Marie (adel-verpflichtet) "Unser Himmel ist derselbe"
 
 

Der schwarze und der weiße Wolf - Yin und Yang ;-)

"In ihrem Körper wohnen zwei Seelen. Die eine will alleine sein, die andere aber nicht einsam. Die eine zerstört, die andere versucht zu verbinden. Die eine strebt nach Kontrolle, die andere möchte endlich loslassen können. Die eine möchte sterben, die andere sehnt sich nach dem Leben. Und jeden Tag bekämpfen sie sich einander. In ihr tobt ein unablässiger Krieg, und an manchen Tagen hat sie das Gefühl zu verlieren, egal welche Seele gerade gewinnt!"


Um noch etwas bei den Indianern zu bleiben.... eine Kleinigkeit zum Nachdenken.

Schweigend saß der Cherokee Großvater mit seinem Enkel am Lagerfeuer und schaute nachdenklich in die Flammen. Die Bäume um sie herum warfen schaurige Schatten, das Feuer knackte und die Flammen loderten in den Himmel.

Nach einer gewissen Zeit meinte der Großvater: „Flammenlicht und die Dunkelheit, wie die zwei Wölfe die in unseren Herzen wohnen“.

Fragend schaute ihn der Enkel an.

Daraufhin begann der alte Cherokee seinem Enkel eine sehr alte Stammesgeschichte von einem weißen und einem schwarzen Wolf zu erzählen.



„In jedem von uns lebt ein weißer und ein schwarzer Wolf. Der weiße Wolf verkörpert alles was gut, der Schwarze, alles was schlecht in uns ist. Der weiße Wolf lebt von Gerechtigkeit und Frieden, der Schwarze von Wut, Angst und Hass.

Zwischen beiden Wölfen findet ein ewiger Kampf statt, denn der schwarze Wolf ist böse – er steht für das Negative in uns wie Zorn, Neid, Trauer, Angst, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Schuld, Groll, Minderwertigkeit, Lüge, falscher Stolz und vieles mehr. 

Der andere, der weiße Wolf ist gut – er ist Freude, Friede, Liebe, Hoffnung, Freundlichkeit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Wahrheit und all das Lichte in uns.

Dieser Kampf zwischen den beiden findet auch in dir und in jeder anderen Person statt, denn wir haben alle diese beiden Wölfe in uns.“

Der Enkel dachte kurz darüber nach und dann fragte er seinen Großvater,
 „Und welcher Wolf gewinnt?“

Der alte Cherokee antwortete: „Der, den du fütterst.

 Nur bedenke, wenn du nur den weißen Wolf fütterst, wird der Schwarze hinter jeder Ecke lauern, auf dich warten und wenn du abgelenkt oder schwach bist wird er auf dich zuspringen, um die Aufmerksamkeit zu bekommen die er braucht.

 Je weniger Aufmerksamkeit er bekommt, umso stärker wird er den weißen Wolf bekämpfen. Aber wenn du ihn beachtest, ist er glücklich. Damit ist auch der weiße Wolf glücklich und alle beide gewinnen.

Das ist die große Herausforderung eines jeden von uns… das innere Gleichgewicht herzustellen.

Denn der schwarze Wolf hat auch viele wertvolle Qualitäten – dazu gehören Beharrlichkeit, Mut, Furchtlosigkeit, Willensstärke und großes intutives Gespür, Aspekte, die Du brauchst in Zeiten, wo der weiße Wolf nicht weiter weiß, denn er hat auch seine Schwächen.

Du siehst, der weiße Wolf braucht den schwarzen Wolf an seiner Seite. Beide gehören zusammen. Fütterst du nur einen, verhungert der andere und wird unkontrollierbar. Wenn du beide fütterst und pflegst wird es ihnen gut tun und ein Teil von etwas Größerem, das in Harmonie wachsen kann. 

Füttere beide und du musst deine Aufmerksamkeit nicht auf den inneren Kampf verwenden müssen. Und wenn es keinen inneren Kampf gibt, kann man die innere Stimme, der alles wissenden Führer hören, die dir in jeder Situation den richtigen Weg deutet.

Frieden, mein Sohn, ist die Mission der Cherokee, ist das Leben. Ein Mann, der den schwarzen und weißen Wolf in Frieden in sich hat, der hat alles. 

Ein Mann, der in seinen inneren Krieg gezogen wird, der hat nichts. Dein Leben wird davon bestimmt, wie du mit deinen gegnerischen Kräften umgehst. Lass nicht den einen oder anderen verhungern, füttere sie beide und beide gewinnen.“

26.4.17 07:50

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bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mausi / Website (26.4.17 07:58)
Moin Marie,
das ist eine schöne Geschichte . Ich kann das nur bestätigen, denn ich bin Sternzeichen Zwilling, da leben 2 Seelen in mir, ein Engelchen und ein Teufelchen . Meistens reagiert das Engelchen, aber wehe, das Teufelchen gewinnr Oberhand .
Schönen Tag wünsche ich Dir
Helga


padernosder (26.4.17 08:21)
Hallo Marie,

nun könnte der schönste Philosophen-Streit beginnen, doch ich bin ganz bei Dir, aber anderes Beispiel:

Am Morgen kämpft die Nacht mit dem Tag, und der Tag gewinnt. Am Abend das Gleiche und die Nacht gewinnt. Somit haben wir die "Ausgeglichenheit", die der "weise" Cherokee für das Wesentliche hält.

Es bleibt aber noch die Frage, wieviel vom Tag hat die Nacht und wieviel Nacht steckt im Tag. Gibt es das Gute und das Böse in reiner Form? Eher nicht, und so hört das Nachdenken nie auf und die Gewißheit fängt nie an...

Nur Gott ist "immer und ausschließlich" gut, oder muß auch er den Schatten des Bösen ertragen? Es ist ja immer unsere menschliche Sicht, mit der wir alles sehen und beurteilen und die ist... ach, jetzt habe ich wieder meine Brille verlegt! ;-)


eman (26.4.17 13:18)
Liebe Marie, danke für diese Geschichte. Ich kannte sie, glaubte sie aber ganz vergessen zu haben.
Bis heute erzählen sich die Menschen solche Geschichten wie diese, von den beiden Wölfen, den zwei Seiten der einen Medaille, dem Yin und dem Yang ...

Vor langer Zeit hörte ich einmal eine ganz andere Geschichte: Ein Mann behauptete, dass die Dunkelheit nicht existent sei.
Alle lachten über ihn und sagten: Das ist doch völliger Unsinn: Am Tag ist es hell - und wenn die Nacht hereinbricht, herrscht Dunkelheit.
Und der Mann bat sie darum, ein Gedankenexperiment zu machen: Sie sollten sich einen Raum vorstelle, der völlig abgedunkelt ist: Fensterläden geschlossen, Gardinen zu,Tür zu - nur tiefschwarze Dunkelheit ...
Und dann sollten sie sich vorstellen, ein Teelicht anzuzünden, erst nur ein winziges, kleines Licht...dann mehr Teelichter, dann das elektrische Licht anzumachen:
Die Anwesenheit des Lichtes kann die Existenz der Dunkelheit auslöschen. Also hat Licht eine physikalische Existenz.

Und nun der Gegenversuch: Man solle in diesem Lichtdurchfluteten Raum warten, bis draußen tiefdunkle Nacht herrsche - ohne jede Beleuchtung, die rabenschwärzeste, dunkelste Nacht sei nun draußen. Nun solle man sämtliche Fenster, Türen des hellen Raumes weit öffnen, um so viel wie möglich von dieser tiefschwarzen, finsteren Nacht hereinzulassen ...
Was geschieht?
Nichts:Drinnen bleibt es hell.
Also: Wenn die Anwesenheit von Dunkelheit die Helligkeit nicht auslöschen kann, hat Dunkelheit keine physikalische Existenz.
Nur das Licht existiere wirklich - nur seine An- oder Abwesenheit.


Indianwinter (26.4.17 13:33)
Hallo Marie,
eine sehr schöne Geschichte, ich kannte sie, da ich die Weisheiten und Legenden der Indianer sehr schätze.
Es geht bestimmt den meisten so, wer hat nicht zwei Seiten. Die Balance ist wichtig, wenn eine Seite überwiegt, driftet man ab in das Negative-da man muss sich immer mal wieder mit sich selbst beraten...
LG, Indianwinter :D


mausfreddy (26.4.17 18:21)
Hallo!
Ich kenne diese Geschichte auch.
Sie ist sehr schön und bringt einem zum grübeln.
Ich glaube ich füttere immer den verkehrten Wolf.
L.G. mausfreddy


Mirco / Website (27.4.17 04:05)
Sehr schön und auch sehr richtig, diese Geschichte.
Irgendwann lernt man wie viel die beiden Wölfe fressen müssen, um in die Balance zu kommen. Aber dafür braucht es schon etwas Lebenserfahrung, denke ich...

Glg aus Ningbo

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