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Adel verpflichtet....Fluch oder Segen?

-        „Die Zeit verändert Menschen. Die Zeit verändert Situationen. Die Zeit verändert Gefühle. Die Zeit verändert Träume und Gedanken. Aber das Einzige, was die Zeit nicht verändern kann, sind die alten Momente, Erinnerungen und die Vergangenheit!“ -

Auf Grund von unserem Familienstatus hatten wir auch als Kinder schon so einige Pflichten und Erwartungen zu erfüllen. Sei es eben das ordnungsgemäße Verhalten bei einer Hochzeit oder anderen Feierlichkeiten. Für kleine Kinder nicht immer einfach und schön. Daher mussten wir auch schon recht früh einige „Benimmregeln“ lernen. Machte nicht wirklich Spaß, denn dabei hatte man keinen Spaß. Naja, jedenfalls konnte man sich einen Spaß daraus machen. Als 5-6 Jährige mussten wir schon lernen, welches Besteck für was zu benutzen war, wo etwas am Tisch zu liegen hatte, dass man stets höflich und nie vorlaut ist etc. etc. Auch wenn das sicherlich „jammern“ auf hohem Niveau ist, wurde einem damit ein Stückchen normale unbeschwerte Kindheit genommen. Das sieht man natürlich nicht in dem Moment wo man „Kind“ ist, dass sieht man erst um einiges später. Auch das alles war der Grund, warum ich z. B. meine Tochter anders erzogen habe. Und ich glaube ich habe das ganz vernünftig hinbekommen. Obwohl ich mir manchmal schon wünsche, sie wäre etwas noch mehr wie ich. Sie ist ein sehr ruhiger und vernünftiger Mensch. Naja, ich habe schließlich in meiner Kindheit und Jugendzeit so einiges rausgeholt. ;-)

Hochzeiten waren immer so eine Sache. Es fing bei der Kleiderordnung an, Damen mit Kleid, Kostüm und Hut war Pflicht, Mädchen natürlich auch im langen Kleid. Das war echt schlimm für mich. Alleine das war wohl auch der ausschlaggebende Grund, warum ich heute ein eher praktischer, sportlich gekleideter Frauentyp bin. Kleider oder Röcke, nur wirklich super selten trage!!

Ich glaube schon, dass ich ein Kind war, dass man sich gerade in unserem Kreis, eher nicht wünscht und ich glaube, dass meine Mutter (mein Vater war da eher cool und entspannt) sich ganz oft geschämt hat. Ich war eben nie das niedliche kleine Vorzeigemädchen. Und so unter uns, gewissermaßen bin ich da auch ein bisschen stolz drauf. Etiketten und sonstige Vorgaben waren mir eigentlich schon immer ziemlich egal. Natürlich weiß ich mich heute bei entsprechenden Anlässen zu benehmen, so ist das ja nicht. Aber zur damaligen Zeit war das nicht so oder sagen wir es so, irgendwo gewusst habe ich es schon, nur die Umsetzung war eben manchmal oder oft oder immer ;-) sehr schwierig oder ganz einfach unmöglich. Es war für mich nie plausibel, warum andere Kinder so ein viel einfacheres Leben hatten und eben nicht auf solche Dinge achten mussten. Die sich beim spielen auch mal schmutzig machen durften, ohne eben gleich hämische Blicke zu ernten. Das dann eben noch ganz viele Dummheiten dazu kamen, hat natürlich die Sache nicht unbedingt besser gemacht. Mein Bruder war und ist auch heute noch mein Ruhepol. Er war immer der ruhigere und verständigere Part von uns. Ist heute manchmal oder oft auch noch so. Er hat vieles hingenommen um eben der Etikette zu entsprechen und um Erwartungen zu erfüllen. Hätte auch wahrscheinlich alles ganz gut geklappt, wenn er eben keine Zwillingsschwester mit ganz viel Unsinn im Kopf gehabt hätte. ;-)

Auf der Hochzeit von einer Tante von uns, Kutsche und Pferde waren da ja Standard, habe ich z. B. an den Pferden so lange rumgedängelt, bis diese mit samt der Kutsche, natürlich ohne Kutscher und Brautpaar, abgetrabt sind. War nicht so toll für unsere Eltern, aber irgendwie schon lustig, wie der Kutscher dann hinterher gerannt ist. Auf einer anderen Hochzeit habe ich dann die Hochzeitstauben frei gelassen, weil ich das schon als Kind unmöglich fand. Finde ich heute übrigens immer noch nicht gut, Tauben für einen solchen Zweck in eine kleine Kiste zu sperren. Auch das war dann natürlich kein guter Effekt für unsere Eltern. Auch erinnert man sich heute noch ziemlich genau daran, als unsere Cousine so „ganz“ durch „Zufall“ in der Hochzeitstorte gelandet ist. Dabei habe ich nur ganz leicht geschubst. Sie war und ist bis heute noch eine totale Zicke. Etwas Strafe muss halt hin und wieder mal sein. Naja, jedenfalls waren so Feiern dann nicht mehr ganz so trist. Es gab dann zwar hinterher einige Tage Konsequenzen, aber das war weniger schlimm, wie so eine langweilige gezwungene Hochzeit.

Letzten Sommer gab es ebenfalls eine große Hochzeit. Der Sohn einer anderen „adeligen“ Familie hier aus der Region hatte Hochzeit. Wir kennen uns auch aus der Kindheit und hatten auch immer viel Spaß zusammen. Die letzten Jahre haben wir uns allerdings etwas aus den Augen verloren. Daher war dieses Wiedersehen im letzten Sommer wirklich schön. Meine Mutter hatte selbst da noch die Luft angehalten, als wir uns vor der Trauung einfach freundschaftlich um den Hals gefallen sind. Eigentlich eine ganz normale Geste, nur eben nicht standardgemäß. Ich weiß nicht ob meine Mutter befürchtete, dass ich letztes Jahr wieder Pferde ärgere, Tauben frei lasse (gab es da gar nicht) oder die Torte sprenge, jedenfalls gab es immer mal komische Blicke. Was auch immer das sollte. Diese Hochzeit ist jedenfalls ohne größere Vorkommnisse und Katastrophen rum gegangen. Ich bin ja mittlerweile auch etwas älter, wohl aber nicht immer vernünftiger und erwachsener geworden. Aber generell weiß ich mich schon zu benehmen. ;-)

Um den Kommentar von Ide02 aufzugreifen, unsere Eltern hatten es sicher nicht wirklich leicht, aber geliebt haben sie uns trotzdem. Mit 10 Jahren, nach der Grundschule, sollten wir eigentlich auf eine Privatschule mit Internat. Das wäre aber schon sehr schlimm gewesen. Dagegen haben wir uns auch mit Händen und Füßen gewehrt. Letztendlich ist es bei mir das katholische Mädchengymnasium geworden, somit waren wir auch getrennt, aber das war dann das kleinere Übel. Naja, fast halt!! Somit wurde ich sozusagen ins Exil geschickt. „Prinzessin undercover“ hat mich meine Freundin immer genannt. ;-) Macht sie heute noch….

Es war zum Teil schon eine schöne Zeit und es soll auch nicht den Anschein haben, dass unsere Kindheit schlimm war, nein, dass war sie auf gar keinen Fall. Ich habe halt manchmal nachgeholfen um der grauen Etikette etwas mehr Glanz zu verleihen. Unsere Kinderwelt wurde dadurch schon etwas bunter. Und so haben wir wirklich sehr viele lustige Erinnerungen. Obwohl ich ganz sicher nicht in den Schuhen meiner Mutter gesteckt haben wollte. Jetzt wo ich selbst Mutter bin, sieht man das ja mit etwas anderen Augen. Aber nur etwas….;-)

Ein Buch schreiben, ja lustige Idee. Ich schreibe und erzähle gerne, aber ich denke mal in Buchform würde das nicht wirklich jemanden vom Sockel hauen. Daher belasse ich das mal bei diesem Blog. Gibt ja schon viele unnötige und sinnfreie Literaturen und Biographien, von daher verschone ich da mal lieber die Menschheit.

So, dann will ich Euer Durchhaltevermögen heute mal nicht ganz so extrem lange auf die Probe stellen und wünsche Euch einen schönen Tag!

Bis dahin, Marie

1.2.17 10:39


Leben - Veränderungen - Yes, I can!

Leben – mehr als nur zu überleben
Leben – das ist Ursprung und Ziel
Leben – als kleiner Teil des großen Ganzen
Lebenswert zu sein

Der Nachteil, wenn man selbst Ärztin ist, man meint ja hier und da sich selbst therapieren zu können. Allerdings denke ich auch, nach der Misere von letzter Woche, vielleicht gar keine ganz so schlechte Idee. Ihr merkt, es geht mir besser. Ich fühle mich besser, ich habe mehr Energie, mir ist nur noch sehr selten übel. Also alles in allem, es besteht Hoffnung. ;-) So darf es jetzt bitte erst mal oder am besten für immer weiter gehen.

Heute morgen war ich schon einkaufen, ohne Begleitschutz. Und siehe da, ich bin sogar in einem Stück und ohne Autopanne wieder zu Hause gelandet. Somit gebe ich diesem Tag schon mal einen Pluspunkt. Mittlerweile scheint die Sonne, es ist nicht mehr ganz so kalt (zum Glück, ich brauche es definitiv warm). Ansonsten war es bis jetzt schon ein recht schöner Tag.

Am Nachmittag werde ich dann zu meinem Patenkind auf den Geburtstag gehen. Ja, genau, bei meiner „Siehste-Schwägerin.“ Wäre da nicht mein Patenkind und mein Bruder, wäre ich wohl heute eher spontan verreist, wie mich in die Höhle des Löwen zu begeben. Ich weiß, dass es wieder die eine oder andere Konfrontation zwischen uns geben wird. Aber ich werde mich zusammen reißen, ja genau, Selbstbeherrschung ist alles. Obwohl, wenn es jemand schafft, mich aus der Reserve zu locken, dann sicher Frau „Siehste“. Aber hoffen wir das Beste. – Für alle!! ;-) Als Geschenk, fahre ich mit meinem Patenkind in den Osterferien ein paar Tage nach Amsterdam. Sie hat sich sehr gewünscht mal das Anne Frank Haus zu sehen. Und da dachte ich mir, dass könnten wir mal zusammen machen. Wäre sie ein paar Jahre älter, wäre Amsterdam natürlich noch um einiges attraktiver ;-)) Jedenfalls kann man da so seine Erfahrungen machen. ;-)) Möchte ich jetzt lieber nicht weiter darauf eingehen, ich sage nur 3-Tages Ausflug meines Leistungskurses vor vielen Jahren…..aber auch das gehört halt dazu. (Keine Details!)

Ach ja, am Samstag werde ich auf das Seminar fahren. Natürlich fahre ich ICE, dass ist entspannter und schneller. Autobahn, samstags, braucht ja keiner. Hotel wurde mir ja schon gebucht, somit denke ich wird das mal wieder etwas anderes. Ich muss hier mal raus und ich brauche auch einfach etwas geistige Herausforderung. Außerdem ist es eben auch ein sehr wichtiges nötiges Seminar. Irgendwie freue ich mich darauf, auch wenn ich davon überzeugt bin, dass ich Samstag Abend wohl einfach nur noch erledigt in mein Hotelbett fallen werde. Außerdem handicapt mich mein blöder Daumen auch etwas.

Nächste Woche werde ich mir dann Gedanken machen, wie und was ich im therapeutischen Bereich meiner Erkrankung weitermache. Also so wirklich Lust auf irgendwas, habe ich eigentlich nicht. Gerade wo es mir jetzt im Moment wieder besser geht. Die letzte Woche war wirklich mies und so etwas möchte ich wirklich in dieser Form nicht mehr erleben müssen. Als erstes werde ich mich nochmals eingehender Kontrolluntersuchungen unterziehen, die aktuellen Ergebnisse abwarten und dann neu entscheiden. Definitiv möchte ich keine Chemo! Ich gehe nicht davon aus, dass sich der Befund vom Dezember grundlegend geändert hat, diese vier Immuntherapien werden wohl noch nicht wirklich was gebracht haben, außer dass ich letzte Woche beinahe gar keine Therapie mehr gebraucht hätte ;-) Aber vielleicht hat sich ja doch etwas getan, wollen wir mal hoffen, dass es sich nicht verschlechtert hat. Davon gehe ich aber nicht aus. Nein, davon gehe ich auf gar keinen Fall aus!! Ich möchte diese Scheiße einfach nur hinter mir lassen. Ich möchte das nicht mehr. Meine Schmerzgrenze ist sowas von erreicht. Ich möchte einfach nur mein Leben „leben“ und das in einer ganz neuen Perspektive, Veränderungen aktiv angehen. Wenn mich meine Selbstreflektion der letzten Wochen etwas gelehrt hat, dann das ich was ändern muss, dass ich was ändern möchte. So kann ich nicht weitermachen. Aber Selbsterkenntnis ist ja meistens der erste Schritt zur Verbesserung.

Einen schönen Tag und so ;-))

2.2.17 12:05


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