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Ein Wimpernschlag zur Unvernunft

„How long is forever? Sometimes, just one second.“


Und da wäre wieder diese Sache mit der Vernunft. Wann beginnt sie? Wo und wann endet sie? Gibt es Erlebnisse oder Erfahrungen, wo genau diese immer ins helle Licht gestellte „Vernunft“ auf einmal aussetzt oder verdampft, wie die Tautropfen auf den Wiesen im immer wärmer werdenden Sonnenlicht? Vielleicht gibt es generell Menschen, an denen die Vernunft laut pfeifend vorbeigezogen ist. Wer weiß das schon? Sind wir nicht alle in irgendeiner Form Individualisten, jeder auf seine ganz eigene Art und Weise, der Eine mit mehr, der Andere mit weniger Vernunftpotenzial in sich? Oh ja, ich glaube schon!

Und wer war es denn nicht schon hier und da mal, so wunderbar unvernünftig? Die liebe Unvernunft und ich, dass passte schon immer ganz gut. Sicherlich eines der Gaben der nicht eingeladenen bösen Fee in meinem Dornröschenschloss. ;-)

Aber mal ehrlich, ich mag sie, meine Unvernunft, denn nur wegen ihr, bin ich an Grenzen gestoßen, die ich sonst nie kennengelernt hätte. Habe Grenzen überschritten, auf die Gefahr hin, jämmerlich zu scheitern. Aber genau das ist nicht passiert und ohne meine Unvernunft wäre mein Leben auch um einiges langweiliger geworden und wer will denn schon sowas?

Manchmal brauche ich sie noch heute, meine eigene kleine Welt. Manche Dinge ändern sich nie. Mein kleines Stück Unendlichkeit.

Letzten Freitag machte ich mich ziemlich spontan auf. Auch wenn die Lungenentzündung noch nicht so ganz um die Ecke war, es aber doch erstmal eine Art Entwarnung gab, nutzte ich die Gunst der Stunde, und bin mehr oder weniger, auf und davon gefahren. So ganz unter uns, im ersten Moment wusste ich nicht mal so wirklich wohin. Hauptsache weg! Da ich so ziemlich im Mittelpunkt Deutschlands lebe, ist es ziemlich unerheblich, in welche Himmelsrichtung es mich zieht. Auf die westliche Seite hatte ich nicht so die ganz große Lust, der Osten reizte mich dann schon eher, aber das eigentliche Ziel wäre für einen Kurzurlaub dann doch viel zu weit im Osten gewesen, die südliche Richtung hatte schon auch so ihre Verlockung, zumindest steht da noch eine Kaffeeeinladung am Fuße der Residenz im Raum ;-), aber das wäre für eine Spontanumsetzung, dann wohl doch „zu spontan“ gewesen. Also blieb mir zu guter Letzt dann nur noch der Norden. Zu viel Norden ging dann auch nicht, da ich ganz so weit noch nicht fahren wollte, also entschied ich mich für die Region Nordhessen, für den sagenumworbenen Reinhardswald.

Ein wirklich schönes Fleckchen Deutschland. Leider spielte das Wetter am Freitag ein wenig Achterbahn, als ich mich gegen Abend zu einer kleinen Wanderung aufmachte und irgendwo im nirgendwo, in einen heftigen Platz-Stark-Hagel-Regen geriet. Das Resultat des Ganzen, ich verlor ein wenig die Orientierung und gelangte erst nach knapp zwei Stunden und pitsche-patsche-nass wieder zu meinem Auto. Volltreffer! Ein bisschen unheimlich war es da ja schon und ich bin sicher, so mancher ist aus diesen Wäldern nicht zurückgekehrt. ;-) Das war natürlich genau das, was für meine abklingende Lungenentzündung nicht wirklich Zucker war. Triefend nass und ziemlich durchgefroren kehrte ich an meinem ersten und somit wahnsinnig erfolgreichen Ausflugsabend, zurück in meine kleine Pension. Und irgendwie hatte ich da so das Gefühl, „Du schaffst es nicht mal mehr 12 Stunden unterwegs zu sein, ohne gleich wieder in eine kleine persönliche Katastrophe zu schlittern.“


Nach einer heißen Dusche, viel heißen Tee und zwei Wärmflaschen, war auch fast wieder alles gut. Der nächste Morgen gestaltete sich schon etwas freundlicher und sogar die Sonne schaffte es, mal wieder ein freundliches warmes Gesicht zu präsentieren.

Mein Frühstück konnte ich dann auf dem kleinen Balkon einnehmen. Und ich verreise immer mit meiner ganz besonderen Tasse. Denn die hat mir mein Bruder letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt. Natürlich verschenkt sich so etwas immer ziemlich leicht, wenn man nur eine davon besessen hat. 😉 Ein halbes Jahr ist es nun schon her, dass er einfach nicht mehr wiederkam. Ein halbes Jahr, eine lange Zeit und dennoch wieder nur ein kleiner Wimpernschlag.


Viele Dinge geschehen so unwillkürlich, so schnell und manchmal unüberlegt und ohne böse Absicht. Weil vieles für so selbstverständlich gehalten wird, vieles einfach Routine ist. Sei es ein Abschied, der zum Abschied für immer wird oder eine alltägliche Geste, die einfach schon immer dazugehörte. Und einen Wimpernschlag weiter, gibt es genau diese Routine nicht mehr. Wie soll ich das jemals begreifen?

Nach meiner ausgedehnten Frühstücksphase, bin ich, ausgerüstet mit Wechselklamotten, wieder losgezogen. Mein Ausflug zur Sababurg und der dort befindlichen Greifvogelwarte, tröstete mich über den vorherigen Tag hinweg. Die Falknerei fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Und Greifvögel sind einfach wirklich immer wieder eine Sensation.

Für den drauffolgenden Sonntag buchte ich mir in einem kleinen „Wellnesstempel“ einen Wellnesstag. Das war ja nie so wirklich mein Ding. Aber wirklich schaden konnte es mir natürlich auch nicht.

Am Sonntag morgen, bei wirklich wunderschönen Sommerwetter, entschied ich erstmal meinen Kurzurlaub auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Etwas im Nacken stand mir allerdings mein am heutigen Montag bevorstehenden Kontrolltermin in der Klinik. Andererseits, was hätte es in dem Moment geändert? Ob ich nun hingegangen wäre oder nicht? Eigentlich nichts. Der Wellnesstag war sogar ganz nett, auch wenn ich aufgrund meiner Untermieter nicht alles wahrnehmen konnte. Aber was ging, habe ich umgesetzt und gegen Abend war ich richtig schön erschöpft. Erschöpft vom eigentlichen Nichtstun. Vom an mir rumtatschen lassen und mich mit irgendwelchen pampigen Schlamm einschmieren zu lassen. Allerdings  auf die Gurken, ja auf die Gurken, habe ich natürlich bestanden!! Natürlich in Scheibenform. ;-) Wenn schon, denn schon! Das Klischee einer Gurkenmaske wollte ich schon auskosten.

Nachdem ich mich dann zwei Stunden fest schlafend von den Strapazen des Wellnessrituals erholt hatte, entschied ich mich dann doch noch zur Heimreise. So ganz frei weg, den Kontrolltermin sausen zu lassen, fühlte sich dann doch nicht so gut an. Spät abends war ich dann wieder zu Hause und war natürlich heute morgen, nach diesem wunderschönen Wochenende ;-), super entspannt, gegen alle Individualitäten gewappnet. Jedenfalls bis zur Urteilsverkündung durch meinen Arzt des Vertrauens, der auch noch zu allem Übel, den Assistenzarzt von neulich Nacht im Schlepptau hatte. Ja, man sieht sich immer zweimal im Leben, ich glaube aber, wir werden uns sicher noch drei-, bis viermal mehr sehen.

Leider haben die „nassen Füße“ doch nicht so ganz gut getan und die Lungenentzündung ist wieder leicht am aufflackern. Die nassen Füße und eigentlich die Tatsache, dass ich komplett durchgeweicht war für mindestens mal drei Stunden, habe ich dezent unter den Tisch fallen lassen. Sicherheitshalber! Mein Blutbild gleicht gerade einer größeren Katastrophe, so die 1:1 Übersetzung des Assistenzarztes, der sich damit wohl sehr cool und lustig vorkam. Der Lacheffekt lässt noch ein bisschen auf sich warten. Die Erythrozyten sind sehr niedrig und somit mangelt es auch am Sauerstoffgehalt, was unter anderem meinen immer mal wiederkehrenden Schwindel erklärt. Dafür sind die Leukozyten in Kampfstellung und das ist ja schonmal ganz gut. Zumindest wissen ein paar Körperbestandteile in mir noch, wofür sie eigentlich da sind. Wenn mich schon mein eigenes Körpergefühl an so manchen Tagen verlässt, ist so ein körpereigener Automatismus gar nicht so sehr schlecht. Ein Hoch auf die vorgeburtliche Zellenprogrammierung bei der Mitose.

Auf die Frage, ob ich mich am Wochenende auch gut ausgeruht und warmgehalten hätte, habe ich dann mal lieber gar nichts geantwortet. Ich lüge eigentlich nie oder sagen wir es so, nur wirklich super selten, wenn es wirklich die bessere Option darstellt oder in einer absoluten Notsituation. Also halte ich dann, wenn ich mich so gnadenlos ertappt fühle, lieber den Mund und ziehe die Stirn hoch. Daher auch meine zwei supertollen kleinen Falten zwischen den Augen. Demnach wurde ich wohl schon sehr oft ertappt. Selbst der Wellnesstempel am Sonntag, konnte mir mit seinen Schlammpackungen und Gurkenmasken, meine lang gezüchteten kleinen Furchen zwischen den Augenbrauen, nicht unschädlich machen. Aber ich glaube, die hatte ich schon, als ich auf die Welt kam, da habe ich unter Garantie auch schon die Stirn gerunzelt.

Somit wurde ich dann mit sofortigen Beginn wieder zu meiner allzeit beliebten Infusionstherapie genötigt. Und ob Chemo 4/6 nächsten Montag laufen kann, steht noch in den berühmten Sternen.

Und die die Moral von der Geschicht´, nasse Füße haste besser nicht!

21.8.17 22:51


Die Sache mit den Haaren....

"One day or day one....you decide....day by day!"

Ich hatte es ja schon öfters beschrieben, mein größtes Problem überhaupt sind meine Haare. Die bedeuten mir viel, die machen mich aus und ich habe ein gewaltiges Problem damit, dass sie immer dünner werden. Jede Haarwäsche, jedes Kämmen, gestaltet sich mittlerweile in ein richtiges Drama.

Ich zeig´s Euch ;-)

 Durch die längeren Haare kann ich den Port gut verdecken und es lässt sich, so wie hier nur ein kleiner dunkelroter Punkt erkennen, wenn die Einstichstelle abheilt. Gerade im Sommer ist das schön, da ich ja nicht immer mit hochgeschlossenen Oberteilen rumlaufen möchte.

 
 
Wenn es dann fast abgeheilt ist, fühle ich mich fast normal. Die Narben werden mir wohl für immer erhalten bleiben. Aber damit kann ich leben.
 
 
Wenn es nur irgendwann die Narben sein werden, die mich an diese Zeit erinnern, dann könnte ich fast behaupten "die Zeit heilt alle Wunden", aber ganz so einfach ist es leider nicht!
 

 
Strähne für Strähne ziehen sich an manchen Tagen einfach so ohne größere Probleme raus
 
 
 Mit jedem Haarbüschel stirbt ein kleines bisschen Hoffnung...
 
 
 
Mittlerweile ist es deutlich zu erkennen
 
 
 
Aber mit ein paar raffinierten Kämmtricks, lässt es sich noch gut kaschieren, die Frage ist nur, wie lange noch?
 

 Natürlich ist das im eigentlichen Sinne kein wirkliches "Problem", einfach nur eine Sache oder Nebenwirkung, die mich persönlich sehr belastet und stört. Schlimmer geht ja irgendwie immer. 

Ich wollte ja eigentlich etwas länger Pause machen, aber irgendwie gibt es gerade ein paar Dinge, über die ich schreiben möchte. Gestern habe ich mich spontan zu einem kleinen "Ausflug" aufgemacht. Dazu bald mehr!

19.8.17 18:09


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