicht so ganz viel anders, aber doch ein etwas anderer Weg mit anderen Medikamenten. Wie wird das werden? Wieder endlose quälende Nebenwirkungen? Ein Wahnsinn! Ängste, Emotionen und Gedanken, die im Moment mehr wie konfus sind.

Heute Mittag stand dann ein Arztbesuch auf dem Programm, da sich die Erkältung doch nicht ganz so leicht wegstecken lies. Und das war dann wohl auch eine vernünftige Entscheidung. Nach einer Antibiotika-Infusion und absolut streng verordneter Ruhe 😉 (man erkenne die Ironie, denn Ruhe in dieser Familienkonstellation, ist eine Begebenheit, die eben überhaupt nicht funktioniert, irgendwas ist immer), durfte sie dann wieder nach Hause. Mit ihrer Freundin, die sie begleitete, setzte sie sich noch in ein Café und das war eine gute Entscheidung, die für diesen kurzen Moment gut tat. Auch wenn Coffein und Co. noch absolut verboten sind. Aber es gibt ja Alternativen und auch damit lässt es sich, wenn es eben nicht anders geht, irgendwie übergangsweise mal leben. 😉

Nach einer kleinen Verschnaufpause auf dem Sofa ging sie noch ein wenig spazieren und so ganz langsam kam sie dem Waldrand näher und irgendwann war sie wieder bei ihren Eseln und ihrer maroden Friedhofsmauer. Eigentlich ist der Weg dorthin im Moment noch etwas anstrengend und sie hatte es in den letzten Tagen, seit sie zu Hause war noch nicht wieder gewagt, ihn auf sich zu nehmen. Manche Dinge passieren dann halt auch bewusst unbewusst. 😉 Der Zufall geht manchmal Wege, da kommt die Absicht gar nicht erst hin.

Die kleine Friedhofsmauer bot ihr wieder ihren altbewährten Platz und sie genoss es, die Abendsonne zu genießen. Die Esel grasten und ließen sich nicht stören. Nicht mehr lange und das kleine Eselfohlen würde mit über die Koppel springen. Wieder etwas, was einen neuen Anfang nehmen würde.

Drüben am Waldrand kamen zwei Rehkitze zum Vorschein. Dort keine Seltenheit, aber immer wieder schön zu beobachten. Nach einer Weile verschwanden sie wieder. Schön warm war es auf ihrer kleinen Mauer, so legte sie sich ihren Pulli unter den Kopf und ging nochmal in ihren Gedanken die letzten Tage durch.

 

Der Baron, Frau Siehste, Arztbesuche, Häuser, neue Therapie……………irgendwann mischten sich andere Gedanken und Erinnerungen dazwischen. Erinnerungen, die genau dorthin gehörten.

Wie oft waren sie als Kinder dort, ein Ort, der sicherlich nicht unbedingt geeignet war als Spielplatz. Ein alter Friedhof, mit alten Grabsteinen, die zum Teil bis in das 15. Jahrhundert zurückreichten. Und ja, dort ruhten wohl die lieben Ahnen. Freiherren und Freifrauen, Erbmarschalle und Grafen. Irgendwann nahm das ganze Adelsgedöns in dieser Zeit wohl mal seinen Anfang und reicht wohl weißlich bis in die heutige Zeit. 😉

Der Friedhof, die Grabsteine und alles was dazu gehörte verwilderten immer mehr. Manchmal wurde vom Gut noch das Gras etwas gemäht, wenn die Esel im Frühling zur Koppel gebracht wurden oder im Herbst wieder in die Winterunterkunft zurückkehrten. Aber selbst da, lag nicht der Fokus des Interesses auf dem Friedhof. Er war halt noch da, so irgendwie.

Auch wenn es wohl ein etwas merkwürdiger Ort sein mag, so ist es auch gleichzeitig ein schöner Ort. Ein friedlicher, behutsamer Ort. Auch als Kind war sie gerne dort und natürlich bekamen sie von den Angestellten des Gutes immer mal einige Schauergeschichten erzählt. So etwas ergibt sich in solch´ einem Ambiente wie von selbst. 😉

Nur das eben sie ein Kind war, dass gerne solchen Geschichten auf den Grund ging. In der Annahme das natürlich diese Geschichten der Wahrheit entsprachen. Denn schließlich hatte sie ja gelernt, das Lügen nicht erlaubt ist und Schummeln wirklich nur eine absolute Notlösung sein sollte.

Die Geschichte vom Mädchen, welches bei Vollmond im weißen Nachthemd über den Friedhof schleicht, weil sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen war und keine Ruhe finden konnte, ist wohl mit die Älteste und passendste auf jegliche Begebenheit. Im Alter von ca. 8-10 Jahren beeindruckte das so ein Kind schon enorm. Etwas unheimlich war die ganze Angelegenheit schon und es war auch nicht unbedingt einfach, gerade bei Vollmond bei den Großeltern zu sein. Aber hin und wieder passte es. Gemeinsam mit ihrem Bruder, denn so ganz alleine, war es doch schon ein wenig gruselig, schlichen sie sich in den Schlafanzügen nachts in den Wald zum kleinen Friedhof. Ihr Bruder gehörte nicht zu der besonders tapferen Sorte, aber wie so oft, hatte er keine Wahl und musste da mit durch.

Doch leider war dort selbst bei Vollmond kein Mädchen im weißen Nachthemd ausfindig zu machen. Wer hätte es wohl gedacht? 😉 Diese Erkenntnis wäre dann auch sicherlich im Sande verlaufen, wenn nicht genau zu dieser Zeit eine der Eselinnen trächtig und kurz vor der Niederkunft gewesen wäre. Somit war ein Hofangestellter dort oben und übernachtete in einem der kleinen Unterstände, um eben die Geburt des Fohlens abzupassen.

So bemerkte er, dass auf dem Friedhof etwas zu Gange war und in der Dunkelheit sah er wohl nur ein Kind, welches über den Friedhof huschte und immer mal hinter einem Grabstein verschwand. Sie trug sicher kein weißes Nachthemd, es war lediglich ein weißer Schlafanzug mit blauen Streublümchen 😉, aber das Detail war in diesem Moment wohl eher Nebensache, auch das sie ja eigentlich zu zweit waren. Die Beiden merkten dann, dass sich auf der Koppel etwas tat und jemand etwas erschrocken hektisch sich in Richtung Gutshof aufmachte. Das war natürlich alles andere wie vorteilhaft, da dies wieder mal jede Menge Ärger bedeuten würde. So flitzten sie, immer darauf bedacht, nicht gesehen zu werden, zurück zum Haus und schafften es zurück in ihre Betten, bevor das halbe Gut, durch den etwas panischen Angestellten in helle Aufregung versetzt wurde.

Eine lange Zeit war diese Geschichte im Gespräch, dass er wirklich ein kleines Mädchen im weißen Nachthemd 😉 über den Friedhof hat schleichen sehen und das dann einfach wieder verschwunden war. Eigentlich waren sie ja zu zweit, aber das zweite Kind, wurde sich dann wohl irgendwie weggedacht. Passte dann wohl nicht so ganz gut in die eigentliche Geschichte. Jedes Mal, wenn diese Geschichte wieder auf den Tisch kam, gab es ein Augenzwinkern von ihrer Oma.  Sie wusste also genau Bescheid. Ansonsten wurde dem Angestellten eine rege Phantasie zugeordnet und so manch einer belächelte ihn. Aber wie heißt es doch, an jeder Geschichte ist doch so manchmal ein Körnchen Wahrheit. 😉 Das Eselfohlen kam übrigens eine Nacht später auf die Welt.

Die Sonne stand schon ziemlich tief und die letzten Sonnenstrahlen schienen durch die Bäume, als sie wieder ihre Gedanken im heute und jetzt hatte. Sie ging noch eine Weile rüber zu den Eseln, bevor sie sich auf den Rückweg machte. Der Weg zurück nach Hause war nicht ganz so mühsam, wie am Nachmittag hinauf. Ein schöner Weg und ein schöner Abschluss für einen etwas verkorksten Tag. Ihre Wünsche und Träume sind ihr sehr klar und sie weiß genau, was sie möchte, eigentlich fehlt ihr dazu jetzt nur noch die gute Fee. 😉

Und ganz oft verlässt sie im Moment der Mut, genau der Mut, den sie unbedingt braucht um das alles zu schaffen und zu überstehen. 

3.6.17 00:50
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mausi / Website (3.6.17 07:43)
Moin liebe Marie,
schön, daß es zu Deinem Lieblingsplatz geschafft hast . So ein Erbe hört sich zwar gut an, aber bedeutet auch viel Arbeit und Geld. Wenn einem dann auch solcher Besserwissis das Leben schwer machen, ist das ziemlich mies . Einen Rat habe ich nicht, wüsste auch nicht, was ich machen soll. Schön, daß sich einiges bei Dir verbessert hat und ich drücke die Daumen, daß die nächste Therapie auch anschlägt.
Wünsche Dir angenehme Pfingsttage,
Helga


Indianwinter (3.6.17 15:12)
Hallo Marie,
die „Gruselgeschichte“ ist schon witzig, doch der Baron ist ein übler Mensch, man ist fassungslos über seine rücksichtslosen Äußerungen.
Ich hoffe, du nimmst es dir nicht zu sehr zu Herzen, in deiner Situation verletzt doch.
Und deine Schwägerin scheint nicht die Hellste zu sein, auch wenn sie das wohl von sich zu meinen scheint.
Schön, dass du wieder an deinem Lieblingsplatz sein und hoffentlich neuen Mut schöpfen konntest!
Doch eine besonders gute Nachricht ist, dass die Niere vernünftig arbeitet und auch die Metastasen kleiner geworden sind.
Für deine nächste Therapie drücke ich dir weiter die Daumen, zum Glück waren die bisherigen Strapazen nicht sinnlos!
Ich wünsche dir schöne und erholsame Pfingsttage, LG, Indianwinter


padernosder (3.6.17 23:34)
Hallo Marie,

diese Vielfalt von Eindrücken, von Gedanken, das ist für Dich kaum zu bewältigen und der Leser kann nur noch einen Gesamteindruck gewinnen.

Metastasen kleiner, doch ein neuer Tumor! Ist der nächste Tiefschlag der Preis der Freude? Doch am Schluß bleibt Zeit zum Träumen. Wie geht das?

Zwischendurch finde ich schöne Sätze: "Der Zufall geht manchmal Wege, da kommt die Absicht erst gar nicht hin." Was heißt das auf Dich bezogen? Könnte etwas Positives geschehen, was Deine Therapie nicht leistet kann?

"Alles im Leben passiert aus einem bestimmten Grund..." glaubst Du das noch? Für mich ist das Denken des Mittelalters. Ich war böse, also werde ich bestraft. Das Gegenteil ist der Fall. Ich war gut, ich habe versucht, alles richtig zu machen, und dennoch zieht mir das Schicksal den Boden unter den Füßen weg. Das ist die Wahrheit! Wir werden lachen oder weinen, wir werden glücklich sein oder unglücklich, wir werden leben oder sterben, aber nie werden wir wissen, warum!

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