Marie (adel-verpflichtet) "Unser Himmel ist derselbe"
 
 

Es war die Nachtigall und nicht die Lerche

„Mein Hintergrund und meine Umstände haben ohne Zweifel maßgeblich beeinflusst, wer ich heute bin. Doch nun bin ich verantwortlich dafür, zu wem ich in Zukunft noch werde!“

Prolog: 

Es war die Nachtigall und nicht die Lerche...

...Die Interpretationen von diesem Zitat aus Romeo und Julia gehen wohl ein wenig auseinander. Die meisten verstehen darin wohl den Sinn einer Täuschung bzw. selbst etwas falsch verstanden oder getan zu haben, meine Interpretation liegt nach wie vor in der Bedeutung, dass Julia, Romeo hin halten wollte, in dem sie ihm sagte, dass in diesem Moment noch die Nachtigall singt, bevor mit dem Gesang der Lerche schon der nächste Morgen anbricht…….Ein Versuch von Julia, Romeo zu erklären, dass die Nacht noch andauert, obwohl sie wusste, dass die Lerche schon sang und somit der Morgen graute…… Romeo und Julia, viele sehen dieses Shakespeare Stück, als das Ultimative der ganz großen Liebe…..wow….na also ich weiß nicht......Das Ganze geht ziemlich übel aus und es kommt keiner lebend davon…….nicht mein Verständnis von der ganz großen Liebe.

So, nun aber zum eigentlichen……..

.......Die letzte Woche habe ich mich etwas vom „Schreiben“ distanziert. Irgendwie fehlte mir die gewisse Ruhe dazu, es war einfach zu viel los……..

Nach meinem letzten Krankenhausaufenthalt habe ich mich dieses Mal etwas zügiger erholt. Es ist nicht alles perfekt, aber ich glaube, so allgemein geht es mir doch etwas besser. Vielleicht liegt es am Frühling, der Sonne oder eben an anderen Dingen. Und ich wäre wohl nicht ich, wenn ich natürlich nicht gleich wieder einige Dinge übertreiben würde, um dann natürlich wieder einen Tag später auf den Boden der Tatsachen geholt zu werden.

Am Freitag war ich dann zur feierlichen Verabschiedung meinerseits in die Klinik eingeladen, vorgeladen?, wie sagt man das?? 😉 Das ganze hatte etwas komisches bis seltsames an sich. Ich kam mir vor, wie auf meiner eigenen Beerdigung. Wirklich sehr seltsam. Ich muss aber auch dazu sagen, dass unser Chefarzt nicht gerade talentiert ist, sich gewählt und etwas einfühlsam auszudrücken, dass ganze hatte eher so den Stil „Holzaxt“. Aber gut, ich kenne ihn ja schon ein paar Jährchen, wir haben schon einige Kämpfe ausgefochten 😉 und von daher, ich weiß wie er es meinte. Zum anderen weiß ich auch, dass er mich und meine Arbeit immer sehr geschätzt hatte und das wohl auch noch tut. Lustig fand ich dann „meine“ Statistik, die er extra gemacht hatte. Darin enthalten waren alle Operationen,  Nacht- und Notdienste (wen auch immer sowas interessiert?), aber vor allem wie viele Menschlein ich ins Leben geholfen habe. Das waren in den ganzen Jahren 2267 Babys …… diese Zahl werde ich wohl so schnell nicht mehr vergessen. Schon ein Wahnsinn und doch eine Menge. Naja, wenn ich mir meine Kiste ansehe, mit den vielen Karten und Bildern von „meinen“ Babys…..kommt das wohl hin. Eine Ära für mich, die nun erstmal vorüber ist. Etwas Wehmut hinkt da schon bei mir hinterher. Aber es war meine Entscheidung, die ich für mich getroffen habe. Und wo etwas endet, folgt etwas Neues. Endgültig war es dann, als ich meinen Spint und meinen Schreibtisch ausgeräumt und dann der Klinik, dem Ort, der für viele Jahre fast mein zu Hause war, den Rücken gekehrt habe. Ein weiteres Lebenskapitel abgeschlossen. Mit schönen, herzlichen, emotionalen, aber auch vielen schlimmen, unfassbaren und schrecklichen Erinnerungen. Erinnerungen, die einem als Ärztin wohl nicht erspart bleiben und die immer mal wieder Bestandteil meines Lebens sein werden. Diese Jahre haben mich als „Ärztin“, aber auch als „Menschen“ geprägt, mich teilweise auf eine harte Probe gestellt. Unfassbares hinnehmen zu müssen, Schicksale zu akzeptieren, an Grenzen der Möglichkeiten zu geraten, um Leben zu kämpfen, zu gewinnen, aber auch leider manchmal verlieren zu müssen. Meine Grundsätze, Empfindungen und Leitbilder, sowie auch meine menschliche Überzeugung haben sich genau in diesen Jahren manifestiert. Und genau auch aus diesen Erfahrungswerten bin ich heute genau der Mensch, der ich eben bin. Es waren Jahre, in denen ich „gelernt“ habe, Dinge zu akzeptieren, die nicht zu ändern sind. Auch wenn ich Gesetze lernen musste zu akzeptieren und mich an deren Richt- und Leitlinien halten musste, heißt das für mich bis heute nicht, dass ich das auch ausnahmslos gut finde und akzeptiere. Aber zum Glück gab es ganz viele schöne Momente, die mir immer wieder zeigten, dass was Du da tust, ist richtig, passt zu Dir und tut Dir in gewisser Weise gut. Ein Neugeborenes den stolzen Eltern in die Arme zu legen, wird wohl immer einer der schönsten Momente in meiner Arbeitswelt bleiben. Aber das ist nun erstmal vorbei. In den nächsten Wochen werde ich dann meine neue Aufgabe an der Uni antreten und hoffe, dass ich diesem Pensum gerecht werden kann. Ich freue mich darauf, obwohl ich auch etwas mit gemischten Gefühlen an die Sache herangehe.

Mein Freundes- und Bekanntenkreis meint es gerade sehr gut mit mir. Vor Einladungen kann ich mich momentan kaum retten, muss aber leider auch manchmal Körbe verteilen, da es mir einfach etwas viel wird. Das Problem ist halt, wo sagt man ab und wo sagt man zu. Ich weiß es wirklich sehr zu schätzen, aber manchmal ist halt etwas weniger, dass etwas mehr! Und da muss ich schon sehr aufpassen gerade, dass ich keinem vor den Kopf stoße. Probleme, die ich eigentlich überhaupt nicht haben wollte und da ich generell mit offenen Karten spiele, erkläre ich mich dann auch entsprechend. Was hier und da etwas mühsam ist, aber ich denke , dass ist es wert. Sie akzeptieren es zum Glück und verstehen es auch. An diesem besagten Freitag war ich jedenfalls noch für ein paar Stunden auf einem Geburtstag, hier ein paar Straßen weiter, eingeladen. Das Gute daran, man kann zu Fuß laufen. Alkohol ist ja zur Zeit für mich absolut tabu. Das würde mir meine Blutgerinnung wohl ziemlich nachtragen und mit der ist ja so im Moment nicht zu spaßen. Von daher will ich sie auch nicht unnötig provozieren. 😉 Nein, man kann auch Spaß haben ohne Alkohol, ein Leitbild, dass ich auch schon vor der Bekanntschaft mit meinem Freund „dem Krebs“, gelebt habe. Es war jedenfalls ein schöner lustiger und auch doch sehr unbeschwerter Abend, der mir ganz gut getan hat, nachdem ich nach der Verabschiedung schon etwas Trübsal geblasen habe.

Ich glaube so gegen 1 Uhr lag ich dann endlich, ziemlich erschöpft, aber irgendwie ganz zufrieden, in meinen Federn. Jedenfalls so lange, bis dann so um ca. 3 Uhr bei mir Sturm geklingelt wurde. Sagen wir es so, wenn ich erstmal richtig eingeschlafen bin, dann schlafe ich auch. Und dann wach zu werden und noch zu wissen wo oben und unten ist, bzw. was eigentlich gerade los ist, ist dann nochmal bei mir eine ganz andere Geschichte. 😉

Naja, jedenfalls habe ich das irgendwann realisiert, dass es eben wohl schon eine Weile klingelte. Ich bin dann runter (die Sprechanlage zu betätigen wäre in dem Moment wohl auch zu plausibel und einfach gewesen) und habe dann natürlich auch die Tür gleich aufgemacht. Kriminalistisch natürlich wieder absolut wertvoll. Aber wie gesagt, die Logik hinkt so mitten in der Nacht doch manchmal gewaltig hinterher. Aber zum Glück standen da nur meine Nachbarn von Gegenüber vor der Tür und schoben sich ziemlich aufgeregt an mir vorbei in mein Haus. Die beiden sind schon ca. Mitte 70, aber soweit noch ziemlich fit. Naja, so wirklich viel ist mir in diesem Moment nicht eingefallen, aber sie rückten dann doch schnell mit der Sprache heraus, nachdem ich dann die Haustür geschlossen hatte. Jedenfalls sind die Beiden wach geworden und haben in ihrem Haus Geräusche gehört. Sie sind dann aufgestanden und haben wohl gehört, dass im Keller Geräusche und Stimmen waren. Durch die Terrassentür sind die zwei dann raus aus dem Haus und direkt zu mir rüber gelaufen. Ich muss ja jetzt erstmal sagen, RESPEKT!! Eigentlich alles genau richtig gemacht, auch wenn ich nicht gleich wach geworden bin. Ich bin ja wirklich nur froh, dass die zwei nicht auf heldenhaft machten und selbst versucht haben, irgendwelche Verbrecher zu stellen. Wer die Beiden kennt, weiß, dass wäre auch eine Option gewesen. 😉

Jedenfalls haben wir dann natürlich, nach dem wir die Polizei und den Enkel (die einzige Tochter ist leider vor vier Jahren mit Mitte vierzig an Krebs verstorben) informiert haben, dass Haus sehr genau beobachtet. Mein Nachbar wäre mir beinahe ausgeflippt, dazu muss ich sagen, er ist sehr penibel, was manchmal schon recht schräge Züge annimmt. Viel beobachten konnten wir nicht, da wohl die Einbrecher hinten durch den Garten in Richtung Feld geflüchtet sind. Wir wohnen etwas außerhalb. Also kochte ich dann noch Tee, bis dann die Polizei und der Enkel bei uns eintrafen. Im Haus der Nachbarn war keiner mehr aufzufinden, im Haus sah es entsprechend nicht so schön aus, aber ich denke, das ist alles zu verschmerzen, Hauptsache es ist keinem etwas passiert. Die Beiden wurden dann von ihrem Enkel erstmal mitgenommen und die Polizei nahm einen kurzen Bericht auf. In das Haus durfte erstmal keiner rein, bis am anderen Morgen dann die Kripo da war.

Jahhhhaaaa, nach so einer Aktion, schläfst Du nicht mehr!! Zumal es sowieso schon langsam hell wurde und ich am Samstag früh einen Termin beim Optiker hatte. Vormittags rief mich dann die Kripo an, dass sie am Mittag nochmal zu mir kommen wollten, damit ich eine Aussage mache. Leider gibt es hier in der Gegend immer mal wieder so Zeiten, wo vermehrt eingebrochen wird. Aber ehrlich gesagt, habe ich mir darüber bisher recht wenig Gedanken gemacht.

Die beiden Herren der Kripo trafen dann am Mittag ein, die Nachbarn kamen auch mit dazu. Sogar unser Pfarrer saß dann noch mit in meinem Wohnzimmer……wirklich eine nette Runde 😉 Das ganze hatte schon wieder etwas den Flair einer Beerdigung. (Gibt mir grad echt zu denken *lach) Nachdem ich dann meine Aussage gemacht hatte, ehrlich gesagt, viel konnte ich ja nicht sagen, außer, dass ich eben die Tür aufgemacht habe, meine Nachbarn zwei Stunden beherbergt und Tee gekocht habe. Also nicht wirklich die große Heldentat. Zu guter Letzt bekam ich dann noch einen gewaltigen Rüffel von der Kripo, dass ich mitten in der Nacht, als „Frau“ die alleine lebt, einfach die Tür aufgemacht hätte, ohne mich abzusichern, wer denn davor steht. Mein Gegenargument, dass Einbrecher wohl selten Sturm klingeln, erhielt keine Begeisterungsrufe! Hhm! Ok! 😉

Als sich die nette Runde, incl. Pfarrer wieder auflöste, kam dann noch ein guter Freund, der Besitzer einer bei uns ansässigen Gärtnerei ist und machte mir meinen Hof  vor dem Haus und auch etwas meinen Garten schön, pflanzte Blumen und schnitt einige Bäume zurecht. Zwischenzeitlich merkte ich dann, dass ich doch ziemlich erschöpft und müde war. Sehr, sehr müde…….., so dass ich früh nach oben ging und mich ins Bett legte, nachdem der Herr Gärtner dann endlich fertig war. Das war auch soweit gut, bis es dann am späten Abend wieder etwas stürmisch klingelte. „Déjà-vu“!! Aber ich hatte ja gerade gelernt, Sprechanlage benutzen!! Diesmal war es mein Nachbar von nebenan, der mir mitteilte, dass meine Terrassentür noch weit offen stehen würde und sich vergewissern wollte, dass nichts passiert ist und ob ich sie nur vergessen hätte zu schließen, da er kein Licht mehr gesehen hätte. Ich muss sagen, meine Terrassentür steht bei gutem Wetter eigentlich immer offen. Und ich denke mir da auch nicht wirklich was dabei. Wer mich klaut, bringt mich sicher am nächsten Tag wieder 😉 Nee, also ich bin da schon ziemlich gut gläubig. Aber meine Nachbarn anscheinend nicht und sie scheinen mich gut zu beobachten! Was ja nicht immer verkehrt ist, auch wenn es manchmal unangebracht ist. Also, bin ich wieder runter, habe den anderen Nachbarn beruhigt, dass alles im grünen Bereich ist und mein kleiner Spaß, dass so wenigstens dann keiner was kaputt macht, wenn die Tür eh schon auf ist, kam dann auch nur bedingt an. 😉 Naja, ich habe dann alles fachmännisch, unter den Argusaugen meines Nachbarn verrammelt und konnte dann endlich wieder ins Bett.

Das Actionpotenzial dieser beiden Tage war eigentlich wieder mehr, wie man so braucht. Ehrlich gesagt, man braucht es gar nicht. Weniger ist da in der Tat, wirklich mehr!

Der Sonntag war dann leider nicht der beste meiner letzten Tage. Da ging dann nämlich wieder so gar nichts. Somit habe ich mich lediglich vom Schlafzimmer bis zum Wohnzimmer bewegt, mit zwischenzeitlichen Aufenthalten im Badezimmer, weil mir wieder ziemlich oft übel war. Diese Übelkeit lässt mich einfach nicht dauerhaft los. Es gibt Tage, da geht´s und dann wieder, da geht das von einer auf die andere Minute los. Braucht man auch nicht! Der Montag war auch nicht so pralle, aber ich konnte wenigstens mal etwas raus, was mir schon sehr geholfen hat.

Dienstag, also heute, habe ich dann von morgens 7 Uhr bei meinem Opa in der Praxis die Quartalsabrechnung für das erste Quartal angefangen. Ich muss sagen, dass mache ich schon seit über zwanzig Jahren. Nach meinem Abitur habe ich eine Ausbildung als MFA (medizinische Fachangestellte) gemacht, bevor ich ins Medizinstudium gegangen bin. Dadurch habe ich ja die Praxisabläufe mit allem was dazu gehört, von der Pieke auf gelernt. Und somit war das dann sozusagen mein Job, die Abrechnung zu machen. Habe ich auch immer gerne gemacht. Nur stehe ich der Praxis von meinem Opa und meinem verstorbenen Bruder zur Zeit etwas kritisch gegenüber. Aber natürlich wurde vorausgesetzt, dass ich das trotz allem weitermache. Ja, gibt ja auch kein Grund, dass nicht zu tun. Außer vielleicht ein paar so ganz klitzekleine…😉

Seit dem Eklat mit meiner Familie bzgl. deren geplanter Praxisübernahme durch meine Person, habe ich die Praxis nicht mehr betreten. Wollte ich auch nicht mehr. Aber gut, mein Versprechen, was ich vor Jahren bzgl. der Abrechnungen gegeben habe, hat natürlich weiterhin Bestand. Jedenfalls für dieses Quartal, da es ja auch noch das Quartal meines Bruders war. Nachdem mein Opa mich gestern Abend anrief, ob ich heute dann käme um eben die Abrechnungen zu machen, bin ich heute morgen dann natürlich auch hingefahren. Anfänglich lief auch alles so ganz gut, aber ich glaube fast, ich bin in eine Art Hinterhalt geraten. Jedenfalls kam mir doch einiges etwas seltsam vor. Zwei der Angestellten meldeten sich ziemlich plötzlich krank, so dass nur noch eine MFA und die Azubi in der Praxis waren und eben ich im Büro mit dem ganzen Abrechnungskrempel und natürlich mein Opa. Gegen 10 Uhr kam dann von meinem Opa die Bitte, ob ich nicht mit ins Labor gehen könnte, da die Beiden das nicht schaffen würden und die Azubi ja noch kein Blut abnehmen könnte/dürfte etc. Sagt man in dem Moment nein? Nein! Also verbrachte ich die nächsten drei Stunden mit der Azubi im Labor und habe da wohl auch einen guten Job gemacht und auch leider festgestellt, dass die „Dame“ nicht wirklich viel Ahnung hat und in ein paar Wochen in die Prüfung gehen soll. Na dann gute Nacht! Es war ziemlich viel los. Die Abrechnung ist dadurch natürlich kein Stück weiter fertig geworden, aber um 13 Uhr war ich dann einfach nachdem Labormarathon platt und bin nach Hause. Vorhin kam ein Anruf von meinem Opa, wie das denn heute für mich in der Praxis gewesen wäre und er hätte den Eindruck, dass es mir Spaß gemacht hätte und ob ich nicht doch die Praxis übernehmen wollte………welche Interpretation passt nun hier?? Es war die Nachtigall und nicht die Lerche…..Vortäuschung falscher Tatsachen?

Wenn ich das Gefühl habe, man will mich hinter´s Licht führen, ist bei mir ganz schnell der Ofen aus. Zappen duster sozusagen! Aber es ist immerhin mein Opa und daher bringe ich da schon den nötigen Respekt auch mit. Trotzdem kann man so nicht mit mir umgehen. Sachlich habe ich ihm nochmals erklärt, dass ich die Praxis nicht übernehmen möchte, dass ich das nicht leisten kann und das das eben einfach nicht „mein Leben“ ist. Außerdem lässt es mein Gesundheitszustand im Moment einfach nicht zu, mich damit weiter so tiefgründig zu belasten. Ich helfe gerne, wenn es mein Gesundheitszustand zulässt weiterhin die Abrechnungen zu machen, kümmere mich auch gerne um die Azubis. Aber Ziel sollte es sein, die Praxis komplett zu verkaufen und eben somit auch alle Aufgaben die damit verbunden sind, mit abzugeben. Mehr kann ich nicht geben. Morgen früh werde ich dann Versuch „zwei“ starten und hoffentlich die Abrechnung morgen dann fertig bekommen. Auf mehr lasse ich mich auch nicht mehr ein. Ich möchte wissen, wer sich das wieder ausgedacht hat……ach, ich glaube ich möchte es lieber nicht wissen. Auch dieses Kapitel muss einfach jetzt dann endlich mal beendet sein. Warum kann man das nicht einfach akzeptieren. Ich muss das für mich einfach abschließen.

Ich fühle mich heute Abend wirklich nicht gut! Und genau das ist nicht gut!

 

Und nun noch das versprochene Hummelbild ;-) Letzten Freitag habe ich mittags bei mir im Garten drei dicke Hummeln gefunden, die in einem Schacht (da steckt im Sommer immer so eine LED-Kugel drin) überwintert haben. Mit einem Stöckchen habe ich den Schlafmützen dann heraus geholfen. ;-) Sehr niedlich irgendwie. Da sitzen sie noch ziemlich belämmert.

Sorry, ist leider nur ein schlechtes Handybild.

 

4.4.17 22:28

Letzte Einträge: Mäuse-Luftwaffe und so ;-), Frühling vs. Herbst und der verwunschene Prinz ;-), Im Auge des Hurricans, Ein Kalender zum Advent

bisher 8 Kommentar(e)     TrackBack-URL


padernosder (4.4.17 23:58)
Hallo Marie,

ich stimme sowohl Deiner "Shakespeare-Interpretation" zu, als auch der Überzeugung, Romeo und Julia sind nicht geeignet, uns das Wesen der "großen Liebe" aufzuzeigen. Immerhin ist Shakespeare schon 400 Jahre tot... ;-)

Recht lebendig sind aber die Ereignisse um Dich herum. Ein nächtlicher Einbruch, fliehende Nachbarn, da horcht der Krimi-Fan auf und dann noch die Hauptdarstellerin, die sich selbstlos in Gefahr begibt.

Aber das reicht noch nicht. Da ist auch wieder diese unnachgiebige Familie, die, nachdem sie die "offene Feldschlacht" verloren hat, nun mit List und Tücke an ihr Ziel kommen will.

"Was will man Dir noch zumuten?", fragt sich der mitfühlende Leser und denkt dann kurz wieder an den Anfang: Romeo und Julia? Ist da vielleicht ein Romeo "eingebrochen", in die innere Festung Deines Herzens, hat alles durcheinander gebracht? ;-)

Wer pfeift denn nun die Geschichte von den Dächern? Die Lerche, oder doch die Nachtigall?
Wir wollen auf die Lerche hoffen, denn ohne neuen Morgen ist auch der schöne Gesang des Liebesvogels auf Dauer nicht erträglich!


Mausi / Website (5.4.17 08:50)
Moin Marie,
meine "Verabschiedung" aus den Berufsleben war auch nicht so toll - da kann ich Dich gut verstehen *Trösteknuddel*. Nun musst nach Vorne schauen - vielleicht wendet sich alles zum Besten.
LG Helga


eman (5.4.17 11:02)
Liebe Marie, mit Begeisterung lese ich Deine "Zustandsbeschreibungen" - und sende Dir schon mal viel "Frauenpower" übers Netz, damit DU die Kraft aufbringst, Dich weiterhin so abzugrenzen.
Womit wir gleich beim Thema "Krankheitsgewinn" wären: Frau könnte jetzt auch mal die Krankheit "benutzen", um zu sagen: Sorry, Leute ...ich schaffe das jetzt einfach nicht!
Sagt eine, die vor zehn Jahren einen "Burnout" hatte und inzwischen gegen fast jede Fremdeinmischung und Fremdbestimmung immun ist, hö,hö ...!


Indianwinter (5.4.17 14:20)
Hallo Marie,
schwer ist es, immer sich zu wehren und bei dem Nein zu bleiben.
Es kostet dich zusätzliche Kraft, dass dir deine Familie offensichtlich immer noch nicht das nötige Verständnis entgegenbringen kann.
Ich wünsche dir, dass man deine Entscheidung endlich akzeptiert, damit du deinen eigenen Weg gehen kannst, um endlich gesund zu werden!
LG, Indianwinter


gebsy / Website (5.4.17 21:47)
Bleibt nur zu wünschen, dass der Tag doch noch sein Bestes gegeben hat.


Mathias (9.4.17 18:07)
Hallo Marie,
eigentlich könnte deine Familie langsam akzeptieren, dass du andere Pläne hast als Sie. Schließlich kennen sie dich schon ein paar Tage und sollten wissen, dass ein Nein ein Nein ist. Kein Ja und kein Vielleicht. Und dein Nein gibt es, weil dir eine andere Entscheidung nicht gut tun würde. Deshalb ist das genau die richtige Entscheidung.
Ich finde es gut, dass du meist die richtige Entscheidungen triffst. Das gilt auch für die Entscheidung, die Klinik zu verlassen. Auch wenn der Abschied nicht ganz leicht fällt. Aber, du fühlst, dass es Zeit für Veränderung ist und hast den Mut zu handeln. Das gefällt mir. Mir fehlt bei so etwas meist der Mut.


(9.4.17 21:44)
Hallo Marie!
Ich finde es gut wie du deine Entscheidungen triffst.
Das würde ich auch gerne können. Leider war ich immer feige.
Wünsche dir, das es dir gesundheitlich besser geht.
L.G mausfreddy


Mausi / Website (14.4.17 14:57)
Danke Narie, ich wünsche Dir auch ein schönes Osterfest. LG Hekga

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