The trouble is, you think you have time!

Lebensfahrstuhl....hoch? runter?

- Glaube an das, was noch nicht ist, damit es werden kann! -

Heute geht´s ja dann für mich weiter. Ich wollte jetzt auch eigentlich heute morgen keinen weiteren Beitrag schreiben, aber ich habe gerade in der guten Saat folgende abschließende Frage gelesen:

In welche Richtung ist Ihr Lebensfahrstuhl unterwegs? Links oder rechts schließe ich schon mal aus, da ja Fahrstuhl ;-))) Bezogen auf meine momentane gesundheitliche Situation, hoffe ich, dass es wieder nach oben geht. Schwierig daran zu glauben, wenn ich an letzte Woche denke, schwierig daran zu glauben, wenn ich die ganzen letzten Wochen Revue passieren lasse. Aber dennoch möglich daran zu glauben, wenn ich z. B. an gestern denke. Die Anekdote des leeren Autotankes, jetzt mal ausgenommen (obwohl ich das ja jetzt schon wieder durchaus sehr lustig finde).

Ja, ja der Lebensfahrstuhl. Bei mir wohl eher etwas steckengeblieben oder abgedriftet oder komplett ausgefallen? Ehrlich gesagt, ich weiß es eigentlich nicht.

Mein Leben war immer, joa … sagen wir schon anders wie vielleicht bei anderen knapp 43 jährigen. Auf Klassenfeiern (die ich ja irgendwie nie so mochte, da das ja generell eine zur Schaustellung ist), wurde man teilweise von den schon seit kurz nach der Schulzeit verheirateten mitleidig angeschaut. (aber warum eigentlich mitleidig?? Ha, ich weiß es, vielleicht eher doch neidisch?? ;-)) Was ja mal absolut grundlos ist, jedenfalls nicht wegen des „nicht verheiratet seins“ oder „die hat zwar ein Kind, war nie verheiratet, dass sagt alles-Getue“ (ja, ja ich Böse!!) Nö, also ich habe mein Leben immer ganz gut gelebt und warum ich eben nicht verheiratet bin und warum ich eben nicht noch mehr Kinder habe, ja das geht ja in einer Klassenrunde mal so keinen was an. Sollen die denken was sie wollen. Das ist mir ziemlich schnuppe. Wenn ich dagegen dann die Damen sehe, die schon zwanzig Jahre verheiratet sind, einen Stall voll Kinder haben und seitdem nicht mehr über den Tellerrand schauen, weiß ich nicht genau, welcher Fahrstuhl da jetzt wirklich stehen geblieben ist. Da könnte man ja schon ins grübeln kommen *lach

So, weiter mit meinem Lebensfahrstuhl. Es lief ja alles eigentlich gar nicht so schlecht, wenn man es grob betrachtet. Schule gut, Ausbildung gut, Studium gut, Beziehungen – vergessen wir´s!!, aha, also da ist wohl der Punkt, der nicht so gut lief oder eigentlich läuft, noch bin ich ja nicht fern von gut und böse.  Also hatte da mein Lebensfahrstuhl wohl den Totalausfall. Irreparabel bis heute, naja vielleicht findet sich ja irgendwann doch nochmal jemand der die unglaubliche Macht besitzt, das Ding wieder zu reparieren. Man sollte ja nie „nie“ sagen. Mache ich auch nicht.

Gesundheitlich kann es ja nur nach oben gehen, auch wenn ich heute Nachmittag wahrscheinlich wieder zweifeln werde. Aber zweifeln gehört zum Leben dazu. Zweifeln darf man, oder nicht? Ich habe irgendwann aufgehört auf andere zu schielen und zu schauen, wer hat es besser. Jeder Mensch ist ein Unikat, jeder Lebensweg folglich auch. Und es macht das eigene Leben ja nicht besser, wenn man immer wieder auf andere Menschen blickt, bei denen es vielleicht besser läuft. Dann kommt man doch nie an, eher im Gegenteil. Da wird immer einer sein, dem es besser geht, der erfolgreicher ist, aber selbst da denke ich, jeder hat sein Päckchen zu tragen und man schaut eben keinem hinter die Stirn. Die einen können das gut verbergen und es läuft irgendwie, die anderen eben nicht. Generell tut sich der Mensch ja schwer damit zufrieden zu sein. Warum ist das denn so? Darf man eigentlich zufrieden sein oder sollte man immer mehr wollen? Ja, man darf zufrieden sein und ich bin eigentlich auch mit meinem Leben zufrieden. Auch jetzt irgendwie (klar es könnte durchaus etwas einfacher gerade sein..) Ich war zumindest bis Dezember relativ glücklich, glücklich mit mir selbst, mit dem was ich eben hatte, mit dem was ich erreicht hatte, obwohl ich auch nicht frei von Sorgen war, aber schon glücklich. Somit ein relativ ausgeglichener Lebensfahrstuhl, hat auch mal geruckelt, aber lief.

Zusammenfassung: also, im Moment steht mein Lebensfahrstuhl ein wenig auf der Stelle, nachdem er im Dezember ziemlich runter gesaust ist. Aber ich bin mir sicher, er kämpft sich gerade (wenn auch sehr mühsam) wieder nach oben. Und vielleicht gibt es ja noch ein Wunder und er wird komplett repariert…..wer weiß das schon….

So, dann will ich mich mal flott machen, damit ich zur nächsten Session schreiten kann. Mein Vater hat heute den Fahrdienst übernommen, ich hoffe ich komme zumindest ohne Probleme nach Hause nach her, eigentlich möchte ich nicht, dass mein Vater mich so sieht, wenn es mir wirklich schlecht geht. Das will man einfach nicht und ich schon gar nicht.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag!

9 Kommentare 18.1.17 07:45, kommentieren

Typisch Marie

- Humor ist, wenn man trotzdem lacht -

Zum Glück kann ich ja sehr gut über mich selbst lachen, meistens jedenfalls. Nachdem es mir gestern und heute relativ gut ging, hat mich meine Freundin heute zum frühstücken eingeladen. Ich liebe es in aller Ruhe, ausgiebig und lange zu frühstücken und über Gott und die Welt zu reden. Ich liebe auch Kaffee und eigentlich funktioniere ich überhaupt nicht ohne Kaffee, aber der ist mir ja zur Zeit leider verboten, da das sehr nierenlastig ist. (schon so etwas wie ein Drama für mich) Aber meine Freundin hatte es gut gemeint und mir Carokaffee gemacht (ich bin dann schnell auf Tee umgestiegen). 

Anschließend war ich dann noch einkaufen, so ein Kühlschrank füllt sich ja nicht von Geisterhand, auch wenn ich den wohl ab morgen wieder weniger nutze, kann ich ja meine Tochter nicht verhungern lassen.

Ich habe ja gerade das Auto von meiner Oma, da ich durch die letzten Tage noch zu keinem Ziel mit einem neuen Auto gekommen bin. Aber auch das Auto meiner Oma fährt wohl nur mit Benzin. Tja, das Auto blieb dann einfach stehen und da ist mir eingefallen, dass sie ja noch zu mir sagte, musst erstmal tanken, sonst könnte es eng werden. Aber da war es dann bereits zu spät. Da ich gerade mitten in der Pampa war, blieb mir nichts anderes übrig, als meinen Vater anzurufen, der natürlich so richtig begeistert war. Zum ersten weil ich überhaupt Auto gefahren bin, obwohl ich das gar nicht sollte (also es ging mir wirklich gut, sonst hätte ich das nicht gemacht, soviel Verantwortung habe ich schon) und zum zweiten, weil das wieder mal so ein "typisches Marie Ding" war. Aber er hat mich dann doch gerettet. Und ich habe es genau gesehen, er hat sich ein Schmunzeln nicht verkneifen können. Er ist dann noch hinter mir her gefahren, bis zu mir nach Hause. Keine Ahnung ob er dachte es könnte mir auf den paar Kilometern noch was passieren oder ob das Auto urplötzlich so einen hohen Verbrauch hätte, dass ich nochmal stehen bleibe. Ich denke er wollte einfach auf Nummer sicher gehen. Und ich ziehe ja auch so manches Mal Katastrophen an oder löse sie aus, je nach Sichtweise.

Aber war auch ganz praktisch, er hat mir dann noch Schnee geschippt und den Einkauf reingetragen.....ich soll mich ja nicht übermäßig belasten ;-)))

Wir sind noch etwas spazieren gegangen, denn wir hatten heute wirklich einen richtig schönen sonnigen Tag, und haben über so viele Dinge zusammen gesprochen, alte Erinnerungen wiederbelebt (komischerweise kam die Schwanaktion auch gleich wieder auf den Tisch, naja, dass stand damals sogar in der Zeitung) und ich habe so deutlich gemerkt, dass er wahnsinnige Angst um mich hat. Mein Papa. Ich liebe ihn einfach.

4 Kommentare 17.1.17 16:13, kommentieren