Marie (adel-verpflichtet) "Unser Himmel ist derselbe"
 
 

Da sprach der alte Häuptling der Indianer....

„Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann.“ (indianische Weisheit)


„Da sprach der alte Häuptling der Indianer, wild ist der Westen, schwer ist der Beruf!“ 😉

Irgendwie geht mir dieser Text heute nicht aus dem Kopf und irgendwie denke ich heute an einen ganz besonderen Menschen, meine Gode! Mein Häuptling in meinem Leben!

Meine Gode sagte ganz oft zu mir, gerade in Zeiten, wo es mir schlecht ging:

„Du darfst zweifeln, weinen, schimpfen und schwach sein, dass ist völlig in Ordnung und das steht Dir zu. Aber dann, nimmst Du Dich zusammen, kneifst die Pobacken zusammen (Sie hatte eine andere Wortwahl 😉und kämpfst und das mit allen Mitteln! Das ist das Leben, Marie, keiner sucht es sich aus und manche Wege sind schwer und unergründlich, aber jeder Weg ist zu schaffen, egal wie unmöglich, steinig und abgründig es erscheint!“

Wie oft denke ich an sie, sie war so ein toller Mensch, sie jetzt noch bei mir zu haben, wäre einfach wunderschön. Niemand wusste vom Leben mehr wie sie! Sie war der herzlichste, liebevollste und gutmütigste Mensch, der mir in meinem Leben bisher begegnet ist. 40 Jahre hat sie mein Leben begleitet und war mir immer Freundin, Mutter und Oma zugleich. Mehr geht nicht! Uns trennten 50 Jahre, aber wir verstanden uns wie beste Freundinnen. I miss you, so!

Gerade gestern die unmögliche Situation mit meinem Onkel und auch heute die Erinnerungen an meine Gode, bringen noch so die eine oder andere Erinnerung mit sich.

Meine doch sehr ausgiebig durchlebte „Indianerzeit“ brachte doch auch immer wieder das eine oder andere Szenario mit sich. 😉

Mein Onkel, der „Baron“, konnte ja mit Kindern generell so gar nicht. Das wusste jeder und er gab sich auch nie Mühe daran irgendetwas zu ändern. Kinder waren lästig und unnötig. Daher wahrscheinlich auch unsere gegenseitige Ablehnung. Dennoch gab es hin und wieder mal so eine Anwandlung von, ich versuche ein „lieber Onkel“ zu sein!

So gab es irgendeine Familienfeier, wo er sich bereit erklärte mit uns, wir waren so ungefähr 5-6 Kinder, Indianer zu spielen. Wir durften ihn oben im Wald an einen Baum fesseln, als Marterpfahlersatz. Es lässt sich wahrscheinlich schon ein wenig erahnen, wie das Ganze ausging….

Jedenfalls hatte er dann ganz plötzlich keine Lust mehr und beschimpfte uns alle auf das Übelste. Die anderen waren davon schwer beeindruckt und auch eingeschüchtert. Ich eher nicht. 😉 So beschloss Indianerin Wolkenfeder, den weißen Mann am Marterpfahl vorerst zurückzulassen. Strafe muss ja schließlich sein.

Eine Weile später fiel dann auf der Feier auf, dass der „Baron“ nicht da war. Die Kinder halt schon. Nach einigem hin und her, gaben wir dann das „Versteck“ im Wald preis. Er wurde dann unbeschadet befreit und schimpfte natürlich wie ein Rohrspatz mit „Konsequenzen“ und „Kinderheim“…..ja sicher aber auch!

Aber wirklich bedauert hat ihn da keiner. Nicht mal seine eigene Frau, die haben sich da wahnsinnig drüber lustig gemacht und noch heute muss er gelegentlich damit leben. Indianer hat er nie mehr mit uns gespielt. 😉 Wegen mir hätte er auch von den Kojoten und Geiern gefressen werden können, dann hätte ich heute ein Problem weniger!

 

10.5.17 16:50

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bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mausi / Website (10.5.17 17:01)
Huhu Marie,
musste schmunzeln, warst auch nen halber Junge als Kind genau wie ich - immer zu Streichen aufgelegt. Bin auch auf Bäume geklettert und Äppel gemobst :-).
Bleib wie Du bist - daran erinnert frau sich in schweren Zeiten...
LG Helga - noch mit Nebenwirkungen


padernosder (11.5.17 07:07)
Hallo Marie,

ich sehe Gus Backus noch vor mir, wie er den "alten Indianer" singender Weise sprechen ließ. Als Kind hat mich der Text leicht verwirrt. ;-)

In dieser Kinderzeit saß auf dem Schloß Frankenberg, hier in der Nähe, eine alte Baroness, die uns vom Turm mit ihrem Geschrei und einer Schrotflinte bedrohte, wenn wir zu nahe kamen.

Solche Menschen fordern es geradezu heraus, daß man ihnen Streiche spielt. Wir wollten immer die Pferdekoppel öffnen, damit die Tiere davonlaufen. Aber wir hatten zu viel Respekt, weil wir dachten, die knallt uns tatsächlich ab, wenn wir zu frech werden. ;-)


(11.5.17 12:53)
Hallo Marie!
So eine Gode ist toll. Ich hatte zwar 5 Stück, aber 2 davon waren meine Herzensmenschen. Die eine Gode war weiter weg und trotzdem waren wir uns nahe. Die andere hat oft Mutterersatz gemacht. Sie war einfach resuluter als meine Mutter. Sie fuhr schon damals Auto. Sie war immer für mich da.
Sie ist vor gut einem Jahr verstorben.
Ich war leider immer ein sehr angepasstes Kind, deshalb finde ich Deine Streiche einfach toll. Ich hätte gerne so gehandelt.
L.G. mausfreddy


Maccabros (11.5.17 14:02)
ja, manches vergisst man/frau nie....


Indianwinter (11.5.17 15:49)
Hallo Marie,
mir ging es ähnlich wie Mausfreddy, ich konnte mir als Kind keine Streiche erlauben, rebellisch bin ich erst später geworden und heute sehe ich zuerst den Menschen an, dann einen Titel usw.
Toll, dass ihr den Baron damals habt schmoren lassen, hätte ich mich nie getraut und das alte Lied vom Häuptling der Indianer, ist auch mir noch in guter Erinnerung.
LG, Indianwinter


mausfreddy (15.5.17 22:39)
Hallo Marie!
Ist alles OK?
Mach mir Sorgen.
L.G. mausfreddy

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